Einen eigenen Pool bauen: Teil 5

Ein Stahlwandbecken als Pool
Foto: Polak

Im 5. Teil unserer Serie “Einen eigenen Pool bauen” erfahren Sie, wie ein Stahlwandbecken errichtet wird. Es gilt als vergleichsweise kostengünstige Variante für einen Pool. Sein Grundprinzip funktioniert folgendermaßen: Der Poolbauer errichtet einen Stahlkorpus in runder oder ovaler Form und kleidet ihn mit einer wasserdichten Folie aus.

Ein Stahlwandbecken als Pool besteht aus einem Stahlmantel, den der Poolbauer in ein Gerüst aus Bodenschienen, senkrechten Schienen und Handlaufschienen einspannte. Eine Folie aus PVC dichtet das Becken ab.

Stahlwandbecken zu Testzwecken

Der hier vorgestellte Pool befindet sich in der österreichischen Stadt Salzburg. Die Bauherren wünschten sich als Pool ein problemloses Stahlwandbecken mit Folie. Dazu eine optimaler Wasseraufbereitung und wenig Arbeitsaufwand. Das Becken hat ein Volumen von 34 Kubikmetern und misst 7,20 x 3,60 x 1,32 Meter.

Das Stahlwandbecken diente zunächst als Versuchs- und Testanlage, um damit den technischen Mindeststandard für einen privaten Pool zu erarbeiten. Im Laufe der Jahre führten die Erbauer Tausende von Messungen durch.

Mindeststandards für Wasseraufbereitung

Als Methode der Wasseraufbereitung prüfte man sowohl Chlor-Verfahren als auch chlorfreie Verfahren im Praxisalltag. Die Daten sind anschließend wissenschaftlich untersucht worden. Bei den chlorfreien Verfahren kam auch die UV-Ozon-Technologie zum Einsatz.

Dank der jahrelangen Arbeit mit dieser Versuchsanlage konnte die ausführende Firma SOL-UV einen Mindeststandard für eine optimale Wasseraufbereitung und Desinfektion festlegen.

Damit erhalten die Interessenten von Schwimmbädern wesentliche und wichtige Informationen zur Wasseraufbereitung und Desinfektion. Auch für den Alltag von Schwimmbadbauern sind diese Informationen gewinnbringend.

De Schwimmbadbau für das Stahlwandbecken führte die Alois Grabner KG durch, die Technik stammt von SOL-UV. Der Pool war an einem einzigen Tag aufgestellt. Die Bauarbeiten erstreckten sich über die Monate März und April.

Die Schritte zum Stahlwandbecken als Pool im Einzelnen

  • Bild 1: Die Stelle kennzeichnen, die ausgebaggert wird
  • Bild 2: Dabei entstehen circa 45 Kubikmeter Aushubmaterial
  • Bild 3: Nachdem die Grube fertig ist, bekommt dass Stahlwandbecken einen Untergrund. Er besteht aus einem zwei bis drei Zentimeter starken Kiesbett mit der Korngröße 3 – 4 Millimeter
  • Bild 4: Spezielle Styroporplatten und ein Vlies unter der PVC-Folie dienen zur Schonung der Folie und zur Isolierung
  • Bild 5: Das Stahlwandbecken ist mit blauer Folie ausgekleidet. Zu sehen sind die Anschlüsse für die Einströmdüsen und gegenüberliegend 2 Skimmer und Absaugdüsen. Die Zahl der Düsen und Skimmer legte man bauseits zur besseren Beckendurchströmung fest (kein Lieferstandard)
  • Bild 6: Styropor-Isolierung und Schalsteine sorgen für die Stabilität und sind Schutz für die Stahlwand (ebenfalls bauseits, also nicht im Lieferstandard)
  • Bild 7: Die schrägen Stützen sind für die Längsseiten ein Mittel zur Stabilisierung der Stahlwand in der Geraden. Sie waren im Lieferumfang enthalten. Außerdem sieht man die druckseitige Verrohrung zu den Einströmdüsen und die saugseitige Verrohrung von Skimmern und Absaugdüsen
  • Bild 8: Der Pool als Stahlwandbecken ist nun fertig. Die Filtrationstechnik befindet sich im „Badehäuschen“

Die bisherigen Folgen unserer Serie „Einen eigenen Pool bauen“

Teil 1: Welche Beckenart soll es sein?

Teil 2: Planung und Faktoren eines Gartenpools

Teil 3: Planung und Faktoren einer Schwimmhalle

Teil 4: So läuft’s auf der Baustelle – Tipps + Tricks

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