10 Tipps zur Spa-Planung

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Bild: Hofer Group

Gäste von Wellness-Hotels, Thermen, Day Spas, Heilbädern sowie von öffentlichen Spa- und Wellnessanlagen stellen hohe Qualitätsansprüche. Sie erwarten stimmige Wellnesskonzepte. Betreiber sollten also Wert legen auf eine sorgfältige und durchdachte Spa-Planung. Nur so ist der Erfolg garantiert wenn Sie eine Wellnessanlage bauen wollen. Damit sich dieser langfristig einstellt, geben wir Ihnen hier eine Hilfestellung: wir beantworten die zehn häufigsten Fragen zum Thema Spa-Planung.

Was wurde bei der Spa-Planung bisher falsch gemacht?

Unter einem Spa versteht man in erster Linie eine Einrichtung, in der Wellnessbehandlungen vorgenommen werden. Wellness basiert auf einer in den 1950er-Jahren in den USA aufgekommenen Gesundheitsbewegung, die für ein ganzheitliches Gesundheitskonzept stand. Heute steht Wellness für Methoden und Anwendungen zur Steigerung des körperlichen und seelischen Wohlbefindens.

Als der Wellness-Trend Ende der 1990er-Jahre nach Deutschland kam, entdeckte nicht nur die Reisebranche den Begriff. Auch die Werbung verwendete ihn, jedoch rein zu Konsumzwecken. Dies trug dazu bei, dass man Wellness stellenweise als Modeerscheinung begriff und als unseriös wahrnahm. Der tiefergehende gesundheitliche Wert des Konzepts und dessen Möglichkeiten wurden oft nicht richtig erkannt. Bei der Spa-Planung wurden sie oft zu kurz gefasst. Vor allem der gesundheitliche Aspekt und der Nutzen für Geist und Seele blieben auf der Strecke. Der Grund: oft boten die Wellnessanlagen nur Produkte an.

Während bei der Spa-Planung ein Konzept in den meisten Fällen fehlte, stiegen auf der anderen Seite die Erwartungen der Gäste immer weiter. Die Anbieter schafften es nicht, sie mit der entsprechenden Qualität und dem passenden Service zufriedenzustellen. Diesen Fehler sollten Sie nicht wiederholen: Und so ist es unerlässlich, dass Sie sich bei der Spa-Planung vertieft mit dem Thema Wellness beschäftigen und es als Lebenseinstellung begreifen.

Was sind individuelle Wellnesskonzepte?

Die Basis von Wellness bildete seit jeher der Mensch. Er steht mit Körper, Geist und Seele im Mittelpunkt dieser Anschauung. Heute stehen Wellness und Spa vor allem für eine natürliche und sinnliche Lebensweise, mit der sich Körper, Seele und Geist wohlfühlen.

Dass Wellness immer mehr in Mode kam, wurde durch eine geänderte Denkweise begünstigt. Diese Veränderungen spürt man zum Beispiel im Gesundheitswesen und beim Umgang der Gesellschaft mit dem Thema Gesundheit: Während sich die Behandlung von Krankheiten früher rein auf die auftretenden Symptome konzentrierte, legt man heute bei der Spa-Planung Wert auf eine ganzheitliche Behandlung. Es wird immer wichtiger, sich im eigenen Körper rundum wohlzufühlen. Und so entwickelte sich die Gesellschaft von einer Wohlstandsgesellschaft zu einer Wohlfühlgesellschaft.

Parallel kam der Spa- und Wellness-Bereich aus seiner Nische und wurde zum bedeutenden Markt innerhalb des Tourismusbereichs. Wer in dem Markt mitmischen will, muss sich bei der Spa-Planung individuelle Konzepte überlegen. Bevor Sie eine Wellnessanlage bauen, müssen Sie verstehen, was die Zielgruppe umtreibt. Sprich: Sie bauen die Konzepte und die Spa-Planung rund um die Zielgruppe auf. In einer immer schneller werdenden Welt steigt das Bedürfnis des Menschen nach bewussten Momenten der Entspannung und Regeneration. Wellnessgäste wollen Stress abbauen und etwas für die eigene Gesundheit tun. Bei der Spa-Planung lohnt es sich, den Fokus auf die Bedürfnisse älterer Bevölkerungsgruppen zu legen. Denn der Altersdurchschnitt der Gesellschaft steigt. Und Wellness wirkt sich positiv auf Gesundheit und Wohlbefinden aus und lindert Alterungserscheinungen.

Kundenfokus: Was erwarten Wellness-Gäste heute?

Viele Gäste von gewerblichen Spa Anlagen, Wellnessbereichen und Wellnesswelten wünschen sich Entspannung und Zeit, um die Seele baumeln zu lassen. Und sie erwarten Wellnesskonzepte mit individuellen Erlebnissen, die authentisch und direkt auf sie zugeschnitten sind. Sie sollten die Wünsche der Gäste bei der Spa-Planung also schon im Hinterkopf haben. Fragen Sie sich immer: stimmt das Angebot und dessen Kommunikation mit den Gästewünschen überein? Dazu muss man seine Kunden gut kennen. Ein zu einseitiges Angebot ist ungünstig. Denn die Gäste wünschen sich eine besondere Erfahrung. Wenn es um die Spa-Planung geht, gelingt das vor allem mit einladender Architektur, der richtigen Atmosphäre, außergewöhnlichem Design und einem optimalen Service. Hier lohnt immer auch mal ein Blick zu den Mitbewerbern.

Übrigens: Bei der Buchung eines Hotels kann die Ausgestaltung des Wellness-Bereichs ausschlaggebend sein. So gaben in der Studie FutureHotel Spa- und Wellness-Erlebnisse des Fraunhofer-Instituts rund 77% der Teilnehmer an, vom Umfang des Wellness-Angebots bei der Buchungsentscheidung beeinflusst zu werden. Es ergibt demnach Sinn, sich bei der Spa-Planung ein paar mehr Gedanken zu machen.

Dass Wellness generell boomt, zeigt auch eine Studie von Wellness Hotels und Resorts, der GFK und dem Wellnessreiseveranstalter beauty24. Grundlage war eine Umfrage unter 1439 Wellness interessierten Deutschen und 133 Wellnesshoteliers. Darüberhinaus kamen Auswertungen einer Langzeitstudie zur Analyse des Reisemarktes des GfK TravelScope zum Tragen. Laut Studie liegt die Aufenthaltsdauer der Gäste demnach bei 5-8 Tagen. Sie erwarten beim klassischen Wellness-Aufenthalt in Wellnesshotels einen hohen Service. In Form von Rundum-Sorglos-Paketen zahlen sie dafür einen höheren Preis.

Was bringen erfolgreiche Wellnesskonzepte und gute Spa-Planung?

Wie überzeugt man Wellness-Fans davon, die eigene Therme, den Day Spa oder das Hotel mit Wellness-Bereich zu besuchen – und nicht die der Mitbewerber? In erster Linie durch eine harmonische und ganzheitliche Spa-Planung und eine zugehörige Vision. Das fängt bei dieser Frage an: bietet man den Gästen lieber einen themenbezogenen oder einen klassischen Wellness- und Spa-Bereich?

Machen Sie sich zunächst Überlegungen zu Design und passendem architektonischen Rahmen, wenn Sie die Spa-Planung durchführen. Wie wollen Sie konkret Ihre Wellenessanlage bauen? Wie sollen Umkleide-, Empfangs- oder Behandlungsräume und entsprechend der Grundriss aussehen? Außerdem gilt es, sich an die technische Umsetzung zu machen. Dazu gehören Geräte und ein Sicherheitskonzept. Hinzu kommen Qualitätsmanagement, Datenverarbeitung und ein energetisches Konzept. Wichtig ist auch die Ermittlung der Kosten (Investitionskosten plus Betriebskosten), einschließlich Personalplanung. Ist die Spa Anlage Teil eines bestehenden Hotels, so sollte sie bestmöglich in die Infrastrutkur des Hauses integriert werden.

Die Gestaltung des Wellness- und Saunabereichs erfüllt idealerweise folgende Kriterien: Sie ist weitläufig und sauber, hat ein breites Freizeitangebot und verfügt über erstklassige Produkte. Außerdem ist er warm und hell und liegt mitten in der Natur. Er ist ansprechend und erfüllt gleichzeitig seinen Zweck. Und er ist technisch auf dem neusten Stand.

Hinzu kommen bei der Konzeption des Spas noch folgende Elemente: Massageabteilung, Saunabereich mit verschiedenen Dampfbädern und Saunen (zum Beispiel Finnische Sauna), verschiedene Pools (Innen-, Außen- und Whirlpool), Ruheraum und eventuell eine Kosmetikabteilung.

Was ist zu beachten, wenn es um die Spa-Planung geht?

Bei der Spa-Planung durchlaufen Sie diese drei Schritte:

  • 1. Anforderungen analysieren: umfasst z.B. die Anzahl der Gäste
  • 2. Grundriss und Aufteilung der Räume: Technik, Spa-Interieur
  • 3. Design: Materialien, Farbwahl, Lichtkonzept, evtl. Themenbezug

Stellen Sie sich dabei diese Fragen:

  • Wo liegt Ihre Leidenschaft? Worin sind Sie gut? Und wie können Sie damit Geld verdienen?
  • Welche Angebote bieten Wettbewerber? Wo besteht zusätzlicher Bedarf und welche Nischen kann man noch besetzen? Wo liegen die eigenen Chancen? Tipp: Führen Sie eine Chancenanalyse durch!
  • Welche Zielgruppe möchten Sie ansprechen?
  • Welches Design passt zu Ihnen? Das Konzept muss sichtbar sein und darf nicht austauschbar wirken.
  • Wie sieht es mit Nachhaltigkeit aus? Integrieren Sie nachhaltige Themen!

Beispiel Projekt: Spa-Planung für ein Hotel

  • Herausforderung: Wellnessanlage muss zum Haus und zur Gesamtstrategie passen.
  • Sollte nicht zu abgehoben oder exotisch daherkommen. Besser ist eine regionale Ausrichtung.
  • Sollte nicht zu klein und nicht zu groß sein. Neben Sauna und Dampfbad wünschen Gäste Therapie- und Ruheräume sowie einen Innen- und Außenbereich.
  • Generell lohnt es sich immer, Wellness-Experten und Hersteller direkt zu kontaktieren. Diese Partner greifen Ihnen bei Konzeption und Umsetzung unter die Arme.
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Diese erfolgreiche Realsierung eines Luxus Spas macht Träume wahr: Hier beeinhaltet die Spa-Planung einen ausgedehnen Outdoor-Bereich. Bild: Hofer Group

Ausstattung: Welche Besonderheiten gibt es bei der Spa-Planung?

Die Ausstattung ist immer abhängig vom eigenen Budget und der Zielgruppe. Ansprechend wirken für die meisten Gäste zum Beispiel individuelle Erlebnisduschen oder Wannen. Zum Beispiel im Private Spa eines Hotels oder innerhalb einer Therme: Dabei kommt das Wasser nicht mehr nur noch von oben. Bei diesen neue Duschformen rieselt es als Essenzen oder vernebelt auf den Gast herab. In Verbindung mit Design und Musik schafft das ein besonderes Erlebnis.

Für den Ruheraum gibt es zum Beispiel beheizte Wasserbetten, auf denen die Gäste relaxen oder lesen. Generell eignen sich beheizte Einrichtungen sehr gut zum Entspannen. Hierbei entsteht die Wärme durch eine Kombination aus Wärmestrahlung und der sogenannten Aquarixx®-Technologie. Sie hält die Wärme nicht nur zuverlässig drinnen, sondern sorgt zusätzlich für einen niedrigen Energiebedarf.

Zur Ausstattung im Bad gehören auch jene Elemente, die im Hintergrund arbeiten. Dazu zählen Gasanlage, Wärmeerzeugung mit Heizkessel und Wärmepumpe und Nutzung von Sonnenenergie über Solaranlagen für Heizung und Warmwasser. Hinzu kommt der Einsatz moderner Technologien für die Schaffung eines angenehmen Raumklimas. Bei der Spa-Planung müssen Sie auch miteinbeziehen, dass die Lüftung optimal geregelt ist. Das geht entweder per zentraler oder dezentraler Lüftungsanlage.

Material für die Spa-Planung

Das Material spielt für die Spa-Planung eine wichtige Rolle. Meistens kommen zum Einsatz: Stein, Holz, Marmor, Harz oder Gold. Einige Bereiche können im nicht überdachten Außenbereich liegen, und müssen daher temperatur- und witterungsbeständig sein. Es macht Sinn, dass das Material vom Innen- und Außenbereich aufeinander abgestimmt ist, da nicht alle Materialien in der Lage sind, den Temperaturunterschied beider Bereiche auszuhalten. Das gilt zum Beispiel für Spabereiche, die in Bergregionen gelegen sind. Dort sind die Materialien erheblichen Temperaturschwankungen ausgesetzt. Für städtische Spa-Zentren ist dieser Punkt eher nicht so wichtig.

Selbständig im Wellnessbereich: was ist bei der Spa-Planung zu beachten?

Sie denken darüber nach, sich im Wellness-Bereich selbständig zu machen? Dann überlegen Sie sich vorab ein überzeugendes Konzept. Einen Unterschied beim Arbeitsaufwand der Spa-Planung macht es, ob Sie mit der Wellnessanlage bei null beginnen. Oder ob Sie eine bestehende Wellnessanlage übernehmen und diese umbauen, beziehungsweise sanieren. Die Unterstützung durch einen Architekten kann hier hilfreich sein.

Positionieren Sie sich von Anfang an richtig und arbeiten Sie im Rahmen der Spa-Planung ein besonderes Merkmal heraus. Kümmern Sie sich bei Ihrem Projekt auch ums Marketing. Ein ausformulierter Businessplan ist unerlässlich. Lassen Sie sich bei der Wahl einer Rechtsform juristisch beraten. Verpflichtend sind in der Regel Mitgliedschaften in IHK, Berufsgenossenschaft und Branchenverbänden.

Spa-Planung neu gedacht: Was ist ganzheitliche Wellness?

Ganzheitliche Wellness ist ein gutes Modell für ausgewiesene Wellness-Hotels. Hier kommen mehrere Elemente zum Einsatz: Neben einer Saunalandschaft gibt es Gastronomie, eine durchdachte Inneneinrichtung und Ausstattung sowie Außenanlagen. Zu ganzheitlicher Wellness gehören Kurse und Anwendungen, die den Gästen beim Stressabbau helfen. Ein besonderer Fokus auf gesunde Ernährung gehört ebenfalls dazu. Bei der Spa-Planung einer solchen Anlage dürfen Therapie- und Ruheräume nicht fehlen.

Das Thema Nachhaltigkeit spielt bei ganzheitlicher Wellness eine große Rolle: Ein CO2-neutraler Betrieb der Anlagen und die Verwendung von natürlichen Materialien sind Pflicht wenn es um solche Wellnesskonzepte geht.

Bieten Sie Ihren Gästen ein Rundum-Angebot: Ernährung, Erholung, Sport (zum Beispiel Aquafitness), Beratung, Körpererfahrung, Beauty und Therapie.

Ein zusätzliches Konzept stellt Wellness für die Sinne dar: Hier gibt man den menschlichen Sinnen neue Reize – durch Düfte, Klänge, Farbgebung und Beleuchtungskonzepte. Ein elementarer Bestandteil sind Rückzugsorte für die Gäste.

Welche Möglichkeiten gibt es bei Saunen?

Ob Finnische Sauna, Dampfsauna oder Kaltkabine – mittlerweile gibt es für jede Saunalandschaft die passende Lösung. Diese stattet man bei der Spa-Planung mit den unterschiedlichsten Elementen und Materialien aus. Zum Beispiel mit ausgefallenen Liegemöglichkeiten, LED-Beleuchtung und Musik. Wenn Sie eine Sauna in der Wellnessanlage bauen, müssen Sie sich Gedanken über die richtige Lüftungstechnik machen. Eine Möglichkeit stellt zum Beispiel ein kontrolliertes Lüftungssystem dar. Darüber gelangt sauerstoffhaltige Frischluft in die Sauna, die verbrauchte Luft geht durch ein Ventil nach außen.

Überblick zu Saunen und deren Ausstattung:

  • Sauna nass: Dazu zählen Dampfsauna und türkisches Hammam. Die Optik ist entweder klassisch oder orientalisch. Zur Abdichtung der Kabine eignet sich eine Dampfsperre. Sie schützt auch vor feuchtebedingten Schäden. Mit den passenden Extras sorgen Sie für eine besondere Stimmung: zum Beispiel mit Wandbildern, Musik oder farbiger LED-Beleuchtung.
  • Sauna kalt: Hierunter versteht man eine Kaltkabine mit Eis oder Schnee. Kälte-Anwendungen, in Kombination mit Wärme gehören mittlerweile im Wellness-Bereich dazu. Dabei verwendet man eine bestimmte Strahltechnik, die den Raum gleichmäßig kühl hält, ergänzt durch Kräuteressenzen.
  • Sauna heiß: Die bekannteste Vertreterin dieser Kategorie ist die Finnische Sauna. Variationen sind Heusauna, Tannenbad oder Biosauna. Und es gibt sie als Aufguss-Event-Sauna. Die Holzkonstruktion speichert die Wärme und isoliert.
  • Vitarium: Dies ist eine Kombination aus türkischem Bad und Finnischer Sauna.
Individuelle Wellness-Konzepte Vitarium
Ein besonderes Erlebnis stellt für die Gäste von Wellnessoasen zum Beispiel ein Vitarium dar: Charakteristisch sind die ergonomischen Liegen aus Zedernholz, die das Wohlbefinden steigern. Bild: Hofer Group.

Neu und einzigartig: die Heusauna

In der Wellnessbranche wird es nie langweilig, denn die Spa-Planung befindet sich ständig im Fluss. Im Bereich Sauna ist hier vor allem die Heusauna als Innovation zu nennen, die SCHWIMMBAD+SAUNA im Jahr 2019 mit dem Innovationspreis Golden Wave in der Pool & Spa Branche ausgezeichnet hat. Was steckt hinter diesem Konzept und für welche Gäste eigent sich die Heusauna?

Bei der Heusauna ist die Luftfeuchtigkeit hoch, während die Temperaturen eher niedrig sind. Wer den Kreislauf schonen und trotzdem schwitzen möchte, kommt mit hier voll auf seine Kosten. Das Heu, welches der Sauna ihren Namen gibt sowie verschiedene Kräuter setzen ihre natürlichen Wirkstoffe in der dämpfigen Luft frei. Sie wirken über die Haut auf den gesamten Körper ein. Beim Duft von frisch gemähtem Heu fühlen sich die Besucher einer Heusauna, als wären sie mitten in den Bergen und können ihren anstrengeden Alltag vergessen. Diese Erfahrung ist besonders in Gruppen schön, kann aber auch ganz allein genoßen werden. Der Spa-Planung sind hier keine Grenzen gesetzt.

Die Heusauna bietet ihren Besuchern zudem einen besonderen gesundheitlichen Vorteil: denn ein Aufenthalt in einer Heusauna wirkt sich auch positiv auf entzündliche Beschwerden aus. Durch das angenehme Klima wird man zudem ruhig und entspannt. Bereits nach einiger Zeit stellt sich eine tiefe Erholung ein und man fühlt sich wieder voller Kraft.

Spa Planung_Heusauna
Warum bei der Spa-Planung nicht mal auf eine Heusauna setzen?

Welche hochwertigen Beckenarten gibt es?

Was Pools angeht, haben Sie bei der Spa-Planung vielfältige Möglichkeiten. Zur Auswahl stehen Outdoor- sowie Indoor Whirlpools, Swimspas, Innenpools und Außenpools. Dazu kommen kombinierte Innen- und Außenpools sowie Kinderbecken. Besonders im Außenbereich ist eine Poolheizung unerlässlich. Hier gibt es verschiedene Möglichkeiten, wie Sie den Pool erwärmen können. Damit die Räumlichkeiten ihre Wirkung richtig entfalten, sollten Sie bei der Spa-Planung darauf achten, dass die Beschichtung des Pools zum restlichen Design passen. Zur Wahl stehen in der Regel Keramik, Naturstein, Marmor oder Mosaik. Zusätzlich sorgen LED-Beleuchtung oder Unterwassermusik für eine stimmungsvolle Atmosphäre. Bei den Beckenarten unterscheidet man zwischen Betonbecken, Fertigbecken aus glasfaserverstärktem Kunststoff, Pools mit Überlaufrinnen sowie Becken aus Edelstahl.

Wir gehen beispielhaft auf zwei Beckenarten ein, die für die Spa-Planung geeignet sind:

1. Edelstahl

Edelstahl ist ein Werkstoff, der sich durch Langlebigkeit und Korrosions-Beständigkeit auszeichnet. Die Verwendung garantiert eine auf viele Jahre rostfreie Oberfläche. Edelstahl ist formbar und ermöglicht maßgefertigte Lösungen. Dies gilt auch für das passende Edelstahlzubehör: Einstiegstreppen, Sitzbereich, Unterwasserbeleuchtung, Schwallduschen, Gegenstromanlage, Rohrsprudelliegen oder Massagedüsen. Auch bei der Beckenform und der -größe gibt es viele Möglichkeiten. Becken aus Edelstahl kann man im Innenbereich und im Freien gleichermaßen einsetzen.

Sie können als freitragende Becken gebaut oder als Auskleidung einer Betonwand eingesetzt werden. Gerade diese Verkleidungstechnik macht Edelstahl nicht nur für die Spa-Planung interessant, sondern auch für eine Poolsanierung. Wände und die Elemente am Boden lassen sich zusätzlich isolieren und sparen so Kosten für Wassererwärmung. Einen Edelstahl-Pool kann man in einer verhältnismäßig kurzen Zeit von zwei bis zehn Tagen montieren. Und er ist nachhaltig: Einmal hergestellt, bleibt er durch seine Recycling-Fähigkeit immer Baustoff und Rohstoff zugleich

2. Aquarixx

Neben Edelstahl gibt es noch eine weitere Beckenart, die als sehr leistungsfähig gilt: die von der Hofer Group entwickelte Aquarixx® Technologie für Becken. Zu ihren Vorteilen zählen laut Hersteller: das geringe Gewicht, die erhöhte Dämmwirkung und die einfache Anbringung, bei der man sich eine mühsame Vorbereitung spart. Zudem ermöglicht das Material eine Herstellung des Beckens nach Maß. Die Isolierung sorgt für einen geringen Energieverbrauch.

Spa-Planung: Vier Beckenarten und ihre Eigenschaften

EdelstahlAquarixxBetonFertigbecken
Beckengrößealle, individuell alle, individuell alle, individuell  alle, aber vorgegebene
Maße 
Einsatz innen und ausseninnen und außen,
auch bei Sanierungen
innen und außen,
auch am Hang
innen und außen
Einbauschnell, da meist
vorgefertigt im Werk 
schneller Einbau schnell bei
Fertigteilwänden 
schnelle, wenn vorkonfektioniert
Beständigkeitlanglebig, witterungs-
und UV-beständig, kein Ausbleichen
temperaturbeständig, solebeständig  sehr beständig robust,
korrosions-
beständig,
leicht zu reinigen
Gewichtgering, rund 15%
weniger als Beton
geringhochgering
EnergieeffizienzIsolierung von Wänden
und Elementen am Boden möglich
hohe
Wärmedämmung
Isolierung verhindert WärmeverlustIsolierung mit Wärmedämmung
möglich
MaterialienInox, Chrom, Nickel, Molybdän, TitanEPS-Schaum, mit
Zement beschichtet
Schalenstein, Vollbetonmauer, …glasfaserverstärkter Kunststoff (GFK)
Schwierigkeit benötigt Pflege um
nicht zu rosten,
teurer als andere
Becken
wartungsintensivschwierig am Hang
Bei der Spa-Planung gehört ein Pool dazu: hier sehen Sie die Eigenschaften und Aspekte der verschiedenen Becken übersichtlich dargestellt.

FAZIT Spa-Planung

Wellness zielt darauf ab, Körper und Geist im Gleichgewicht zu halten. Dass die Menschen dieses Bedürfnis spüren, zeigt sich in der steigenden Nachfrage nach Wellness-Anwendungen jeder Art. So unterschiedlich die Menschen sind, so verschieden definiert sich für den Einzelnen der Begriff Wellness. Viele suchen Ruhe und Erholung in der Sauna oder dem Dampfbad, für andere definiert sich Wellness dagegen in sportlicher Betätigung. Diese Suche nach der inneren Balance zieht sich durch alle Gesellschaftsschichten und Altersgruppen und ist unabhängig von Geschlecht und Familienstand. Der Markt boomt – kleine Fluchten aus dem stressigen Alltag nehmen für viele an Bedeutung zu und müssen kein Traum mehr bleiben.

Egal ob Sie Betreiber einer Therme oder eines Heilbads sind, ob Sie ein Day Spa oder ein (Wellness)-Hotel eröffnen möchten: Um Erfolg zu haben, ist es wichtig, dass Sie sich bei der Spa-Planung intensiv mit dem Wellness-Begriff auseinandersetzen und ein besonderes Merkmal finden.

Heute reicht ein Wellness-Bereich mit Sauna nicht mehr aus, um sich mit der Spa-Planung von der Mitbewerbern abzuheben. Ruheräume, Whirlpools und Außenbereich sowie umfassende Massage- und Sportangebote gehören mittlerweile zum Standard. Haben Sie bei der Planung und Umsetzung alle wichtigen Punkte berücksichtigt, werden Sie nicht nur bei Ihren Gästen für ein rundum gelungenes Wellnesserlebnis sorgen.

Individuelle Wellness-Konzepte_Adler Mountain Lodge_Holz Veranda
Das Ergebnis einer architektonisch perfekten Spa-Planung: hier mit modern gestaltetem Außenbereich und Blick auf Berge und Wasser. Bild: Hofer Group.

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