Einen eigenen Swimmingpool? Na klar!

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Foto: Zodiac Pool Deutschland

Ein Swimmingpool gilt als Luxusprodukt für Wohlhabende. Doch es gibt qualitativ gute Konzepte für kleinere und mittlere Budgets: Der Swimmingpool für jedermann ist keine Illusion.

Grundstücke werden kleiner und Budgets sind oft begrenzt. Das gilt gerne als Argument gegen einen eigenen Swimmingpool ins Feld. Angesichts der steigenden Temperaturen und dem Wunsch nach Erfrischung und Abkühlung wird die Vorstellung von einem eigenen Pool real. Manche Eigenheimbesitzer möchten damit in den Wert ihrer Immobilie investieren.

Sauberes Poolwasser ist entscheidend

Auch ohne riesige Budgets realisieren Sie für Ihren kleinen Garten eine attraktive Wellness-Oase. Wir reden dabei über Billigprodukte aus dem Baumarkt oder Gummi-Planschbecken vom Discounter. Es gibt qualitativ ansprechende Swimmingpool-Konzepte für kleineres Geld, an denen Sie lange Ihre Freude haben. Nennen wir sie “Einsteiger-Pools”. Davon gibt es verschiedene Bauarten und Materialarten.

Wichtig bei allen „Einsteiger-Pools“ ist es, nicht an einer gut funktionierende Wasseraufbereitung zu sparen. Sauberes Wasser ist nicht nur gesundheitlich geboten. Vielmehr ist es entscheidend, um sich im eigenen Pool wohlzufühlen. Zudem ist es ratsam, einen kompetenten Schwimmbadbauer hinzuzuziehen. Wenngleich es für handwerklich versierte Bauherren Selbstbausysteme gibt.

Von Beckenformen und Beckengrößen

Beim Schwimmbecken gibt es in jeder Hinsicht Alternativen. Eine kostengünstige Variante sind Stahlwandbecken. Sie sind als klassischer Rundpool, als Achtformbecken oder als Ovalpool erhältlich. Je nach Größe und Höhe kann man Rund- und Achtformbecken wegen ihrer statischen Eigenschaften freistehend im Garten aufstellen.

Größere Becken ab einer Höhe von 150 cm und Ovalbecken müssen Sie dagegen ins Erdreich einlassen. Rund­becken können zwischen 300 und 800 cm Durchmesser groß sein, Ovalbecken sind bis zu Längen von 11 Metern erhältlich. Bei der Höhe kann man in der Regel zwischen 90, 120 beziehungsweise 150 cm wählen. Dies entspricht allerdings nicht der Wassertiefe. Diese misst sich an der Montagehöhe des Skimmers. Dieser ist ca. 15 cm unterhalb des oberen Beckenrands ­angebracht.

Stahlwandbecken und Holzbecken

Die Wände von guten Stahlwandbecken sind zwischen 0,6 und 0,8 mm stark und entweder galvanisch verzinkt oder feuerverzinkt. Dazu kommt eine Kunststoffbeschichtung. Je nach Beckengröße wird der Stahlmantel an einem Stück zurechtgeschnitten oder in zwei separaten Teilen geliefert. Um einen reibungslosen Aufbau zu ge­währleisten, sind die Stahlwände vorab mit den perforierten Ausschnitten für Skimmer und Einlaufdüsen versehen. Da die Innenfolien in unterscheidlichen Farben erhältlich sind, kann das Stahlwandbecken nicht nur im klassischen Blau erstrahlen.

Neben Stahlwandbecken gibt es reine Holzbecken. Die französische Firma Procopi bietet verschiedene Modelle der Marke “Proswell” davon an. Sie sind als Aufstellbecken erhältlich sowie als teilweise beziehungsweise kompellt ins Erdreich eingebaute Becken. Die „Proswell“-Becken gibt es zum Beispiel als einfaches 4-Meter-Rundbecken, als klassischen 8 x 4 m-Pool und als 12 x 3 m langes Sportbecken. Die Becken zum Selbstbau liefert der Hersteller komplett mit Filteranlage, Folie, Holztreppe sowie Edelstahlleiter.

Swimmingpool als selbsttragende Stahlkonstruktion

Ein modulares System, das die Ästhetik eines Holzpools mit der Stabilität eines Stahlwandbeckens verbindet, ist die „Azteck“-Reihe von ­Chemoform. Die Becken bestehen aus einer selbsttragenden und korrosionsbeständigen Stahlkonstruktion. Diese ist mit Paneelen aus einem Holz-Polymer-Verbundstoff verkleidet. Die „Azteck“-Pools sind in den Beckentiefen 1,40 beziehungsweise 1,65 Metern erhältlich.

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Das modulare Poolsystem “Azteck” mit Holz-Polymer-Verkleidung. Foto: Chemoform AG

Sie sind mit einer 0,8 mm starken Innenfolie ausgekleidet. Der Hersteller kann sie mit einer Mess-, Regel- und Dosieranlage, LED-Unterwasserscheinwerfern, Gegenstromanlage sowie Biofilter ausstatteen. Im Standardpaket ist unter anderem ein Skimmer, Einlaufdüsen, ein Bodenschutzvlies, eine Kartuschen-Filteranlage und eine Sicherheitsleiter enthalten.

Swimmingpool aus schalungsvergossenem Stahlbeton

Ein geschlossenes Poolkonzept bietet der französische Hersteller Magiline an. Neben dem Schalungssystem gehören zu dem Swimmingpool ein selbst entwickeltes Filtersystem, eine wassergekühlte Pumpe sowie das Steuerungssystem „iMagi“. Filter und Pumpe sind in einer eigenen Technikbox am Becken integriert. Ein eigener Technikraum sowie der Anschluss an die Kanalisation ist nicht nötig.

Als einzige Wartungsmaßnahme sollten Sie die Filterkartusche regelmäßig abwaschen. Das Becken aus schalungsvergossenem Stahlbeton gibt es in unterschiedlichen Formen und Größen. Auf die Beckenkonstruktion gibt der Hersteller eine Zehn-Jahres-Garantie. Das System eignet sich für kleine Gärten, da der Aushub lediglich 13 cm über die eigentlichen Beckenmaße hinaus erfolgt.

Swimmingpool Marke Eigenbau

Einen soliden Swimmingpool können Sie zum Teil selber bauen. Bei dem System der Firmahttps://www.schwimmbad.de/hersteller/roos-freizeitanlagen-gmbh/ Roos Freizeitanlagen errichtet ein Fachunternehmen das Becken in gewünschter Form mit massiven Mauersteinen. Roos stellt dazu einen Rohbausatz inklusive Anleitung zur Verfügung. Steht das gemauerte ­Becken, kommt der Fertig-Bausatz zum Einsatz. Er enthält die Folienauskleidung, die Filteranlage sowie den Bodensauger zur Poolreinigung.

Bevor Sie das Becken mit der Folie auskleiden, kleben Sie auf die gemauerten Wände einen Isolier- und Polsterschaum. Dadurch wird der Untergrund eben und weich. Die Folie bringen Sie anschließend nach der Methode des „kalten Verschweißens“ auf: Dabei verlegen Sie die passgenau gelieferten Folienbahnen mit einem Pinsel und einem speziellen Aktivierungsmittel. Das Aktivierungsmittel sorgt dafür, dass die einzelnen, sich überlappenden Bahnen eine molekulare Verbindung miteinander eingehen. Das geährleistet eine absolute Dichtigkeit der Folie.

Für die Erwärmung des Poolwassers bietet Roos darüber hinaus eine energieeffiziente Variante: den Solar-Absorber „Solar-Rapid“. Dessen Verteilerrohre bauen Sie zu einer beliebig großen Fläche zusammen. Die Sonne erwärmt das durch die Rohre fließende Poolwasser. Sie montieren den Solar-Absorber nur mit Fittingen und ohne Verklebungen mithilfe von Fittingen.

Weitere wichtige Hersteller von günstigen “Einsteiger-Pools” sind Zodiac, Desjoyaux und Cranpool.

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