Swimming-Pool: Die Vielfalt der Beckenarten

Beckenarten Kunststoffbecken Swimming-Pool
Die geläufigste Beckenart ist das Schwimmbecken aus Kunststoff. Foto: Riviera Pool

Haben Sie sich entschieden, einen Swimming-Pool zu kaufen? Dann stehen Ihnen viele Möglichkeiten offen. Das fängt bei der Form an und setzt sich mit den verschiedenen Materialien fort. Nachfolgend ein kleiner Überblick – vom GFK Pool aus Kunststoff über das hochwertige Edelstahlbecken bis hin zum preisgünstigen

Pool ist nicht gleich Pool. Die Vielfalt der Formen und Möglichkeiten im Schwimmbadbau ist groß. Da gibt es zum einen den rein technischen Aspekt: Soll es ein Becken mit Skimmer (Oberflächenabsauger) oder mit Überlaufrinne sein? Beide haben mit dem Wasserkreislauf im Becken zu tun.

Der Skimmer mit seiner charakteristischen Absaugöffnung ist das einfachere Prinzip – deshalb das kostengünstigere. Er besteht im Wesentlichen aus einer in der Beckenwand eingebauten Absaugöffnung mit einem beweglichen Wehr. Dahinter sitzt ein Sieb, das die groben Verschmutzungen auffängt. Beim Überlaufsystem werden die Verschmutzungen so entfernt: Der Wasserspiegel staut sich bis zur 
Kante auf und plätschert gleichmäßig verteilt in die Rinne.

Stahlwandbecken: Variante für Einsteiger

Ein weiterer Aspekt: die äußere Form des Pools. Eine Variante für Einsteiger stellt das Stahlwandbecken dar: ein Aufstellbecken, oft in runder Ausführung mit verkleideten oder beschichteten Stahlwänden. Sie stellen das Stahlwandbecken frei auf. Ab einer bestimmten Größe aus Stabilitätsgründen sollten Sie es teilweise in die Erde eingraben.

Bei den klassischen Swimming-Pools gibt es Größenunterschiede: In Wohngebieten mag es ein Becken mit nur wenigen Metern Länge sein, das mit Hilfe einer Gegenstromanlage dennoch ein sportliches Schwimmtraining ermöglicht. Wer über den Platz und das Budget verfügt, kann sich lange Schwimmbahnen leisten. Für Designliebhaber gibt es Freiform-Pools oder die Infinity-Ausführung mit tollem Blick in die Weite.

Swimming-Pool mit Schalungssystem

Ausgehöhlte Schalungssteine fügt man zur gewünschten Poolform zusammen und gießt sie dann mit Beton aus. Das ist vergleichbar mit Legosteinen, die man nur zusammenstecken muss. Besitzen Sie ein schwer zugängliches Grundstück, können Sie Ihren Traum vom eigenen Swimming-Pool mit solchen Baustein-Elementen leicht realisieren. Die Steine sind im Normalfall so leicht, dass Sie sie sogar über Treppen und durch Wohnräume an den Standort des Schwimmbeckens transportieren können. So meistern Sie die bauliche Situation ohne Kran oder anderes schweres Gerät.

Große Steinformate bieten sich für geradlinige Beckenformen an, da sie eine schnelle Verarbeitung garantieren. Gebogene Elemente verwendet man für Sondermaße, sodass selbst freie Beckenformen leicht zu realisieren sind. Wichtig ist besonders die Statik des Beckens und die Maßgenauigkeit. Für eine sichere Stabilität der Schalsteinbecken ist daher  eine gute Armierung wichtig.

Ein wichtiger Faktor: Der gute Dämmwert des verwendeten Materials ist sehr hilfreich. Das spart Energie und minimiert Wärmeverluste.

GFK Pool und andere Kunststoffbecken

Als beliebtes Material für vorgefertigte Becken verwendet man im Schwimmbadbau Kunststoff. Kunststoffpools besitzen eine glatte, Oberfläche. Das macht sie pflegeleicht, Sie können sie leicht reinigen. Ein weiterer Faktor: die große Bandbreite an Formen und Farben. Durch die Vorfertigung im Werk ist die Bauzeit sehr kurz, was Zeit und Kosten spart. Auch bei Langlebigkeit und Widerstandsfähigkeit kann das Material überzeugen. Denn ein Becken muss besonderen Anforderungen standhalten können, zum Beispiel der ständige Kontakt mit dem Wasser und den Desinfektionsmitteln.

Bei Außenpools kommen noch Wind und Wetter und UV-Strahlung dazu. Nicht zu vergessen: die Temperatur-Unterschiede zwischen den Jahreszeiten. Dies kommt dann zum Tragen, wenn Si einen Garten- und einen Innenpool miteinander kombinieren. Die Art des verwendeten Kunststoffs ist unterschiedlich. Gängige Varianten im Schwimmbadbau: Polyvinylchlorid (PVC), glasfaserverstärkter Kunststoff (GFK Pool) und flexible Polyolefine (FPO).

GFK Pool & Co.: Vorteile der Vorfertigung

Die Eigenschaften von hartem PVC: hohe Formstabilität, sehr glatte Oberfläche, geringe Abnutzung nach Jahren, temperaturbeständig und diffusionsdicht, befliesbar, freitragende Beckenkonstruktionen, Maßgenauigkeit. GFK Pool: kompakte Bauweise, schnelle Montage, stabiler Aufbau, lange Haltbarkeit der Beckenform und Stabilität, wasserpflegemittelbeständig. FPO Pool: robuste, flexible Kunststoffe mit vielen Einsatzmöglichkeiten, durchgefärbt, langlebig, pflegeleicht. Der Kunststoff Polystone kann mit vielen positiven Eigenschaften punkten: Er ist materialbeständig, widerstandsfähig, durchgefärbt.

Fertigbecken oder Einstückbecken werden im Schwimmbadbau werkseitig vorproduziert und dann zum Kunden transportiert. Dieser hohe Grad der Vorfertigung bedeutet einen großen Vorteil. Hersteller können sie günstig produzieren und direkt am Standort montagefreundlich aufbauen. Die Bauzeit vor Ort ist sehr kurz. Da diese Pools normalerweise in einer Produktionshalle hergestellt werden, ist man bei der Produktion wetter­unabhängig. Die oben gezeigten Bilder stammen von drei verschiedenen Herstellern und vermitteln einen kleinen Eindruck von der Praxis.

Swimming-Pool aus Beton: Traditionelles Baumaterial

Im Schwimmbadbau ist Beton ein traditionelles Baumaterial. Die Vorteile eines Betonpools: Stabile Bauweise und individuelle Formen sind möglich. Auch bei schwierigem Untergrund und in Hanglagen sind sie machbar. Beim Beton gibt es verschiedene Möglichkeiten. Zum Beispiel die Ausführung des Beckens in Sichtbetonbauweise. Dies ist allerdings eine Angelegenheit für erfahrene Experten. Denn hier kommt es auf genaues Arbeiten an und der verwendete Beton muss wasserundurchlässig und druckwasserdicht sein. Eine Alternative: die Auskleidung des Beckens (Beton oder gemauert) zum Beispiel mit Fliesen.

Auch Beläge aus Naturstein sind machbar. Eine günstige Möglichkeit ist es, den Pool mit Kunststofffolien auszukleiden, den Klassikern unter der Schwimmbad­abdichtung. Sie sind preiswert, schnell installiert und es gibt sie in vielen Farben und Dekoren. Außerdem dichten sie zuverlässig ab und eignen sich für komplizierte ­Beckenformen. Bei Folien gilt das Grundprinzip „je stärker, desto besser“.

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