7 wertvolle Tipps zur Filteranlage für den Swimmingpool

Swimmingpool mit Filteranlage und Umwälzpumpe: 7 wertvolle Tipps
Filteranlage und Umwälzpumpe müssen einwandfrei funktionieren, wenn der Swimmingpool eine langfristige Freude darstellen soll. Foto: Bernhard Müller

Wer einen eigenen Swimmingpool im Garten haben möchte, sollte sich frühzeitig Gedanken um einen passenden Filter machen. Filteranlagen sorgen dafür, dass Schmutz, Schwebstoffe und andere Verunreinigungen aus dem Poolwasser gefiltert werden und ausschließlich sauberes Wasser im Becken zurückbleibt.

Gerade neue Poolbesitzer oder Eigenheimbesitzer, die einen eigenen Swimmingpool bauen möchten, sind für Tipps zu Filtern dankbar. Deshalb liefert dieser Beitrag gleich sieben wertvolle Tipps zu Filteranlagen für den heimischen Pool.

1. Bereits beim Bau des Pools einen geeigneten Filter einbauen

Viele Hausbesitzer liebäugeln mit einem eigenen Pool. Der Garten hinter dem Haus ist verlockend und der Gedanke an das kühle Nass direkt am eigenen Heim reizt viele Eigenheimbesitzer. Leider gilt der heimische Swimmingpool immer noch als Luxusanschaffung.

Natürlich ist es möglich, mit eigener Arbeit und dem richtigen Sparpotential, einen eigenen Pool zu bauen. Wichtig ist, beim Bau des Pools ganzheitlich zu denken. Bereits in der Planungsphase denken Bauherren an die Filteranlage, die das Poolwasser später reinigen soll.

Professionelle Schwimmbadbauer können bei der Planung, Gestaltung und dem Bau von Pool und Filter helfen. In jedem Fall sollte kein Swimmingpool ohne Filter gebaut werden. Denn nur eine gute Filteranlage sichert die Gesundheit der Nutzer des Pools.

2. Den Filter auf die Poolgröße abstimmen

Bei den Poolfiltern gibt es zahlreiche Optionen. Am beliebtesten sind Sandfilteranlagen, wobei auch Filteranlagen mit Kartuschen möglich sind. In jedem Fall sollte der Filter zur Größe des Pools passen. Dabei geht es sowohl um die Größe des Filterbehälters als auch um die Leistung der Anlage. Denn nur mit einem passenden Filter lässt sich das Poolwasser effizient und vollständig filtern.

Bei einer Poolgröße von bis zu 25 Kubikmeter sollte der Filterbehälter einen Durchmesser von 300 Millimeter haben. Hat das Becken eine Größe von etwa 55 Kubikmetern, muss der Filterbehälter rund 500 Millimeter im Durchmesser haben. Was die Leistung angeht, sind die Richtwerte ebenfalls gestaffelt:

  • Pools von bis zu 30 Kubikmeter Größe: Die Leistung sollte acht Kubikmeter pro Stunde betragen.
  • Pools von 30 bis 40 Kubikmeter Größe: Die Leistung sollte mindestens zehn Kubikmeter pro Stunde betragen.
  • Pools von 40 bis 50 Kubikmeter Größe: Die Leistung sollte mindestens zwölf Kubikmeter pro Stunde betragen.

In dieser Weise steigert sich die Leistung je nach Fassungsvermögen des Beckens. Eine gute Filteranlage wälzt das gesamte Wasser im Swimmingpool innerhalb von vier bis fünf Stunden um. So lässt sich für jede Poolgröße berechnen, welche Leistung der Filter erbringen muss.

Filteranlage von Swimmingpool mit Umwälzpumpe
Der Technikraum eines Pools mit Filterkessel (Mitte) und Umwälzpumpe (vorne rechts). Foto: Bernhard Müller

3. Die Pumpe, das Herzstück jeder Filteranlage

Eine Umwälzpumpe ist unerlässlich, wenn es um den Filter eines Swimmingpools geht. Sie saugt das Wasser in die Filteranlage hinein und sorgen so dafür, dass das Wasser gefiltert werden kann. Bei der Wahl der richtigen Umwälzpumpe ist auf zwei Dinge zu achten: Ihre Position im Verhältnis zum Wasserspiegel und ihre Leistung im Verhältnis zur Größe des Behälters.

In jedem Fall lohnt es sich, sich online zu informieren, welche Pumpe ein gutes Preis-Leistungsverhältnis besitzt. Unter https://www.bild.de/vergleich/poolpumpe-test/ finden Interessierte einen großen Vergleich verschiedener Pumpen.

Selbstansaugend versus normalsaugend

Eine selbstansaugende Poolpumpe lässt sich problemlos oberhalb des Wasserspiegels aufstellen. Sie kann sich, dank eines Vorfilters, selbst entlüften. Das Wasser, das sich im Vorfilter befindet, kühlt gleichzeitig die Umwälzpumpe. Eine normalsaugende Pumpe hingegen muss zwingend unterhalb des Wasserspiegels stehen, da sie sonst durch den Trockenlauf verschleißt und undicht werden kann.

Die richtige Leistung

Je größer der Filterbehälter ist, desto stärker darf die Pumpe sein. Bei einem Behälter von 300 Millimeter Durchmesser kann die Pumpe mit 450 Watt arbeiten. Größere Behälter lassen eine höhere Leistung zu. Das sorgt dafür, dass die Umwälzpumpe ausreichend Wasser für die Filterung ansaugt.

4. Verschiedene Filtermedien zur Auswahl

Wie bereits weiter oben beschrieben, gibt es verschiedene Filteranlagen, die mit unterschiedlichen Filtermedien arbeiten. Am bekanntesten sind die Sandfilter. Sie werden mit Quarzsand gefüllt. Alle gefilterten Partikel landen schlussendlich genau in diesem Sand, während das Wasser hindurchfließen kann.

Das Portal Chemie.de erklärt, unter https://www.chemie.de/lexikon/Quarzsand.html wie genau sich Quarzsand zusammensetzt. Sandfilteranlagen können alternativ mit Filterglas oder Polyethylen-Bällen gefüllt werden. Gerade Filterglas eröffnet wesentlich bessere Ergebnisse, da das Glas eine besonders glatte Oberfläche hat. Obwohl das Filterglas in der Anschaffung etwas teurer ist, lohnt sich die Investition, um in der Folge weniger Arbeit, geringere laufende Kosten und eine bessere Leistung zu erzielen.

Kleinere Swimmingpools können zudem mit Filteranlagen mit Kartuschen betrieben werden. Auch sie können das Wasser des Pools ordentlich aufbereiten – wenn der Pool nicht zu groß ist. Wichtig ist, auf hochwertige Filtermedien zurückzugreifen, um gute Ergebnisse zu erzielen.

5. Reinigung des Filters nicht vergessen!

Damit die Verunreinigungen, die aus dem Wasser herausgefiltert wurden, nicht für immer im Sand des Filters bleiben, müssen Poolbesitzer an die regelmäßige Reinigung denken. Denn wenn die Kapazität des Quarzsandes aufgebraucht ist, nimmt die Filterleistung ab und das Wasser verdreckt.

Aus diesem Grund haben Sandfilteranlagen eine sogenannte Rückspülfunktion. Sobald der Manometer einen erhöhten Wasserdruck anzeigt, sollte der Rückspülvorgang eingeleitet werden. Als Faustregel gilt hier ein Anstieg um mindestens 0,5 bar. Die Funktionsweise eines Manometers ist hier gut erklärt: https://www.lernhelfer.de/schuelerlexikon/physik-abitur/artikel/manometer

Bei einer Rückspülung wird das Wasser aus dem Pool in den Sandfilter eingebracht, um den Sand damit durchzuspülen. Achtung: Das Wasser darf danach nicht in den Pool zurückgeführt werden! Es ist verunreinigt und gehört in die Abwasserleitung oder Sickergrube. Der Vorgang dauert etwa zehn Minuten. Dann ist der Sand wieder aufnahmefähig und der Filter läuft wieder reibungslos.

6. Sandfilteranlagen: Den Sand regelmäßig wechseln!

Der Quarzsand, der als Filtermedium verwendet wird, kann nicht ewig im Filter verbleiben. Auch wenn er regelmäßig durch die Rückspülfunktion gereinigt wird, muss er irgendwann ausgetauscht werden.

Spätestens nach zwei bis fünf Jahren sollte der komplette Sand gewechselt werden. Dazu müssen Poolbesitzer die Anlage abstellen und sie vom Strom nehmen. Besonders sinnvoll ist der Austausch des Sandes also in den Wintermonaten, wenn der Pool nicht genutzt wird. Zunächst ist das Wasser aus der Pumpe abzulassen, bevor der Sand entnommen werden kann.

Ist der Filterbehälter leer, ist es wichtig, ihn auf Dreck, Löcher und andere Defekte zu untersuchen. Ist alles in Ordnung, kann neuer Sand eingefüllt werden. Bevor die Anlage wieder in Betrieb genommen wird, sollte sie einmal der Rückspülfunktion unterzogen werden.

7. Die Filteranlage im Winter richtig schützen

Um im Frühjahr keine böse Überraschung zu erleben, ist es sinnvoll, die Filteranlage korrekt einzuwintern. Steht die Filteranlage im Freien, kann es im Winter dazu kommen, dass das Wasser in der Pumpe und in den Leitungen einfriert. Es braucht dann mehr Platz. Die Konsequenz: Die Leitungen platzen.

Wenn die Sandfilteranlage also draußen überwintern soll, ist es wichtig, alle Leitungen zu leeren. Zunächst lassen Poolbesitzer das Wasser des Pools über den Filter ablaufen. Im zweiten Schritt erst wird das Wasser aus der Filteranlage abgelassen. Dann sollte die Anlage gut trocknen. Es ist also wichtig, nicht zu spät im Jahr mit diesen Maßnahmen zu beginnen. Der Oktober eignet sich gut dafür. Es ist nicht unbedingt nötig, den Sand aus der Filteranlage zu entnehmen.

Manche Sandfilter haben eine „Winterstellung“. Diese kann nach den Einwinterungsmaßnahmen in Betrieb genommen werden. Poolbesitzer sollten hier auf die Instruktionen des Herstellers achten.

Scroll to Top