Poolfilter: Funktion und Arten

Poolfilter Pool Zubehör Wasseraufbereitung
Ohne guten Poolfilter kein klares Poolwasser. Foto: Ospa

Dem Poolfilter kommt eine tragende Rolle als Pool Zubehör für die Wasseraufbereitung zu: Je besser dessen Filtration unerwünschte Stoffe aus dem Beckenwasser fischt, umso höher ist die Wasserqualität. Wir erklären, wie sie funktionieren und worauf bei der Auswahl zu achten ist.

Die individuellen Vorlieben bezüglich Gestaltung, Ausstattung und Bauart mögen unterschiedlich sein, in einem Punkt sind sich aber aktuelle und zukünftige Poolbesitzer einig: Das wichtigste Ziel bei Planung und Bau eines Schwimmbeckens ist quellfrisches, geruchloses und klares Beckenwasser.

Um dieses Ziel zu erreichen, ist ein Pool Zubehör besonders wichtig: der Poolfilter. Schließlich wird ein Teil des Beckenwassers permanent durch die Skimmer oder über die Überlaufrinne aus dem Pool in den Aufbereitungskreislauf befördert und durch die Umwälzpumpe dem Filter zugeführt. Dieser erfüllt dann die Aufgabe, dem Badewasser mittels Filtration nicht erwünschte Stoffe wie Haare, Textilfasern oder Hautschuppen zu entziehen.

Sandfilter sind die gängigste Variante

Die gebräuchlichste Bauart bei privaten Schwimmbädern sind Sandfilter. Als Filtermaterial kommt hier spezieller Quarzsand zum Einsatz, an dessen feinen Körnern sich die Schmutzpartikel beim Passieren anlagern. Seit einiger Zeit macht allerdings auch speziell behandeltes Glasgranulat als neues Filtermaterial von sich reden.

Auf dem Markt für private Pools buhlen vor allen Dingen zwei Bauarten von Schwimmbadfiltern um die Gunst der Kunden: Ein- und Mehrschichtfilteranlagen.

Während die deutlich preiswerteren Einschichtanlagen nur über eine wirksame Filterschicht verfügen, haben Mehrschichtfilter deren zwei: nach der Sandschicht passiert das Wasser hier noch eine weitere Schicht, die meist aus Aktivkohle oder artverwandten Materialien besteht. Dadurch entziehen Mehrschichtfilter dem Wasser auch feinste Geruchs- und Geschmacksstoffe.

Nicht an der falschen Stelle sparen!

Besonders wichtig für die Leistungsfähigkeit eines Filters ist neben dem Filtermaterial vor allen Dingen eine optimale innere Wasserverteilung, damit das Wasser gleichmäßig über die gesamte Filterfläche verteilt wird und keine Totzonen entstehen können, in denen es nicht zu einer Durchströmung kommt und das Filtermaterial deshalb verbacken oder gar verkeimen kann.

Renommierte Hersteller greifen hier teils auf mehrere Jahrzehnte Erfahrung zurück und bieten deshalb Produkte an, mit denen der Kunde immer auf der sicheren Seite ist.

Wer an diesem Pool Zubehör spart, spart definitiv an der falschen Stelle. Denn je besser das Pool Zubehör seine Aufgabe erledigt, umso besser ist die Wasserqualität und umso geringer ist der Verbrauch an Wasserpflegemitteln. Denn was nicht da ist, muss die Pooltechnik auch nicht durch Desinfektion unschädlich machen.

Rückspülung wichtig für die Wasserqualität

Die Kehrseite der Medaille: Je wirkungsvoller der Filter arbeitet, umso mehr Schmutzpartikel sammeln sich in seinem Inneren an – ähnlich wie bei einem Staubsauger. Und deshalb muss der Poolbesitzer das Filtermaterial regelmäßig reinigen.

Doch keine Angst: Bei einem Poolfilter artet die regelmäßig durchzuführende Poolreinigung nicht in eine anstrengende Putzorgie aus. Das Verfahren ist hier so einfach wie bequem: Die Fließrichtung des Wassers wird einfach umgekehrt und seine Fließgeschwindigkeit erhöht. Experten nennen das Prozedere deshalb folgerichtig Rückspülung.

Und so funktioniert’s: Die Rückspülung wirbelt das Filtermaterial auf und die einzelnen Elemente – also zum Beispiel die Sandkörner – reiben aneinander. Die Schmutzpartikel lösen sich dadurch und das vorbeifließende Wasser nimmt sie auf.

Positiver Nebeneffekt: Die Rückspülung lockert das Filtermaterial wieder auf. Ist der Rückspülvorgang beendet, wird das Spülwasser zusammen mit den ausgespülten Schmutzpartikeln und dem durch die Reibung entstehenden Filtermaterialabrieb in den Abwasserkanal des Hauses geleitet und durch Frischwasser ersetzt – in der einschlägigen Fachliteratur als Klarspülen bezeichnet. Eine Filteranlage arbeitet also in drei Betriebszuständen: Filtration, Filter rückspülen und klarspülen.

Schauglas hilft bei der Kontrolle

Hochwertige Filter verfügen übrigens oft über ein Schauglas, damit der Nutzer sieht, wann das Wasser im Filter wieder klar ist und nicht übermäßig lange klarspült. Das verhindert unnötigen Wasser- und Energieverbrauch – schließlich muss das nachgefüllte Wasser erst wieder auf die gewünschte Badetemperatur erwärmt werden.

Durch das regelmäßige Rückspülen seines Filters verhindert der Poolbesitzer das Verbacken und Verkleben des Filtermaterials und damit das gefürchtete Verkeimen, das nicht nur zu einer deutlich schlechteren Qualität seines Badewassers, sondern auch zu einem erhöhten Verbrauch an Wasserdesinfektionsmitteln führt.

Auf bewährtes Qualitätsprodukt zurückgreifen

Schließlich befinden sich die Schmutzpartikel solange im Wasserkreislauf, bis sie durch die Rück- und die daran anschließende Klarspülung endgültig in den Kanal gelangen – auch wenn man sie im Wasser nicht mehr sieht.

Bei einer Filteranlage kommt es also nicht nur darauf an, wie gut sie die Schmutzpartikel aus dem Poolwasser herausfiltert sondern auch darauf, wie gut sie diese Partikel bei der Rückspülung wieder abgibt. Falls der Rückspülvorgang nicht optimal verläuft, wird das Filtrationsergebnis nämlich von Mal zu Mal schlechter.

Wer beim Kauf eines Poolfilters auf ein bekanntes und bewährtes Qualitätsprodukt zurückgreift, erhält deshalb auch exakte Angaben für das richtige Durchführen der Rückspülung.

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