Faszination Pool
Foto: Tom Philippi

Wer sich heute für einen Pool im eigenen Garten interessiert, setzt damit nicht zuletzt ein persönliches Statement. Es geht um die Schaffung eines außergewöhnlichen Raumes, um eine Erweiterung des Wohnbereichs ins Freie. Wer sich den Traum vom eigenen Pool erfüllen will, muss einige Fragen im Vorfeld klären.

Der eigene Pool ist für viele Hausbesitzer ein langgehegter Traum. Eine aktuelle Studie des Online-Portals houzz.de über Gartentrends in Deutschland macht deutlich: Die Hauptmotivation der Eigentümer und Mieter, die ihren Außenbereich renovieren, wollen ihr Zuhause nach ihren eigenen Vorstellungen umgestalten.

Deswegen geht es beim Großteil der Umbaubaumaßnahmen nicht um kosmetische Eingriffe. Knapp 50 Prozent der von Houzz Befragten wollen ihren Außenbereich komplett überarbeiten. Ein neuer Pool ist für 6 Prozent aller Befragten ein zentraler Faktor ihres Gartens. Vielen geht es dabei um eine Erweiterung ihres Wohn- und Lebensraums in den Garten hinein.

Der Pool als Teil der Gartenplanung

Der Pool ist Teil einer Gesamtkonzeption, die Wasser als eines von mehreren Komponenten einer gelungenen Gartenplanung begreift. Die anspruchsvolle Pool- und Gartengestaltung sollte man in die Hände ausgewiesener Fachleute legen: Zu nennen sind hier Schwimmbadbauer, Garten- und Landschaftsbauer, Landschaftsarchitekten oder Experten für das Verlegen Stein, Pflaster und Beton.

Die Integration eines Pools oder einer kleineren Wasserstelle muss immer die Proportionen der Gesamtanlage im Auge behalten. Deswegen passt ein 8 x 4 Meter Standardbecken in kleineren Gärten nicht zum Gesamtambiente. Generell gilt: Größe und Form des Pools sind sehr variabel. Neben langen und schmalen Pools, sogenannten Schwimmkanälen, kommt angesichts des begrenzten Raumangebots städtischer Grundstücke der Minipool immer mehr in Mode beim Schwimmbadbau.

Den Pool topografisch einbetten

Um den Pool nicht als Fremdkörper zu empfinden, spielt die Ausarbeitung des Übergangs von Pool und Garten eine entscheidende Rolle. Es gibt viele Varianten, um diesen Übergang spannend zu gestalten: zum Beispiel Holzdeck, Naturstein, Treppengestaltung oder Infinity-Rinne.

Dies gilt auch für die Gestaltung von Schwimmhallen, die immer weniger monolithische Einheiten im Keller sind. Sie betonen den Übergang ins Freie. Dies erfolgt zum Beispiel über Glasfronten und direkte Zugänge zur Terrasse.

Der Pool: Verschiedene Beckenarten

Wie oben erwähnt, sollten Experten die Planung eines Pools in die Hände nehmen. Wenn es um den Pool und die Pooltechnik selbst geht, ist ein kompetenter Schwimmbadbauer gefragt. Er erstellt anhand des vorhandenen Budgets ein realistisches Angebot.

Bei der Art des Pools unterscheidet man grob zwischen folgenden Varianten: die kostengünstigen Stahlwandbecken sowie verschiedene Styropor- und Schalungssysteme. Sehr beliebt sind auf Grund der schnellen Bauzeit Fertigbecken aus Polyester oder GFK. Dazu kommen die hochpreisigeren Pools aus Edelstahl, hochwertigem Naturstein bzw. mit Mosaikauskleidung.

Die Technik im Pool

Entscheidend für ein positives Poolerlebnis ist eine gute Wasseraufbereitung. Das Wasser eines Schwimmbeckens ist dauerhaft in einem Umwälzungskreislauf begriffen. Nur so kann es in einem hygienisch einwandfreiem Zustand sein. Das Wasser fließt zunächst aus dem Pool und wird dann zum Filter gepumpt, wo es gereinigt wird. Anschließend gelangt das Wasser über Einströmdüsen wieder in das Becken zurück.

Dabei gibt es zwei technische Varianten, wie das Wasser vom Pool zum Filter gelangt: Skimmer oder Überlaufrinne. Der Skimmer saugt das Wasser über die Filterpumpe ab und leitet es zum Filter. Die Überlaufrinne ist anspruchsvoller zu planen und zu bauen und deshalb die teurere Variante. Eine Überlaufrinne fängt das überflüssige beziehungsweise verunreinigte Oberflächenwasser eines Pools sofort auf und befördert es direkt zur Filteranlage weiter.

Warum Chemie im Pool sinnvoll ist

Neben dieser physikalischen Wasseraufbereitung sind weitere Maßnahmen nötig, um das Wasser im Pool optimal zu halten. Grundlage für eine funktionierende Wasserpflege ist sicher die Filtration und Umwälzung, denn ohne diese ist die chemische Aufbereitung nahezu wirkungslos. Jedoch muss man beachten, ein optisch klares Wasser muss kein biologisch reines Wasser sein, es bedarf der chemischen Wasseraufbereitung. Mit der chemischen Wasseraufbereitung schafft man die Voraussetzung für ein „gesundes“ Wasser im Pool.

Die Basis für die Wasserpflege ist der richtige pH-Wert – der optimale Bereich liegt zwischen 7 und 7,4. Er schafft die Grundlage für die Wirkungsweise der eingesetzten Wasserpflegemittel. Sehen Sie das am Beispiel Chlor: Es ist immer noch das gebräuchlichste und am weitesten verbreitete Desinfektionsmittel ist. Bei einem pH-Wert von 6 liegt die Wirksamkeit des Chlores bei maximal 92 Prozent. Bei einem pH-Wert von 8 dagegen sinkt die Wirksamkeit des Chlores auf maximal 25 Prozent. Wer kein Chlor oder andere Chemikalien in seinem Pool wünscht, greift alternativ auf Pools mit natürlicher Wasseraufbereitung zurück. Bei der Planung einer solchen Anlage ist die Kompetenz eines ausgewiesenen Naturpoolexperten heranzuziehen.