Wellnesshotel mit Schwimmteich

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Idyllisch und natürlich: Der Schwimmteich von Haubers Alpenresort im Allgäu. Foto: Sigrid Hauber

In Meerau bei Oberstaufen liegt Haubers Alpenresort, ein von Kennern geschätztes Wellnesshotel im idyllischen Allgäu. Die Anlage verfügt über konventionelle Swimmingpools, eine Sauna und seit 2015 einen Naturbadesee. Den legte der Hotelbesitzer selbst an und erzählt hier die Geschichte dazu.

“Die Topografie des Grundstücks in unserem kleinen Tal am Fuße des Hochgrats war prädestiniert für den Bau des natürlichen Schwimmteichs. Ein Nord-Süd-Gefälle von 2,50 Metern auf 60 Meter sowie ein Ost-West-Gefälle von zwei Metern auf 120 Meter ermöglichte eine harmonische Formgebung und ließ somit eine moderate Dammhöhe von der Süd-West-Seite zu.

Den Damm modellierte ich hügelig, die am Horizont liegende Bergkette andeutend. Die anderen Uferzonen ergaben sich aus der vorherigen natürlichen Topografie. Im Seeufer-Bereich und im Filterbereich setzten wir nur vier verschiedene Pflanzenarten ein: Schilf, Rohrkolben, Binsen und Iris. Alles heimische Pflanzen, die an jedem Allgäuer See vorkommen. Außerhalb des Wassers finden sich ­Wiesen und Rasenflächen.

Flanierweg um den Schwimmteich des Wellnesshotels

Um den See herum führt ein Flanierweg mit 2,30 Metern Breite, der auch im Winter geräumt ist. Im weiteren Umfeld liegen unsere Wiesen, jedoch keine Bäume, keine Büsche und viel freie Wasserfläche. Insgesamt haben wir bei den Bauarbeiten 6. 500 Kubikmeter Erde bewegt und circa 2. 800 Pflanzen. Die Bauarbeiten begannen im September 2014 und endeten im August 2015.

Wir entschieden uns damals für den Bau des Naturpools beziehungsweise Naturbadesees, um ­unsere großzügige Hotelanlage mit ihrem 1,3 Hektar großen Garten zum einen optisch zu erweitern. Zum anderen wollten wir, als Ergänzung zu unserem konventionellen Hallenbad und dem Außenpool, eine zusätzliche Bademöglichkeit mit natürlichem Wasser anbieten. Außerdem dient die Schwimmzone unseren Saunagängern in unserem „Haus am See“ ganzjährig als Erfrischung und Abkühlung.

Dominanter Bestandteil für das Wellnesshotel

Größe und Form des Sees sollten sich nach meinen Vorstellungen dem verfügbaren Grundstück anpassen. Die Schwimmzone sollte unter Berücksichtigung optimaler Wasserqualität so großzügig wie möglich werden. Die Wasserfläche sollte dominanter Bestandteil der Außenanlage werden des Wellnesshotels. An der Südseite von unserem Gutshof sehen 40 Zimmer direkt auf den See.

Darüber hinaus ist er integraler Bestandteil des „Haus am See“ und der Außenauna mit Seeblick (Glasfläche 6,0 x 2,30 Meter) sowie unserer verschiedenen Terrassen. Ruheraum und Fitnessraum sind ebenfalls vollverglast mit Blick über den See in die Berge.

Herzstück des Wellnesshotels ist die Loungezone: Durch eine Glasöffnung im ­Boden wird unseren Gästen hier sichtbar gemacht, dass sich direkt unter dem Haus eine Wasserscheide befindet. Große Glasscheiben zwischen Saunas und Lounge sorgen hier für Weitblick und Transparenz.”

Informationen zum Schwimmteich

Schwimmzone: 700 qm, Wassertiefe: 1,30 – 2,30 m, Wasservolumen: 2.200 Kuikmeter
Regenerationszone: 1.800 qm (strikt voneinander getrennt), Wassertiefe: 0 – 1,30 m
Technik, Ausstattung & Wasseraufbereitung: Filterkreislauf besteht aus betoniertem ­Kasten mit Spaltenboden, 1,25 m tief, 5 x 20 m groß, mit 60 Tonnen Filtersubstrat gefüllt, bepflanzt mit Schilf. Der Filter leistet auch bei 5 °C Wassertemperatur 80 % seiner biologischen Funktion, friert somit nicht ganz zu und kann im Winter die Gäste der Finnischen Sauna abkühlen.
Die Regenerationszone ist gänzlich mit Naturlehm vor Ort gebaut und abgedichtet. Der Gesamtwasserstand kann bis zu 15 cm erhöht werden, um bei starken Niederschlägen ein Rückhaltedepot zu sein. Sämtliche Abläufe, auch die Drainage unter dem Betonbecken der Schwimmzone, laufen im Freispiegel ab. Das Zulaufwasser ist eine eigene Quelle mit 9 – 20 m³ Schüttung in 24 Stunden (je nach Trockenheit).
Ein unterirdischer Filter- und Technikkeller (5 m x 2,50 m x 2,30 m) ermöglicht den sofortigen Zugang zu allen Rohrsystemen des Sees. Diese sind vollständig mit Trinkwasserdruckrohren und Plasson-Schweißmuffen angefertigt. Für etwaige Spülungen können somit 16 – 19 bar durchgeführt werden. Spezielle Absperrventile ermöglichen, jeden Filter oder Reinwasserkreis zu dosieren. Ein separater Pumpenschacht sammelt das Wasser der Gravitationsfilter.
Zwei kaskadierte Pumpen fördern das Reinwasser in die Schwimmzone. Gravitations- und Druckfilter sind so angeordnet, dass die natürliche Oberflächendriftung des Wassers von West nach Ost in Richtung Skimmer bei Windstille unterstützt und aufrechterhalten wird. Regelventile ermöglichen die Einstellung der Strömungsgeschwindigkeit auf ca. 0,5 m pro Stunde – wichtig als Wohlfühlfaktor für das Zooplankton. Sorgfältig verlegte Ringdrainage verhindert Nährstoffzufluss aus dem umliegenden Erdreich.
Planung & Schwimmteichbau: Klaus Hauber
Haubers Alpenresort: Inhaber Sigrid und Klaus Hauber, Meerau 34, 87534 Oberstaufen,

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