Neue Quellen für Pool Energietipps

Die steigenden Energiepreise stellen die Schwimmbadbranche vor gewaltige Herausforderungen. Pool Energietipps werden dadurch immer wichtiger. Wir stellen hier verschiedene Modelle vor, mit denen das Thema Pool Energietipps jetzt schon in die zukünftige Richtung gelenkt wird.

Die in den vergangenen Monaten extrem gestiegenen Energiekosten haben das Konsumverhalten der Menschen stark beeinflusst. Gerade Poolbesitzer oder solche, die es gerne werden möchten, werden daher mit der Thematik Pool Energietipps konfrontiert. Zumal der Energieverbrauch eines Schwimmbades in der Tat nicht zu unterschätzen ist. Denn ein Pool braucht einiges an Energie, um seinen Besitzern allumfassend Spaß und Freude zu bereiten.

Es gibt dennoch keinen Grund, den Pool einfach abzuschalten oder seine Anschaffung zu stornieren. In Sachen Energieeffizienz ist die Pool- und Wellnessbranche nämlich seit jeher innovativ, um die Verbräuche auf ein Minimum zu reduzieren. Und daher gibt es einige Themen, welche die Pool Energietipps in den Vordergrund rücken. Das kann aber auch bedeuten, neue Energiequellen zu erschließen oder ganz neue Systeme zu entwickeln, die von sich aus sparsam sind. Im folgenden zeigen wir einige Beispiele zu den Pool Energietipps.

Den Pool nahezu autark betreiben

Als waschechte Schwaben aus Drackenstein am Aufstieg zur Schwäbischen Alb hat die Firma Daubenschüz Wassertechnik schon frühzeitig damit begonnen, die Pool Energietipps zu perfektionieren. So haben sie ihren Pool im Ausstellungszentrum so präpariert, dass sie nahezu keine externe Energie zukaufen müssen, um ihn vollumfänglich betreiben zu können. Mit Fotovoltaik und Solarthermie können sie ihren Pool nun deshalb nahezu komplett autark betreiben. Die Fotovoltaikanlage auf dem überdachten Sitzplatz erzeugt 4,26 Kilowattpeak (kWp) an Strom, der Speicher sieben Kilowattstunden (kWh). Für die Warmwassergewinnung betreiben die Daubenschüz‘ eine Solarthermie mit fünf Platten und einen Pufferspeicher mit 1 000 Litern Wasservolumen.

Sie haben das System so eingerichtet, dass die Umwälzpumpe der Schwimmbadheizung mit Hilfe eines Wärmetauschers aus dem Pufferspeicher erwärmtes Wasser herausholt, sobald der Pool es anfordert. Zusätzlich ist für die Erwärmung des Schwimmbadwassers eine Wärmepumpe installiert. Der gesamte Strom für die Schwimmbadanlage wird über die Fotovoltaikanlage mit Batterie gedeckt. Im Frühjahr schaltet sich die Wärmepumpe zu, bei den kühlen Temperaturen dauert es sonst eine Weile, bis das gesamte Wasservolumen erwärmt ist. Auf jeden Fall haben die Daubenschüz‘ damit quasi einen Prototypen für den nahezu autarken Poolbetrieb geschaffen.

Daniel Daubenschüz

ist mit seinem Vater Franz Geschäftsführer von Topras-Partner Daubenschüz Wassertechnik aus Drackenstein nahe Stuttgart.

Mit der Kraft der Sonne

Mit dem Thema Pool Energietipps und Energieversorgung mit der Kraft der Sonne kennt sich die Firma Oku Obermaier bestens aus. Schon seit 1977 ist sie mit dem „Oku Absorber“ am Markt. Heute bildet die „Oku Schwimmbad-Solarheizung“ den Standard des Solarprogramms. Ein Schwimmbad benötigt eigentlich keine sehr hohen Temperaturen, dennoch müssen große Wassermengen erwärmt werden. Beim klassischen 8,0 x 4,0 Meter großen Becken mit einer Wassertiefe von 1,50 Metern sind immerhin 48 Kubikmeter Wasser zu erwärmen. Es ist sinnvoll, diese Anlagen mit großer Durchflussmenge auf relativ niedrigem Temperaturniveau zu betreiben. Aufgrund einer verwirbelten Durchströmung der Absorber verspricht die „Oku Schwimmbad-Solarheizung“ für die Pool Energietipps einen hohen Wirkungsgrad bei geringem Druckverlust.

Die „Oku-Solarabsorber“ bieten die optimalen Voraussetzungen für den Betrieb von Solar-Schwimmbadheizungen. Foto: Oku Obermaier

Die einzelnen Absorber werden in einem Stück hergestellt, es gibt sie in drei Größen und verschiedenen Anschlussvarianten. Sie sind chemikalienbeständig, schwimmbadwasserfest, absolut frostsicher, zu hundert Prozent sicher gegen Tierverbiss und vollflächig begehbar. Es handelt sich um ein Baukastensystem: Die Montage ist sowohl der Länge als auch der Breite nach möglich. Der Anschluss der einzelnen Absorberreihen erfolgt nach dem sogenannten „Tichelmann-System“: gleiche Leitungswege für jede Reihe. Oku empfiehlt jedoch, nicht mehr als acht Absorber hintereinanderzuschalten.

Zum Zubehör gehören neben dem Absorber ein Differenz-Temperaturregelgerät, Filteranlage, Vor- und Rücklauf-Solarkreis, ein Drei-Wege-Motor-Kugelhahn, Temperaturfühler für Absorber und Schwimmbad, Entlüfter, ein Kugelhahn (Fallstrombremse), ein Entleerhahn, eine Pumpe für den Solarkreis sowie ein Rückschlagventil. Für die Pumpe empfiehlt der Hersteller für die Pool Energietipps eine Durchflussmenge von 150 bis 250 Litern pro Quadratmeter Absorberfläche pro Stunde.

Andreas Obermaier

ist Geschäftsführer von Oku Obermaier aus Geretsried in Oberbayern. Er ist Fachhändler für Poolprodukte und seit 1977 mit dem „Oku Absorber“ am Markt.

Entfeuchtungs-Wärmepumpe für Schwimmhallen

Ein neues Modell bei den Pool Energietipps für den Betrieb von Schwimmhallen hat die KVS Klimatechnik GmbH entwickelt. Die Ausgangsfrage ist: Wie kann die energiehaltige, feuchte und warme Luft in der Schwimmhalle zur Energieerzeugung genutzt werden? Wo sie dann eingespeist wird, in den Raum oder ins Beckenwasser, entscheidet die Technik je nach Bedarf. Die Energie wird umgewandelt und das ist ganz wichtig in der heutigen Zeit, wo es darum geht, Energie zu sparen. Und da sind im Bereich Schwimmhallen einfache Lüftungsgeräte nicht mehr zeitgemäß.

Die Wärmepumpe reduziert die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen, indem sie die energiehaltige Schwimmhallenluft in Wärmeenergie umwandelt – eine hervorragende CO2-arme Lösung zur Beheizung der Schwimmhalle. Dieses System ist sparsam, klimafreundlich und eine nachhaltige Alternative zu teuren fossilen Heizsystemen. Durch eine Fotovoltaikanlage kann eine Schwimmhalle sogar komplett CO2-neutral und umweltfreundlich betrieben werden. Um den Wärmebedarf der Schwimmhalle in der kalten Jahreszeit wirklich decken zu können, wird die Beckenabdeckung geöffnet. In der warmen Jahreszeit, in der die Schwimmhalle keinen Wärmebedarf fordert, wird die Abdeckung dann geschlossen. Somit ist die Entfeuchtungs-Wärmepumpe eine ganzjährige Heizlösung für die Schwimmhalle.

Die Entfeuchtungsgeräte sind darauf ausgerichtet, mit Wärmepumpen gekoppelt zu werden, um die Energiekosten einer Schwimmhalle niedrig zu halten. Foto: KVS Klimatechnik

Die stufenlose Leistungsregelung passt sich den aktuellen Raumbedingungen an und entfeuchtet somit immer im optimalen Arbeitspunkt. Bedarfsabhängig wird der Wärmerückgewinn so lange an das Beckenwasser oder an den Raum abgegeben, bis der Bedarf vollständig gedeckt ist. Die Abgabe des Wärmerückgewinns an das Beckenwasser erfolgt über den im Gerät integrierten Beckenwasser-Wärmetauscher.

Wahlweise kann die Wärmeenergie auch an die Luft abgegeben werden. Durch die stufenlose Leistungsregelung wird die Entfeuchtungs-Wärmepumpe je nach Bedarf agieren. Somit ist sichergestellt, dass die Energie nach entsprechender Bedarfsanforderung an das Beckenwasser oder an die Luft abgegeben wird.

Wolfgang Federhofer

ist Geschäftsführer der KVS Klimatechnik GmbH aus Ditzingen bei Stuttgart. Sie beliefert unter anderem die Topras-Gruppe mit Klima- und Entfeuchtungstechnik.

Aus Nutzwasser wird sauberes Schwimmbadwasser

Zunehmender Starkregen und lang anhaltende Trockenperioden: Die durch den Klimawandel verursachten, öfter auftretenden Wetterextreme bereiten immer mehr Probleme. Ausgetrocknete Böden können das Wasser, wenn es denn regnet, kaum halten. Natürlich wirken sich diese Tendenzen auch auf die Pool- und Wellnessbranche aus, in der das Wasser die zentrale Rolle spielt, auch unter energetischen Gesichtspunkten.

Die Verunsicherung in der Branche hat in letzter Zeit stark zugenommen, das Geld sitzt bei den Menschen nicht mehr so locker. Schlimmer noch, Pools gelten beim einen oder anderen als entbehrliche Luxusgüter, und wenn von Wasserknappheit die Rede ist, dann steht im Raum, dass Poolbesitzer ihre Pools nicht mehr befüllen dürfen. Das entscheiden die Kommunen, denn die Wasserversorgung liegt in deren Verantwortung.

Es schreit also nach Lösungen und Pool Energietipps, um diese Szenarien zu vermeiden. Zum Beispiel die Aufbereitung von Nutzwasser, die in vielen Branchen schon gang und gäbe ist. So entwickelte sich ein System, das Brauchwasser auch für Schwimmbäder nutzbar macht. Unter den Umständen, dass sich darin immer viele Keime und ungelöste Rückstände befinden, keine leichte Aufgabe. Mit „Top Water Save“ hat Topras-Mitglieds Maitec Armaturen ein solches System entwickelt. Es schont Grundwasserressourcen und es soll Schwimmbäder weitgehend unabhängig von kommunalen Wasseranschlüssen machen.

Skizze von „Top Water Save“. Foto: Maitec Armaturen GmbH

Durch ein besonderes Filter-Modul-System wird Rückspülwasser aufbereitet und dem Becken wieder zugeführt. Zusätzlich wird über Zisternen Regen- und Nutzwasser gesammelt, welches, ebenfalls über eine mechanische Aufbereitung, das Poolbecken mit sehr guter Wasserqualität befüllt.

Das Filter-Modul-System besteht aus einer mechanischen Aufbereitung (spezielle Zyklon- und Scheibenfilter, adaptiert von Maitec), einer hydraulischen Fließgeometrie (aus der Lebensmittelindustrie adaptiert), physikalischen Abschnitten mit integrierten Steuerungen und Regelungen (ein UV-Hochleistungsgerät, auch aus der Lebensmittelindustrie). Das System kann auch nachträglich in Pools eingebaut werden. Für die Schwimmbadbranche könnte dies ein großer technischer Schritt nach vorne sein.

Lothar Mair und Johannes Gunst

Lothar Mair (rechts) ist Geschäftsführer von Maitec Armatauren aus Österreich, Johannes Gunst ist Geschäftsführer der Topras GmbH.

Der Energierechner von Grando

Die Pool Energietipps und Einsparpotenziale der Rollladenabdeckung sind legendär. Wie man sie berechnet und optimiert, das hat die Firma Grando schon vor mehr als fünf Jahren umgesetzt. Der „grando Energie-Rechner“ ermittelt Einsparpotenziale anhand des Energiebedarfs in Kilowattstunden sowie bei Einsatz der Rohstoffe Erdöl und Erdgas. Auch etwaige Energieverluste und die CO2-Bilanz lassen sich damit ausrechnen. Um die Bedienung zu vereinfachen, wurden einige realistische Parameter fest eingestellt. Angenommen wird eine mittlere Windgeschwindigkeit von 0,5 Metern pro Sekunde (m/s), was einer „geschützten Lage“ entspricht.

Für die Wassertemperatur des Frischwasserzulaufs wird mit einem Wert von sechs Grad Celsius gerechnet. Die Beckentiefe wurde auf 1,60 Meter eingestellt. Die Werte für Sonnenstunden und Umgebungstemperaturen basieren auf monatlichen Durchschnittswerten mitteleuropäischer Klimadaten.

Rollladenabdeckungen sind klassische Energiesparer für den Pool. Foto: SSF Pools by Klafs

Zur Abdeckung des Schwimmbads wurde ein Profil Marke „grando Premium“ in nicht transparenter Ausführung verwendet. Es wird davon ausgegangen, dass die Abdeckung außerhalb der Badezeit geschlossen ist. Die über die Grando-Website nutzbare Software basiert auf dem „Programm zur Demonstration der Energieeinsparpotenziale durch zeitweise Abdeckung von Freischwimmbädern“ (EDA-F 2.01), welches vom Fraunhofer-Institut für Bauphysik in Stuttgart, Gips-Schüle-Abteilung, exklusiv für die Grando GmbH erstellt und lizensiert wurde.

Frederik Granderath

ist Mitgeschäftsführer von Grando Schwimmbadabdeckungen aus Bergisch Gladbach. Sein „grando Energie-Rechner“ hilft, große Mengen
an Energie zu sparen.

Wichtige Energieeffizienz für Unterhaltskosten

Gartenpool

Beim Bau des Beckens empfiehlt es sich den Zwischenraum zwischen Becken und Erdreich mit Isolierbeton zu verfüllen. Das geht einfach und schnell und man kann dabei gleich die Rohrleitungen im Erdreich mit isolieren und gegen Beschädigung schützen. Besonders wichtig ist jedoch eine Abdeckung,  da allein die Verdunstung 70 Prozent des Wärmeverlustes ausmacht. Für die Pool Energietipps eignen sich Abdeckungen mit Solareffekt sehr gut dafür. Damit kann die Temperatur des Schwimmbeckens durch kostenlose Sonnenenergie um drei bis vier Grad pro Tag erhöht werden. Auch Schiebeüberdachungen sind diesbezüglich sehr nützlich.

Wärmepumpen haben eine sehr hohe COP-Leistungszahl von durchschnittlich über 5. Das heißt, wenn eine Wärmepumpe zwei Kilowatt Strom aufnimmt, kommen circa zehn Kilowatt Leistung heraus. Die eingesetzte elektrische Energie wird durch kostenlose Umweltwärme vervielfacht. Der geringe Stromverbrauch von Wärme- und auch Filterpumpe kann recht einfach über eine Fotovoltaikanlage gedeckt werden, wodurch die Unterhaltskosten für ein Schwimmbad extrem minimiert werden. Ist schon eine Heizungswärmepumpe für das Wohnhaus vorhanden, kann häufig auch diese für die Beheizung des Pools verwendet werden. Man benötigt dann schwimmbadseitig nur noch einen Platten-Wärmetauscher.

Auch eine Poolüberdachung hilft dabei, die Betriebskosten eines Gartenpools zu minimieren. Foto: Tom Bendix

Hallenbad

Ein Hallenbad wird das ganze Jahr über genutzt. In der Regel steht die Wassertemperatur bei 28 bis 32°C und die Lufttemperatur zwischen 30 und 34°C, um ein Wohlfühlklima für die gering bekleideten Person zu gewährleisten. Die Schwimmhallenluft ist also fast immer wärmer als die Außenluft. Hier ist nicht die Dämmung des Beckens erforderlich, sondern die Dämmung des gesamten Gebäudes/Hallenbades (außen), inklusive des meist darunter liegenden Technikraumes. Die Beheizung des Wassers und des Raumes erfolgt in der Regel über die Hausheizung, worauf der Schwimmbadbauer meist keinen Einfluss hat. Häufig erfolgt aber auch hier die Beheizung über eine Wärmepumpe, die, häufig unterstützt von einer Fotovoltaikanlage, für niedrige Heizkosten sorgt.

Auch im Hallenbad kann man mit einer Abdeckung Energie sparen, weil damit die Verdunstungsmenge stark reduziert wird und somit die Lüftungsanlage weniger entfeuchten und in Betrieb sein muss. Beim Hallenbad spielen nicht die Anschaffungs- und Investitionskosten die größte Rolle, sondern die Betriebskosten. Daher ist es sehr wichtig, dass bereits in der Planung alle Beteiligten an einem Tisch sitzen und ein vernünftiges Energiekonzept erarbeiten, um am Ende die Betriebskosten so niedrig wie möglich und die Anschaffungskosten im Rahmen zu halten.

Franz Steinbauer

aus Miltach in der Oberpfalz ist einer der erfahrensten Schwimmbadbauer im deutschsprachigen Raum. In all den Jahren hat er bei seinen Planungen stets den Ansatz der Energieeffizienz verfolgt.

Der Pool als Wärmespeicher

Alle zukunftsorientierten Energiesysteme arbeiten nach dem Prinzip der Speicherung von Energie. Batteriespeicher sind bekanntlich sehr teuer und ökologisch nicht besonders gut. Vielmehr ist Wasser ein hervorragender Energieträger und auch Speicher. Nach diesem Grundsatz kann der Pool unter bestimmten Voraussetzungen im Winter zum Energiespeicher werden.

Die Sonneneinstrahlung kann von Fotovoltaikanlagen in „grünen“ Strom umgewandelt werden, wodurch dieser über einen „Elektrolyser“ in Wasserstoff gespeichert wird. Wasserstoff ist im Gegensatz zu Batterien ein Langzeitspeicher, der über 100 Jahre nahezu verlustfrei Energie speichern kann. Die in Wasserstoffflaschen gespeicherte Energie kann in einer Brennstoffzelle „rückverstromt“ werden, sodass auf der einen Seite Wärme für die Hauserwärmung und auf der anderen Seite Strom entsteht.

Somit steht die Energie, die wir im Sommer im Überfluss haben, nun im Winter zur Verfügung. Mit dem gewonnenen Strom erzeugt eine Wärmepumpe Wärme, die wiederum zur Erwärmung des Hauses genutzt wird. Im Fall des Überflusses wird durch Sonnenenergie oder Wasserstoff die Energie in Form von Wärme im Pool gespeichert. Der Pool hat den Vorteil, dass er enorm viel Energie speichern kann, vor allem mit einer Poolabdeckung.

Gebäudeenergie-Versorgungssystem mit Wärmespeicher im Winter. Grafik: Konzeptpools

Auch gut geeignet für die Pool Energietipps ist ein Hubboden. Der von Konzeptpools verwendete Hubboden bekommt seinen Auftrieb durch eine spezielle XPS-Isolierung von circa 50 Zentimetern. So ist er perfekt gegen Auskühlung geeignet. Entsprechend der DIN beträgt das Spaltmaß zwischen Hubboden und Becken maximal acht Millimeter. Um auch hier die Verluste optimal zu verringern, befindet sich in der Konstruktion eine aufblasbare Abdichtung, die den Pool im geschlossenen Zustand optimal abdichtet und zu einem Wärmespeicher im 180 Winter macht. Somit kann jedes Grad Celsius, welches durch diesen riesigen Wärmespeicher abgespeichert wird, ein entsprechendes Haus ungefähr einen Tag mit Energie versorgen.

Um die Energie optimal aus dem Wärmespeicher zu bekommen und dem Haus zuzuführen, arbeitet man mit Flächenheizungen, die in der Wand oder unter dem Hubboden installiert sind. Somit kann man mit geringen Temperaturdifferenzen und sehr effektiv die Energie vom Wärmespeicher ins Haus bekommen. Dies geschieht mithilfe der Wärmepumpe, die wiederum den Strom vom gespeicherten Wasserstoff erhält. Und zwar über den Umweg einer Brennstoffzelle oder dem zurzeit in der Entwicklung befindlichen „Stelzer Motor“ mit Wasserstoffverbrennung. Zu erwähnen ist, dass zwischen „Elektrolyser“ und Brennstoffzelle ein Akku installiert ist, um kurzfristig Energie in entsprechender Menge zu erhalten. Hier wird also keine neue Technik entwickelt, sondern lediglich vorhandene und bewährte Techniken intelligent kombiniert.

Andreas Hübner

ist alleiniger Geschäftsführer und Mitentwickler der Firma Konzeptpools. Sie ist auf die Hubbodentechnologie spezialisiert, baut aber auch klassische Poolanlagen. Zudem ist er Maschinenkonstrukteur, Energieberater und alleiniger Geschäftsführender Gesellschafter der Starline Pool GmbH.

Solare Poolheizung „Solar-Rapid“

Einen hohen Wirkungsgrad weist die „solar-rapid“-Poolheizung von Roos Freizeitanlagen auf. Die Verteiler- und Sammelrohre sind wie die Absorberfläche aus gewelltem SolarPolypropylen. Durch die Wellung verdreifacht sich die Rohroberfläche, womit die Verteiler und Sammler zum vollwertigen Teil der solaraktiven Oberfläche werden. Darüber hinaus nimmt sie alle Arten von Sonneneinstrahlung auf, dazu gehören auch diffuse und reflektierende Strahlungen. Form und Größe sind flexibel, „solar-rapid“ ist ein Baukastensystem. Die Verteiler- und Sammelrohre sind in Eigenregie zusammenschraubbar. Der Absorber ist sonnen-, winter- und sturmfest, er widersteht Bissen von Nagetieren und den Auswirkungen geläufiger Wasserpflegemittel. Übrigens kann die solare Poolheizung von Roos auch für Schwimmteiche und Naturpools verwendet werden, wobei sie deren Wasser auf bis zu 25 Grad Celsius erwärmen kann.

Das Equipment der „solar-rapid“: Damit lässt sich die Solarheizung für den Pool eigenhändig bauen. Foto: Roos Freizeitanlagen

Solarenergie und ihre Nutzung für die Pooltechnik

Für die Schwimmbadbranche bringt Alukov ein innovatives Produkt auf den Markt, welches eine Quelle für saubere Solarenergie für Schwimmbäder ist. Mit der Solar-Pool-Pergola ist es möglich, den Energieverbrauch aus konventionellen Quellen zu reduzieren und mit der Sonnenenergie zu ersetzen. Die Pergola Solar funktioniert als inselunabhängiges System, das den Anschluss an die Elektroinstallation des Pools ermöglicht. Bei entladener Batterie kann die Poolanlage wieder über das normale Netz betrieben werden.

Die Pergola Solar liefert eine Leistung von 3,7 kWp – 4,44 kWp, je nach Größe des Modells. Die erzeugte Energie wird in einer Batterie gespeichert, die in der Standardausführung eine Kapazität von 3,1 kWp hat. Diese Kapazität reicht aus, um die Basis-Pooltechnik wie die Wasserpumpe, die Wasseraufbereitungsanlagen und die Poolbeleuchtung zu betreiben. Soll die Technik mit einem höheren Verbrauch betrieben werden, ist es möglich, das System mit zusätzlichen Batterien zu ergänzen und so die Kapazität zu erhöhen.

Der Anteil des eingesparten CO2 hängt davon ab, wie der Strom in der Region erzeugt wird. Es liegt zwischen 500 und 1500 g/kWh, so dass Pergola Solar die CO2-Emissionen um bis zu 6000 kg pro Jahr reduzieren kann.

Photovoltaik-Überdachungen bieten eine innovative Technologie, die ermöglicht, die Sonnenenergie direkt von Ihrem Dach zu gewinnen. Foto: Alukov
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