Poolbeleuchtung mit LED

Als im Oktober dieses Jahres die Kunde vom Nobelpreis an die drei japanischen Physiker Isamu Akasaki, Hiroshi Amanao und Shuji Nakamura verbreitet wurde, war von einer technischen Meisterleistung die Rede. Das Trio hatte die Welt mit der blauen LED beglückt, wobei ihnen diese Entdeckung bereits im Jahr 1992 gelungen war – die rote und die grüne LED gab es schon seit den 1950er-Jahren. Die blaue LED ist nötig, um weißes LED-Licht zu mischen, jedoch erwies sich die Forschung daran als äußerst schwierig und langwierig.

Die blaue LED ist nahezu ein Segen für die heutige Menschheit und ihren von Technik geprägten Alltag. So leistet sie im Blitzlicht der Smartphone-Kameras nützliche Dienste. Und auch die Schwimmbadbranche freut sich über sie: Ohne die blaue LED könnten Pools kaum so stimmungsvoll ausgeleuchtet werden, wie es immer öfter und kunstvoller vorkommt.

LED ist die Abkürzung für „light-emitting diode“. Vereinfacht ausgedrückt  handelt es sich dabei um winzige Halbleiterelemente, also Mikrochips, die Licht absondern, sobald Strom durch sie hindurchfließt. Dieser Prozess wird auch Elektrolumineszenz genannt. Man sagt, dass rund 40 Prozent dieses Stroms in Licht umgewandelt wird. Wie stark das Licht emittiert, hängt von der Qualität des Halbleiters ab. Die Lichtstärke wird in Lumen (lm) gemessen, die Lichtleistung in Lumen pro Watt (lm/W).

Weil über dem Mikrochip und seinem Anschlussdraht eine schützende Kunststofflinse gewölbt ist, geben die Dioden nahezu punktförmige Strahlen ab. Die Linse verbessert zudem den Lichtaustritt, Reflektoren sorgen zuvor dafür, dass das Licht in einem Ausstrahlungswinkel bis zu 180 Grad in den oberen Halbraum des Gehäuses ausgestrahlt wird. LEDs sind übrigens äußerst langlebig und sehr effizient, denn sie benötigen in der Regel rund 60 Prozent weniger Energie als die gute, alte Glühbirne.

Topras: Tief ausgeleuchtet

Der aus Edelstahl gefertigte „NT56“ ist sowohl in weißem Licht als auch als Farbvariante in RGB erhältlich. Aufgrund seiner tiefen Beckenausleuchtung ist er vor allem für die schmale Seite des Pools und überdies für den Austausch von Halogen-Scheinwerfern geeignet. Mit 99 Watt erzeugt er einen Lichtstrom von 15 000 Lumen Weißlicht und 10 000 Lumen in RGB. Er ist komplett dimmbar, sein Ausstrahlwinkel beträgt 100 Grad. Die elektronische Steuereinheit regelt jede Einheit bis zu 200 Watt, die Farblichtsteuerung erfolgt mittels der DMX-Technologie. Foto: www.topras.de

Pentair: Optimale Verteilung des Lichts

Die automatisierte Leuchte „IntelliBrite 5g“ verwendet die hellsten auf dem Markt erhältlichen LEDs. Sie ermöglicht eine Vielzahl von Farbkombinationen in unterschiedlichem Tempo und schafft so ein lebendiges und dynamisches Farbenspiel. Die Linsengeometrie sorgt für eine optimale Verteilung des stärker auf den Poolboden konzentrierten Lichts. Die Linse hat einen Standardwinkel von 180 Grad, kann aber auch schmäler eingestellt werden. Foto: www.pentairpooleurope.com

Behncke: Maximale Lichtleistung

Die in fünf Ausführungen und der Blende „CUBE Line“ erhältliche Multicolor-Leuchte „EVAlight“ ist mit der innovativen Technologie „IPC“ für maximale Licht­leistung ausgestattet. Sie sorgt dafür, dass die ­gesamte Lichtenergie nur über die LEDs verteilt wird, die auch aktiviert sind. Überdies haben die Leuchten den weiten Abstrahlwinkel von 160 Grad, womit der Pool sehr gut ausgeleuchtet wird. Foto: www.behncke.com

Chemoform: Für alle Nischen

Aufgrund seiner Universalgröße lässt sich der „LED Scheinwerfer PAR56“ ohne großen Aufwand in alle herkömmlichen Nischen installieren. Es gibt ihn in Groß und Klein sowie für den nachträglichen Einbau. Mit 30, beziehungsweise 39 weißen LEDs weist er eine Lichtleistung von bis zu 1 860 Lumen auf. Die mehrfarbige Variante bringt mit 270 LEDs eine Leistung von 510 Lumen über das gesamte RGB-Spektrum. Foto: www.chemoform.com

Wibre: Individuelle Farbgestaltung

Die speziellen RGB-W-LED-Platinen werden nun auch in die bestehenden Modelle „4.0199“ und „4.0299“ eingebaut, die vor allem für mittlere Poolgrößen ­geeignet sind. ­Damit werden die Scheinwerfer in puncto Farbgestaltung des Wassers noch individueller. Es gibt Versionen ohne Optik mit einer Streuscheibe sowie solche mit optimierten Mischlinsen. So entsteht eine sehr gleichmäßige Farbverteilung. Erhältlich sind: RGB-kaltweiß, RGB-warmweiß, RGB-neutralweiß und RGB-amber. Foto: www.wibre.de

Hugo Lahme: Aus Rotguss gefertigt

Der „VitaLight 15er Power LED 2.0“ ist aus korrosions­beständigem Rotguss und mit prozessorgesteuerter Platine, ­Sicherheitsglasscheibe sowie Unterwasserkabel ausgestattet. Die Edelstahl­blende dazu gibt es sowohl rund als auch eckig. Die Lichtfarbe ist Warmweiß, bei einer Lichtleistung von 7 100 Lumen. Der Abstrahlwinkel beträgt 120 Grad. Es gibt auch eine RGB-Ausführung mit verschiedenen Steuerungsoptionen. Sie erzielt maximal 70 Prozent der Leistung des weißen Strahlers. Foto: www.lahme.de

Planetspa: Kleiner und ­großer ­„Komet“

Von Planetspa aus der Schweiz gibt es die Unterwasserleuchten „Smartlight Komet“ und „Smartlight Komet Mini“. Die große „Komet“ gibt es in den Ausführungen 12 und 24 Volt, in RGB und Weiß. Die auf dem Markt neue „Komet Mini“ ist mit ihrer ­etwas kleineren Dimensionierung für die Beleuchtung von Pooltreppen, als Designelement in Privat- oder Zier­becken, für ­Becken im Wellnessbereich oder auch als Beleuchtungselement für Garten- und ­Außenanlagen geeignet.  Foto: www.planetspa.ch

Watervision: Besondere Effekte

Watervision hat zwei neue Modelle der LED-Serie „WV15“ herausgebracht: die „WV15 ColorWave ACC“ und die „WV15 ES“ für Edelstahlbecken. Der „Adaptive Color Control“ (ACC) bietet ein breiteres Farbspektrum bei einem Verbrauch von 40 Watt. Bei der Version für Edelstahlbecken wird der Lichtstrahl des Scheinwerfers von der Edelstahloberfläche zu einem großen Teil absorbiert und das Poolwasser erscheint in ­einem ­besonderen optischen Effekt. Foto: www.watervision.de

MTS: Macht lebendig

Die „SSL 4Draht“-Technik in den neuen LED-Strahlern von MTS lässt den Pool noch lebendiger erscheinen. Die Strahler erzeugen echte Buntfarben oder reinstes Weißlicht. Sie gibt es in runder Form, ­können aber auch mit quadratischer Blende geliefert werden, wahlweise in Edelstahl oder Kunststoff. Außerdem lassen sie sich per Funk über einen DMX-Controller regulieren. Die RGB-Scheinwerfer verfügen über 270 LEDs und erzielen 500 Lumen bei 20 Watt Leistung, in Warmweiß sind es 1000 Lumen. Foto: www.mts-produkte.de

Trend Pool: Mit Netzwerkanschluss

Die LED-Strahler Marke „VARIOLINE“ sind individuell wählbare Hochleistungs-Illuminatoren mit Polycarbonatgehäuse. Über ihre DMX-Schnittstelle ­können sie mit dem Nicolaudie-Stick „KE1“ kommunizieren und im bestehenden Netzwerk gesteuert werden. Der Abstrahl­winkel von 160 Grad gewährleistet eine sehr gute Ausleuchtung des Beckens mit lebhaften und satten Farben. Foto: www.trend-pool.de

Unipool: Mit Magnet befestigt

Der in Weiß und RGB erhältliche Unterwasserscheinwerfer von Unipool ist für Stahlwandpools gedacht. Praktischerweise lässt er sich einfach mit einer Magnethalterung am Stahlmantel befestigen – ganz ohne Kabel und ohne dabei den Stahlmantel oder die Folie zu beschädigen. Die Scheinwerfer können bis zu einer Wassertiefe von 1,50 Meter eingebaut werden. Im Lieferumfang enthalten sind zudem zwei aufladbare Batterien. Bei der RGB-­Version ist zudem eine Fernsteuerung mit einer Reichweite von fünf Metern enthalten. Foto: www.unipool.de

Schmalenberger: Dezent und ­dennoch akzentuierend

Das Design des neuen „Fluvo Luchs NT SPOT“ mit schlanker Bauhöhe (10,5 x 10,5 Zentimeter) und Edelstahlblende verfügt über Leuchtmittelstärke von zwölf Watt (weißes Licht) und 850 Lumen, beziehungsweise zehn Watt und 350 Lumen für farbiges Licht. Der Scheinwerfer gilt als ideale Besetzung für die dezente Beleuchtung von Sitznischen, Treppen oder Poolzugängen. Auch die lichtschwachen Bereiche von Freiform­becken bis hin zur Akzentuierung von Attraktionen sind bevorzugten Einbauorte. Der neue „Luchs“ ist via DMX-Controller elektronisch steuerbar. Foto: www.fluvo.de

Peraqua: In vielen Varianten

Den ferngesteuerten „Adagio“ gibt es in verschiedenen Ausführungen. Der „10 RGB MULTICOLOUR“ hat einen Durchmesser von zehn Zentimetern und erzielt zwischen 2 500 und 3 750 Lumen bei 55 Watt Einsatzleistung. Es gibt ihn in elf Farbvarianten und drei Weiß­tönen. Die RGB-Version „Adagio+ 17“ benötigt für 3 750 Lumen 80 Watt und hat einen Durchmesser von 17 Zentimetern. Darüber hinaus gibt es weiß und blau strahlende „Adagio“-Modelle in ­verschiedenen Durchmessern und Leistungsklassen. Foto: www.peraqua.com

Procopi: Origineller Touch

Procopis RGB-Serie „Aquareva Color“ ist in acht verschiedenfarbigen ­Einbauteilen erhältlich, wodurch die Lichteffekte im Pool einen ­originellen Touch bekommen. Die Beleuchtung kann mittels Fernbedienung gesteuert werden, wobei neben den Farben auch verschiedene ­Effekte gewählt werden können. Insgesamt 16 Lightshow-Programme stehen zur Verfügung. Die Scheinwerfer gibt es sowohl in Edelstahl- als auch in Kunststoffausführung. Foto: www.procopi.com

Betec: Warmweiß erleuchtet

Einen aus Edelstahl und Sicherheitsglas hergestellten Poolstrahler mit einer Aufbauhöhe von 15 Millimetern auf jede Poolwand bietet die ­Betec Licht AG an. Der „Disque“ leuchtet warmweiß, ist mit sechs Power-LEDs ausgestattet, erreicht 1 380 Lumen Lichtstärke, hat einen Leuchtwinkel von 130 Grad und kann mittels einer Vorschaltung stufenlos gedimmt werden. Gekühlt wird er durch Konvektion der Oberfläche. Der Strahler kann auch nachträglich eingebaut werden. Foto: www.betec.de

Zodiac Pool Deutschland: Auch zum Nachrüsten

LED-Scheinwerfer aus Kunststoff bietet Zodiac Pool Deutschland an, wobei die vorderen Abdeckungen jeweils aus transparentem Polycarbonat bestehen. Es gibt je ein Modell mit Weißlicht (20 Watt, 12 LEDs) und mit RGB-Farblicht (25 Watt, 18 LEDs). Zudem gibt es Scheinwerfereinsätze zum Nachrüsten ebenfalls in Weiß und RGB. Die Strahler sind für alle Einbaunischen geeignet und werden komplett mit Flanschsatz geliefert. Foto: www.duw-pool.de

Bevo: Personalisierte Farbspiele

Den Poolstrahler „Fix Color“ in Weiß oder Blau gibt es mit 32 LEDs (Modell „Power“, 65 kW Leistung) oder mit zwölf LEDs (Modell „Plus“, 37 kW Leistung). Die Strahler sind kompatibel zu existierenden Installationen. Bevo bietet zudem die RGB-Modellreihen „RF Color“ und „DMX Color“ an. „RF Color“ enthält zehn feste Farben und zehn programmierte Sequenzen, der Farbwechsel funktioniert via Fernbedienung. Bei „DMX Color“ geht der Farbwechsel über eine Steuereinheit, die Farbspiele können personalisiert werden. Foto: www.bevo.at

Astralpool: Besser illuminiert

Die neuen LED „LumiPlus Design“ verfügen über eine Leuchtstärke von bis zu 4 320 Lumen bei 60 Watt in Weiß, beziehungsweise 2 544 Lumen bei 40 Watt in RGB. Mithilfe eines Adapters lassen sie sich in bereits vorhandene Nischen einer Auswahl anderer Hersteller installieren. Die spezielle Bauform projiziert das Licht im Winkel von 140 Grad auf den Boden wodurch das Becken ziemlich gut illuminiert wird. Foto: www.astralpool.de

Midas: WiFi muss mit!

Die Farbshows der extra dünnen RGB-Scheinwerfer lassen sich mithilfe der kabellosen Datenübertragungstechnik WiFi steuern – und zwar jeder im Becken installierte Strahler einzeln. Dazu notwendig ist ein mit Android betriebenes mobiles Smartphone oder Tablet. Mehr als 100 Meter darf die Entfernung zur Remote Control indes nicht sein . Mit 33 Watt Leistung erzielt der „HT029C-P-T“ exakt 3396 Lumen. Foto: www.midas-gmbh.de

Bünger & Frese: Hohe Lichtausbeute

Die von Hugo Lahme produzierte neue Serie „30er ­Power-LED 2.0 UWS“ ist mit runder und mit quadratischer Blende aus poliertem Edelstahl erhältlich. In Weiß beträgt die Lichtausbeute 13 900 Lumen, wobei es die LED in drei verschiedenen Weißtönen gibt. Als RGB schaffen die Strahler 10 300 Lumen. Sie sind zudem stufenlos dimmbar und überdies mit gängigen Einbaunischen kompatibel. Foto: www.schwimmbad-technik.de