Den Pool durchs Jahr bringen: Serie Teil 3 – Steuern und bedienen

Den Pool durchs Jahr bringen. Teil 3: steuern und bedienen
Den Pool durchs Jahr bringen. Teil 3: steuern und bedienen. Foto: Joachim Scheible

Eine Poolanlage will souverän und möglichst unkompliziert bedient werden, wenn der Spaß maximal sein soll. Im dritten Teil unserer Serie bringen wir Sie auf den aktuellsten Stand der Poolsteuerung – und die ist digital. Schließlich wollen einzelne Funktionen permanent aktiviert und gesteuert werden: am häufigsten Poolbeleuchtung, Poolheizung, Gegenstromanlage, Poolabdeckung oder Poolüberdachung, Wasser­attraktionen wie etwa Schwalldusche oder Massagejets und natürlich die Regelung der Wassertemperatur.

In vielen Poolanlagen älteren Datums müssen die Nutzer noch jedes einzelne Pool Zubehör per mechanischem Schalter bedienen. Doch die Umstellung auf digitale Steuerung wird allmählich „State of the Art“, zumal diese Technik wesentlich einfacher und komfortabler handzuhaben ist und inzwischen fast jeder ein Smartphone oder Tablet besitzt. Voraussetzung ist jedoch ein WLAN im Haus, denn das digitale Endgerät muss mit den entsprechenden Funktionen und deren Schaltungen im Technikraum Verbindungen herstellen und kommunizieren können.

„Steuern und bedienen kann man den Pool heutzutage ausnahmslos und ganz bequem über diese digitalen Endgeräte“, erklärt Claus G. Kissel, Schwimmbadbauer und Wellness-Fachmann aus Ehningen bei Stuttgart. Dessen selbst entwickelte „iSwim“ etwa ist selbsterklärend, denn im Prinzip ist sie lediglich das digitale Abbild jener Steuerungsmechanik, die die Poolbesitzer seither manuell beziehungsweise analog bedient haben. „Wir als Schwimmbad-Fachhändler programmieren und belegen die Funktionen der App, die Benutzer müssen sie auf ihrem Touchpad nur ausführen, zum Beispiel den virtuellen Regler der Poolbeleuchtung hin und her schieben oder den der Heizung mit dem Finger auf die gewünschte Temperatur ziehen. Das ist kein Hexenwerk, das kann jeder.“

Alle Funktionen auf einer Bedienoberfläche

Kissel entwarf „iSwim“ vor rund vier Jahren im Dialog mit seinen Kunden. So erfuhr er aus erster Hand, mit welchen Routinen, Handgriffen und Problemen es die Nutzer zu tun haben. „Eines Tages kam ein Kunde auf mich zu und fragte, ob es nicht möglich sei, alle wichtigen Poolfunktionen auf einer Bedienoberfläche oder in einer App abzubilden. Das war für mich die Initialzündung, eine digitale Steuerung für den alltäglichen Gebrauch zu entwickeln.“ Die „iSwim“-App ist auf die von Claus Kissel meist verbaute Pooltechnik abgestimmt, kann allerdings mit Justierungen in der Programmierung auch auf die Technik anderer Hersteller angepasst werden. Somit ist sie im Grunde genommen für jeden Swimming-pool anwendbar.

Natürlich gibt es auch andere Systeme der digitalen Poolsteuerung, etwa dem „Pool Controller“ von Compass Pools, die „BlueControl IV Web“ von Ospa oder die „Behncke Connect“. Allen ist gemein, dass sie eine Visualisierung der Funktionen ihres Pools sind, die es dem Nutzer ermöglichen, die komplette Schwimmbadanlage von ihrem Smartphone oder Tablet aus zu steuern.

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Der Artikel erschien in der Ausgabe 7/8-2018 von SCHWIMMBAD+SAUNA (hier bestellen!)


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„Voll smart: Wie intelligente Technik den Pool steuert“

„Mess- und Regelsysteme: Im Pool alles unter Kontrolle“

„Automatische Mess- und Steuertechnik“

Bisher erschienene Artikel der Serie „Den Pool durchs Jahr bringen“:

Teil 1: Der Start in die Saison (erschienen in SCHWIMMBAD+SAUNA, Ausgabe 3/4-2018)

Teil 2: Energiemanagement (erschienen in SCHWIMMBAD+SAUNA, Ausgabe 5/6-2018)

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