Hütel & Mess: Hohes Renommee im Schwimmbadbau

Bereits in der DDR in der Schwimmbadbranche tätig gewesen, entwickelte sich Peter Hütel zu einem ganz Großen der Branche. Höchste Zeit für ein Porträt.

In guten wie in schlechten Zeiten!“ So bekennen sich Fans von Fußballvereinen, wenn es gerade mal nicht so gut läuft. Im Moment steht der 1. FC Union Berlin unten in der Bundesligatabelle, doch eingefleischte Fans der „Eisernen“ würden ihren Schal niemals einmotten, egal, in welcher Liga sie spielen. Mit Union Berlin ging Peter Hütel, schon zu DDR-Zeiten Fan des Vereins, durch dick und dünn, ebenso wie in seinem Beruf als Schwimmbadexperte.

Leistungsschwimmer und Betriebsingenieur

Angefangen hat alles im Alter von Anfang 20 als Anlagenfahrer im „Sport- und Erholungszentrum“ im Stadtteil Friedrichshain. „Es war das größte Freizeitbad im Ostblock mit mehreren Schwimmbecken, Wasserkaskaden über mehrere Ebenen, Wellenbädern und Therapieeinrichtungen. Dazu gab es Bowlingbahnen, Eisbahnen, zwei Theater und einen ziemlich großen Sportbereich.“

Als Leistungsschwimmer hatte er sowieso eine große Affinität zum Thema Wasser, sodass er sich mit einem Studium zum Betriebsingenieur entsprechend weiterbildete. Mit 26 war Hütel schon für die Schwimmbadtechnik in dem Zentrum zuständig und ein weiteres Jahr später landete er in der „Arbeitsgruppe Schwimmbadhygiene“ in der DDR, vergleichbar mit dem heutigen DIN-Ausschuss.

Privatbetrieb nach der Wende

In den Schwimmbädern des Freizeitzentrums war Pooltechnik aus dem Westen verbaut. Und so war Peter Hütel bestens vorbereitet, als er nach der Deutschen Einheit die Entscheidung traf, sich selbstständig zu machen. Während das Zentrum vom Berliner Senat übernommen wurde, gründete er mit seinem früheren Studienfreund Wolfgang Meß das „Ingenieurbüro für Schwimmbadtechnik und Badewasseraufbereitung“, woraus erst die P. Hütel & W. Meß Schwimmbad GbR und dann eine GmbH wurde.

Von Anfang an lief das Geschäft gut für den Zweimannbetrieb. Die Beiden sanierten vor allem viele der völlig maroden öffentlichen Schwimmbäder in der ehemaligen DDR, bis hinauf nach Usedom, Rügen und an der Müritz, darunter sehr viele Hotelanlagen.

Werksvertretung für Ospa

Dadurch kamen sie schon früh mit dem Pooltechnikspezialisten Ospa in Kontakt. „Wir verkauften ­dessen Produkte, führten den Service und auch Baustellenbetreuung und Inbetriebnahmen durch“, erzählt Hütel. 1992 übernahmen sie deren Werksvertretung, zuerst für Mecklenburg-Vorpommern, dann auch für Berlin, Brandenburg und Gebiete in Sachsen-Anhalt.

Und hier ein paar Poolrefernzen von Hütel & Meß

Bis heute verbauen Hütel & Meß in ihren Anlagen Ospa-Technik. „Dort gibt es fast alles, was zu einem Pool gehört.“ Unter anderem arbeitet man mit den Beckenherstellern Vario Pool System, Berndorf Bäderbau und Riviera Pool sowie mit den Firmen Iso (Wärmedämmung) und Poolair (Entfeuchtung) zusammen.

Die Kapazitäten erweitert

Hohes Renommee erwarben sich Hütel & Meß, weil sie sich vor der Komplexität vieler Projekte noch nie scheuten. „Gerade im Hotelbereich gibt es Aufgaben, an die sich viele nicht herantrauen“, sagt Peter Hütel. Als Beispiel nennt er den Pool auf dem Dach des Hotels „Das Ahlbeck“ an der Ostsee. Dessen Becken wird in jeder Nacht komplett entleert und aufbereitet. Dafür fließt das Wasser vier Stockwerke in den Keller, um morgens wieder ins Becken hochgepumpt zu werden.

Ausstellungs- und Kompetenzzentrum „AquaWista“

Zudem entwickelte sich Berlin selbst sukzessive zu einem starken Markt. Und so führte kein Weg mehr daran vorbei, die Kapazitäten zu erhöhen und in ein größeres Firmengebäude zu investieren. Bereits vor zehn Jahren hatte Hütel die Idee dazu, unlängst wurde sie Realität: In der Nachbarschaft von Union Berlins Heimat Köpenick, im „Technologiepark Adlershof“, zog er zusammen mit Stefan Pauser von Ospa das topmoderne Ausstellungs- und Kompetenzzentrum „AquaWista“ hoch.

Darin sollen alle am Schwimmbad interessierten Menschen die wichtigsten und aktuellsten Informationen beziehen können. Und auch seine Firma ist für die Zukunft präpariert: Nachdem Wolfgang Meß vor etwa drei Jahren in den Ruhestand ging, stieg Hütels Sohn Manuel in die Geschäftsführung auf.

Hier geht’s zum Bericht übers „AquaWista“

Und hier weitere Poolreferenzen von Hütel & Meß

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