Swimspa: Sport und Wellness für daheim

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Bild: Whirlcare Industries

Wer überfüllten Frei- und Hallenbädern entfliehen möchte, aber daheim keinen Platz für einen großen Pool hat, für den bietet ein Swimspa die Lösung: damit sind Sport und zusätzliche Entspannung in den eigenen vier Wänden oder im Garten möglich – und das auf kleinstem Raum. Dabei profitiert man gleich doppelt: Das Training im Wasser schont die Gelenke und die anschließende Unterwassermassage bietet Erholung und Wellness pur. Welche Vorteile ein Swimspa noch hat und wie es mit Pflege und Kosten aussieht – wir verraten es Ihnen.

Was ist ein Swimspa?

Ein Swimspa ist eine Mischung aus Whirlpool und Swimming-Pool. Dabei ist er weitaus kleiner als ein herkömmlicher Swimming-Pool, aber länger als ein Whirlpool. In der Regel ist er zwischen vier und sechs Metern lang und rund zwei Meter breit. Die meisten Swimspas sind mit einer Gegenstromanlage ausgestattet, die ein ausgiebiges Schwimmtraining ermöglicht. Je nach Schnelligkeit und Trainingsgrad kann man die Anlage auf die eigenen Bedürfnisse einstellen.

Eine weitere Besonderheit, die den Swimspa vom Pool unterscheidet, sind die integrierten Massagedüsen. Sie befinden sich entweder mit im Schwimmbereich oder in einem separaten Becken.

Welche verschiedenen Arten gibt es?

Zunächst unterscheidet man hier zwischen einem Ein- und Zwei-Zonen-Swimspa. Der große Vorteil des „All-in-One“-Prinzip liegt darin, dass es platzsparender ist als die getrennte Variante. Beim Zwei-Kammern-Prinzip hingegen finden Schwimmen und Whirlen in zwei getrennten Becken statt, die direkt aneinandergrenzen. Beide Bereiche besitzen einen eigenen Wasserkreislauf. Das hat den Vorteil, dass man die Massage bei angenehm warmen 36 Grad Celsius genießen kann. Da die Wassertemperatur nahe der des Körpers liegt, entfaltet die Massage eine optimale Wirkung. Die Trainingseinheit findet dagegen im kühleren Wasser statt, denn bei sportlicher Betätigung sollte die Wassertemperatur nicht so hoch sein. Die Kehrseite der Medaille: Dieses Plus an Ausstattung kostet mehr Geld. Außerdem sind die „Doppelpacker“ in der Regel länger und benötigen mehr Platz.

Der Hersteller Whirlcare gliedert seine Swimspas zum Beispiel in drei Kategorien:

  • Modell Surfer für Schwimmer
  • Modell Family für mehr als zwei Personen
  • Modell Wellpower für Fitness-Begeisterte

Jedes Modell verfügt über eine unterschiedliche Anzahl an Massagedüsen und -sitzen sowie Hydrotherapie- und Luftdüsen zur Entspannung. Hinzu kommen eine unterschiedlich starke Gegenstromanlage und integrierte Farblichttherapie mit LED Lightshow. Die Swimspas gibt es je nach individuellem Wunsch auch als Luxusversion mit eingebautem Fernseher und Rundum-Soundsystem. Die Steuerung des Swimspa über ein Smart Home System ist ebenfalls möglich.

Wie behält das Wasser im Swimspa eine angenehme Temperatur?

Eine ökonomische und ökologische Alternative ist der Anschluss des Swimspa an die Hausheizung mittels Wärmetauscher. Dabei wird der Wasserkreislauf direkt über Vor- und Rücklauf mit der Hausheizung verbunden. Um die Energiekosten zu reduzieren, können verschiedene erneuerbare Energiesysteme wie Wärmepumpen, Solarthermie oder Fotovoltaik zum Einsatz kommen. Da die Wassermenge beim Swimspa geringer ist als beim Pool, dauert das Aufheizen entsprechend kürzer.

Ein Swimspa wird mit vergleichsweise hohen Wassertemperaturen und oft rund ums Jahr betrieben. Hier ist es wichtig, dass man für einen Schutz vor zu viel Wärmeverlusten sorgt. Ähnlich wie bei den portablen Whirlpools kann dies mit einer stabilen Abdeckung aus PU-Schaum oder Styropor geschehen. Bedenken Sie hierbei, dass Sie für die Lagerung relativ viel Platz benötigen. Hinzu kommt möglicherweise eine mühevolle Handhabung durch die sperrigen Ausmaße der Abdeckung.

Eine Alternative dazu sind flache oder halbhohe Überdachungen. Bei dieser Variante verhindert zusätzlich eine dünne Isolierabdeckung auf dem Wasser, dass zu viel Wärme verloren geht. Besonderen Komfort bieten elektrisch betriebene Schiebeabdeckungen. Diese gibt es in verschiedenen Varianten: beispielsweise als begehbare Terrasse, die sich mit Motorkraft über den Swimspa schiebt. Sie kann mit Holz, Naturstein, Fliesen etc. verkleidet sein und sich so harmonisch in die Terrasse integrieren.

Swimming-Pool, Whirlpool oder Swimspa? Was passt zu mir?

Für wen eignen sich Pools?… Swimspas?… Whirlpools?
Für Menschen mit …
… wenig Platz
… großem Außenbereich
Leistungsschwimmer
Wellness-Fans 
Für…   
… sportliche Aktivitäten allgemein
… Indoor
… Outdoor
Bei Sonderwünschen bezüglich …
… Anpassung an die Umgebung 
… Therapiewirkung ✓ Hydrotherapie
… individuellen Wünschen bei Form und Material
Wann eignet sich ein Swimspa und wann passt ein Pool oder ein Whirlpool besser zu den eigenen Bedürfnissen?

Wo kann ich den Swimspa aufstellen?

Im Haus sowie im Außenbereich finden sich viele Aufstellorte für einen Swimspa. Geeignet sind Garten, Terrasse, Balkon, Badezimmer oder – falls vorhanden – der ausgedehnte Wellnessbereich. Zwingend notwendig ist es, vorab die Statik zu prüfe. Das ist insbesondere dann der Fall, wenn das Gerät auf dem Balkon stehen soll. Eine Genehmigung der Gemeinde für den Swimspa ist in der Regel nicht nötig.

Wie beim Pool oder dem Whirlpool gibt es verschiedene Möglichkeiten, einen Swimspa aufzustellen: Man kann es ebenerdig platzieren oder teilversenkt bzw. vollversenkt einbauen. Einen freitragenden Swimspa kann man mit einer Verkleidung versehen und auf einem ebenen und tragfähigen Untergrund aufstellen. Dagegen fordert der bodenbündige Einbau im Vorfeld mehr Aufwand, da man eine Baugrube ausheben muss. Beachten Sie, dass ausreichend Raum und Revisionsöffnungen für die Technik vorhanden sind. Diese befindet sich normalerweise direkt am Swimspa und besteht aus folgenden Komponenten:

  • mehrere Pumpen für Massage, Gegenstromanlage und Umwälzung
  • eine Filteranlage (meist ein Kartuschenfilter, unter Umständen Sandfilter)
  • ein Elektroheizer
  • ein Ozongenerator für die Desinfektion
  • evtl. automatische Mess- und Regelanlage

Häufiger gibt man die zusätzlich notwendigen Wasserpflegemittel auf Chlor- oder Brombasis von Hand zu. Ansteuern lässt sich die gesamte Technik in der Regel über ein digitales Display am Wannenrand. Zusätzlich gibt es oft Fernbedienungen im Angebot.

In Bezug auf die Technik stellt sich noch die Frage nach dem elektrischen Anschluss. Beim Outdoor oder Indoor Whirlpool genügt im Allgemeinen ein 230-Volt-Anschluss. Ein Swimspa braucht im Regelfall mehr Power. Wenn Badegäste gleichzeitig whirlen und schwimmen, sodass mehrere Pumpen laufen, das Wasser geheizt wird und die Beleuchtung eingeschaltet ist, sollten schon 400 Volt zur Verfügung stehen.

Welches sind die Vorteile eines Swimspas?

  • Zu jeder Jahreszeit nutzbar
  • Entspannung, Spaß und Sport in Einem
  • Einbau nicht so aufwändig wie bei einem Swimming-Pool
  • Geringerer Energieverbrauch als beim Swimming-Pool
  • Anschaffungs- und Betriebskosten niedriger als beim Swimming-Pool
  • Wahlmöglichkeit zwischen einer oder zwei Wasserzonen
  • Auf Terrasse oder u.U. auf Balkon realisierbar (Statik prüfen!)
  • Überschaubarer Aufwand für die Wartung
  • Wasserpflege und Wasseraufbereitung oft integriert
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Ein Swimspa ist sowohl mit Massagedüsen als auch mit einer Gegenstromanlage ausgestattet. Bild: Whirlcare Industries

Wie viel Platz braucht ein Swimspa?

Wie viel Platz man zum Aufstellen des Swimspa benötigt, kommt auf die gewählte Größe des betreffenden Modells an. Die kleineren Modelle messen 4 Meter der Länge nach. Geräumigere Varianten erreichen circa 6 Meter und sind damit immer noch wesentlich kürzer als ein standardmäßiges Schwimmbecken mit 4 x 8 Meter. Es gibt aber bei den Swimspas ebenso spezielle Modelle mit bis zu 12 Metern Länge. Die Breite variiert zwischen 2,2 und 2,4 Meter. Die Höhe beträgt zwischen 1,2 und 1,5 Meter. Allerdings liegt die effektive Wassertiefe circa 10 bis 15 Zentimeter darunter, da das Wasser in der Regel über einen Skimmer abgesaugt wird.

Was kostet ein Swimspa?

Auf dem Markt gibt es eine große Vielfalt an Anbietern. Beim Kauf eines Swimspa sollten Sie aber auf Qualität achten. Sie als Kunde können nur dann mit einem hochwertigen Produkt und voller Zufriedenheit rechnen, wenn alle Parameter rund um den Swimspa berücksichtigt werden. Dazu gehören außer dem Preis die Beratung, Planung, Lieferung und After-Sales-Service. Aus diesem Grund kann man von einem schnellen Kauf übers Internet oder einem Swimspa aus China und Fernost nur abraten. Die fehlende Kompetenz führt oft zu einem getrübten Badespaß. Im Endeffekt zahlen Sie dann drauf: die Qualität lässt in der Regel zu wünschen übrig und es kommt möglicherweise zur Entstehung von Osmose. Letztere äußert sich dann in Form von Blasen und Rissen. Oft sorgt ein Billigmodell zusätzlich für explodierende Stromkosten und die Versorgung mit Ersatzteilen durch Hersteller und Verkäufer ist schlecht.

Entscheiden Sie sich daher lieber für ein Premium Modell: Dieses kostet je nach Ausstattung ab rund 25.000 Euro. Neben den Anschaffungskosten müssen Sie laufende Kosten einbeziehen: Dazu gehören Strom- und Wasserkosten sowie Ausgaben für Reinigungsmittel. Für den Betrieb rechnet man bei ganzjähriger Nutzung mit Ausgaben von 3 bis 4 Euro pro Tag. Die Betriebskosten variieren dabei abhängig von Modell, Größe und gewünschter Wassertemperatur. Je nach Hersteller kommen noch Installationskosten hinzu.

Was ist eine Gegenstromanlage?

Kompakt soll es sein und richtig schwimmen soll man auch können. Diesen grundsätzlichen Spagat hat jeder Swimspa zu bewältigen. Möglich wird dies nur durch die Ausstattung mit einer Gegenstromanlage. Mit bis zu 6 Auslaufdüsen sorgt sie dafür, dass man auf der Stelle schwimmt. So überwindet man auf begrenztem Raum sehr lange Strecken. Durch die ausgeklügelte Anordnung der Düsen wird man nicht seitlich oder nach unten abgetrieben. Und die Verteilung auf verschiedene Düsen ermöglicht ein gefahrloses Schwimmen, ohne die Angst „eingesaugt“ zu werden.

Sehr angenehm ist das zum Beispiel mit den energieeffizienten Hydro Power Pumps von Whirlcare: diese saugen das Wasser unter großem Druck an und pumpen es anschließend ins Becken zurück. Entscheidend sind dabei Anzahl und Anordnung der unterschiedlich steuerbaren Düsen. Sie erzeugen eine gleichmäßige und naturnahe Strömung. Das macht das Schwimmen nicht nur erheblich angenehmer, es begünstigt auch die richtige Körperhaltung. Weiterer Vorteil: es entsteht keine störende punktuelle Strömung, wie dies bei vielen anderen Gegenstromanlagen der Fall ist.

Eine Gegenstromanlage im Swimspa ermöglicht nicht nur Schwimmen unter schwimmbadähnlichen Bedingungen. Es ist ebenso möglich, sie zum Radfahren, Laufen oder Rudern zu nutzen. Und es sind spezielle Wasserübungen und Gymnastik im Wasser möglich.

Wie reinigt man den Swimspa?

Für einen hygienisch einwandfreien Badespaß ist eine optimale Pflege des Wassers nötig. In der Regel entfernt ein Kartuschenfilter grobe und feine Schmutzteilchen aus dem Wasser. Bei exklusiveren Ausstattungsvarianten kommen Sandfilter zum Einsatz. Sie ermöglichen eine Flockung des Wassers und sind durch Rückspülen des Filtermediums einfacher zu reinigen. Zusätzlich sorgt eine Ozon-Anlage dafür, dass Keime nicht überhandnehmen. Dieser Ozon-Generator ist aber in keinem Fall ausreichend für die Wasseraufbereitung.

Um die Keimfreiheit des Wassers sicherzustellen, gibt man Desinfektionsmittel auf Chlor- oder Brombasis hinzu. Dabei bleibt es dem Betreiber überlassen, ob er die Wasserpflege per Hand vornimmt oder diese Arbeit von einem kompakten automatischen Mess- und Regelsystem erledigen lässt. Hier bietet der Markt inzwischen komplette Kompaktsysteme inklusive Filter, Mess- und Regelanlage an, die sich für einen solchen Einsatz sehr gut eignen. Sie überwachen die Wasserwerte und dosieren die Wasserpflegemittel. So konzentriert man sich vollkommen unbeschwert aufs Schwimmen und Whirlen.

Wann ist ein Wasserwechsel notwendig?

Achten Sie bei einem Swimspa auf eine regelmäßige Zufuhr von Frischwasser. Ansonsten reichern sich chemische Abbauprodukte im Wasser an. Normalerweise wird allein dadurch genügend Frischwasser nachgespeist, um Verdunstung und Wasseraustrag auszugleichen. So wird ein kompletter Wasseraustausch im Schwimmbereich nicht notwendig. Zur Sicherheit zieht man hierbei noch die Hygiene-Hilfsparameter wie gebundenes Chlor heran. Bei einem Wert von mehr als 0,2 mg/l gebundenes Chlor sollte man einen Wasserwechsel (zumindest des halben Inhalts) in Betracht ziehen. Generell empfiehlt es sich, das Wasser im Swimspa ein bis zwei Mal jährlich auszutauschen.

Fazit

Ein Swimspa eignet sich gut für Menschen, die keinen Platz für ein großes Pool Becken haben, aber trotzdem regelmäßig daheim trainieren möchten. Der Swimspa ist eine Kombination aus Pool und Whirlpool. In der Regel ist er 2 Meter breit und 4 bis 6 Meter lang. Swimspas stellen nicht nur für Leistungsschwimmer eine Alternative zum wenig platzsparenden Pool dar. Sie eignen sich generell für alle, die ein gelenkschonendes Ganzkörpertraining absolvieren und ihre Ausdauer trainieren wollen. Das ermöglicht die eingebaute Gegenstromanlage. Im Anschluss an ein schweißtreibendes Training entspannen Sie sich dann auf den integrierten Massagesitzen. Wählt man ein Zwei-Kammer-System, sind im Schwimm- und Entspannungsbereich sogar unterschiedliche Wassertemperaturen einstellbar.

Die kompakte Größe bringt viele weitere Vorteile. Zum Beispiel sind die Betriebskosten im Vergleich zum Swimming-Pool geringer. Und es ist möglich, den Swimspa ganzjährig zu nutzen. Vorausgesetzt, man sorgt für einen geringen Wärmeverlust. Das gelingt in der Regel mit einer passenden Abdeckung. Die Reinigung des Swimspas gestaltet sich ähnlich wie bei einem Pool: Man erledigt sie entweder per Hand oder steuert sie bequem über ein Mess- und Regelsystem. Bleibt noch die Frage nach dem Preis. Unser Tipp: Sparen Sie hier lieber nicht am falschen Ende. Ein im Internet erworbenes Billigmodell aus Fernost stellt sich nicht selten als Kostenfresser heraus. Sinnvoller ist immer die Wahl eines Herstellers, der einen Rundum-Service anbietet.

Native Whirlpools World Swimspa
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