Schwimmen Fitness

Darin sind sich die Experten einig: Schwimmen gehört zu den gesündesten Sportarten für den menschlichen Körper. Und dafür gibt es mehrere Gründe.

Zum einen wird die Muskulatur trainiert. Denn es ist anstrengend, sich gegen den Widerstand des Wassers zu bewegen. Je nach Geschwindigkeit werden dabei 500 bis 650 Kalorien pro Stunde verbrannt. So wird der gesamte Körper gleichmäßig gekräftigt.
Beim Schwimmen wird zudem das gesamte Herz-Kreislauf-System in Schwung gebracht und der Herzmuskel trainiert. Wie das genau funktioniert, haben Gesundheits-Fachleute so beschrieben: Das Wasser drückt die Blutgefäße an der Hautoberfläche zusammen und drängt somit das Blut zurück in den Brustraum. Das Herz wird dadurch mehr gefordert und muss pro Schlag mehr Blut transportieren. Als Folge davon vergrößert sich das Herzvolumen und das Organ arbeitet ökonomischer. Auch die Venen werden gestärkt, denn die Bewegung der Arme und Beine regt die Durchblutung des Körpers an. Es gibt sogar wissenschaftliche Erkenntnisse, wonach diese Sportart eine vorbeugende Wirkung gegen Impotenz haben soll.
Ein wesentlicher Vorteil beim Schwimmen ist sicher seine gelenkschonende Wirkung. Durch den Auftrieb des Wassers ist der Mensch nur noch ein Siebtel so schwer wie an Land. Man fühlt sich fast so leicht wie eine Feder und die Gelenke werden bei den Bewegungen nicht so stark durch da eigene Körpergewicht belastet. Es gibt noch weitere positive Effekte. Das Wasser, das den Körper fast vollständig umgibt, wirkt wie eine wohltuende Massage – nicht nur äußerlich, sondern auch von innen. Besonders die Bewegung im Salzwasser (entweder im Meer oder in einem speziellen Salzwasserbecken) tut der Haut gut, es macht sie weicher und geschmeidiger.

Vom Alter her sind so gut wie keine Grenzen gesetzt. Der mehrfache Weltmeister Mark Warnecke meint dazu: „Da gibt es definitiv kein Limit. Schwimmen kann man bis ins hohe Alter. Es gibt zum Beispiel Masterwettkämpfe, bei denen sogar über 80- und 90-jährige antreten.“

Der ehemalige Leistungssportler sieht im Prinzip nur eine Einschränkung: „Wichtig ist das richtige Maß. Es ist nicht gut, wenn man überhaupt keine Bewegung hat. Mit einem steigenden Maß an Bewegung wird der positive Gesundheitseffekt zunehmend besser. Schlecht wird es dann nur wieder, wenn man das Ganze übertreibt.“
Schwimmen streichelt auch die Seele. „Das sanfte Durchs-Wasser-Gleiten und der Zustand der Schwerelosigkeit lassen Sorgen und Grübeleien sowie Anspannungen aller Art verschwinden. Stress löst sich buchstäblich im Wasser auf“, so Abbas Schirmohammadi, Heilpraktiker für Psycho­therapie und Redakteur des Fachmagazins „Freie Psychotherapie“.
Er kennt sogar Fälle, in denen das Schwimmen zu therapeutischen ­Zwecken eingesetzt wurde: „Eine Kollegin hatte eine Patientin mit ständigen Wutausbrüchen. Zusätzlich zur Gesprächstherapie schickte sie die Frau zweimal wöchentlich schwimmen. Nur wenige Wochen später saß eine völlig entspannte Frau in der Praxis, der es psychisch so gut ging wie die letzten Jahre nicht mehr.“

Brustschwimmen

Die Arme werden gleichzeitig nach vorne gebracht, dann nach außen bewegt. Spitzenschwimmer führen die Arme über Wasser nach vorne, Freizeitschwimmer unter Wasser. An diese Bewegung der Arme schließt sich ein Grätschbeinschlag an.

Rückenschwimmen

Beim Rückenkraulen werden die Beine wie beim Kraulen auf und ab bewegt. Der Armzug erfolgt wechselseitig. Beim „Altdeutsch-Rücken“ werden Arme und Beine jeweils simultan bewegt.

Kraulen

Diese Wechselschwimmart ist die schnellste Schwimmart. Denn durch den wechselseitigen Armzug und den kontinuierlichen Beinschlag wird ein Antrieb ohne Unterbrechung erzeugt. Es gilt als leicht zu erlernender Schwimmstil für Kinder.

Freistil

Beim Freistilschwimmen darf der Schwimmer einen beliebigen Schwimmstil schwimmen. Hierbei darf auch während der Strecke der jeweilige Schwimmstil gewechselt werden.

Schmetterling

Die Arme werden über dem Wasser nach vorne gebracht. Dazu kommt eine Ganzkörper-Wellenbewegung vom Brustkorb bis an die Füße. Wurde früher als Delfin-Stil bezeichnet, heißt nun aber international „Butterfly“ = Schmetterling.