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Infrarotkabinen: Die Sonne im Rücken

11.12.2013

Foto: Röger

Wärme tut gut, aber nicht jeder mag es so heiß wie in der Sauna. In Infrarotkabinen kann man eine milde und dabei wirksame Variante der Wärmeanwendung genießen.

Das Urbedürfnis nach den wärmenden Strahlen der Sonne lässt sich in unseren Breiten in der kalten Jahreszeit nur begrenzt stillen.Aber mit einer Infrarotkabine kann man leicht Abhilfe schaffen. In ihr tanken wir genau den Teil des ­solaren Strahlenspektrums, den wir als Wärme wahrnehmen.

Dieser Infrarotstrahlung wird eine ganze Reihe von positiven Effekten zugeschrieben. Sie verbessert die Durchblutung von Haut und Muskeln, baut so Verspannungen ab und unterstützt den Heilungsprozess bei Sportverletzungen und Prellungen. Auch auf Hautunreinheiten soll sie eine positive Wirkung haben. Stoffwechsel und Kreislauf werden angeregt. Und durch das starke Schwitzen wird zudem der ­Organismus ­entschlackt.

Dreierlei Strahlungsquellen

Prinzipiell lassen sich drei Arten von Strahlungsquellen unterscheiden. Das ist zum einen die Flächenheizung, die unsichtbar hinter den Kabinenwänden ­integriert ist, so dass die Wärme angenehm gleichmäßig von allen ­Seiten kommt. Da hier erst die Wände aufgeheizt werden müssent, braucht sie etwas Vorlauf und sollte circa eine halbe Stunde vor ­Benutzung eingeschaltet werden.

Spontaner lassen sich Kabinen mit Einzelstrahlern nutzen. Bei ­ihnen spürt man die Strahlung gleich nach dem Einschalten. Pro Sitzplatz befindet sich ­einer im Rückenbereich und teilweise zusätzlich noch seitlich, ­gegenüber und im Beinbereich. ­Infrarotstrahler gliedern sich in drei Bautypen. Erstens: Magnesiumoxidstrahler. Sie bestehen aus einem ­gebogenen Edelstahlrohr, das mit Magnesiumoxid gefüllt ist, durch das ein Heizdraht läuft.

Zweitens: Keramikstrahler. Bei ihnen wird der Heizleiter von einem Keramikkörper umgeben. Dieser verhindert ein ­Glühen nach außen und schützt die Heizspiralen vor Kurzschluss. Drittens die sogenannten „Vitae“-Strahler. Sie decken das Infrarotspektrum am weitesten ab.

Wichtiges Thema: die Regelung

Als dritte Strahlungsquelle können Platten dienen. Sie emittieren das Infrarot über eine größere Oberfläche als die Strahlen und sind im ­Bereich des Oberkörpers und oft auch unter der Bank im Beinbereich an den Wänden angebracht.

Wie bei der Sauna, so ist auch bei der Infrarotkabine die Regelung ein wichtiges Thema. Sie sollte kontinuierlich erfolgen. Dabei wird je nach gewünschter Temperatur die Leistung erhöht oder ­gedrosselt. Kostengünstige Infrarotstrahler powern hingegen immer mit der gleichen Stärke und schalten bei Erreichen der Solltemperatur in der Kabine ab. Die Hauptquelle für Infrarotstrahlung fällt dann weg. Das wird wie eine ­scheinbare Abkühlung wahrgenommen, obwohl die Lufttemperatur gleich bleibt.

Mit der Steuerung kann nicht nur die Strahlungsintensität verändert werden. Mit ihr lassen sich auch ­zusätzliche Funktionen wie Licht, Musik sowie eventuell vorhandene Duft- und Soleanwendungen einstellen. Das zugehörige Bedienpaneel befindet sich außen an der Kabine und/oder im Innenraum. Bei einer Anbringung im Innern lässt sich das Wärmebad bequem den individuellen Bedürfnissen anpassen, ohne dass man die ­Kabine verlassen muss. Oder man gönnt sich eine Fernbedienung. Damit lassen sich auch bei größeren Kabinen alle Funktionen bequem im Sitzen regeln.

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