Wärmepumpe Badetemperatur
Wärmepumpen halten das Badewasser warm und verlängern die Badesaison. Foto: Häringer Garten- und Landschaftsbau

Der Gedanke, in kaltes Wasser zu steigen, ist nicht gerade verlockend. Baden Sie lieber angenehm temperiert und genießen die Poolsaison so lange wie möglich? Dann bringen Sie Ihren Pool mit einer geeigneten Wärmepumpe auf Temperatur.

Die Vorteile von Wärmepumpen sind unbestritten: Zum einen ist das Wasser unabhängig von der Witterung immer angenehm temperiert. So beginnen Sie die Badesaison schon im April und dehnen sie bis in den Oktober aus. Zum anderen spart die Beheizung des Poolwassers mithilfe einer Luft-Wasser-Wärmepumpe Energie und damit Kosten: Sie nutzt die Luft als natürliche Energiequelle. Der Energieverbrauch reduziert sich daherfast nur auf den von der Pumpe benötigten Strom. Weiterer Pluspunkt: Die Montage bewerkstelligen Sie ohne großen Aufwand.

Wärmepumpen kommen sowohl im Innen- wie im Außenbereich zum Einsatz und funktionieren in beiden Bereichen nach dem gleichen technischen Prinzip. Dieses entspricht weitestgehend dem eines Kühlschranks, nur dass der Kreislauf bei der meist verwendeten Luft-Wasser-Wärmepumpe nicht der Erzeugung von Kälte, sondern von Wärme dient.

So einfach funktioniert die Wärmepumpe

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So funktioniert eine Wärpempumpe. Grafik: Calorex

Ein Ventilator in der Wärmepumpe saugt die Außenluft an. Die Wärmepumpe entzieht ihr die überschüssige Energie und überträgt sie in konzentrierter Form über einen Wärmetauscher direkt ins Poolwasser. Die Wärmepumpe ist unmittelbar in den Filterkreislauf integriert. Da der Wärmetauscher ständig mit Wasser in Kontakt ist, besteht er idealerweise aus korrosionsbeständigem Material wie etwa hochwertigem Edelstahl.

Liegt der Chloridgehalt über 0,1 Prozent, wie bei Meerwasserbädern oder bei Entkeimung mit Salz, muss der Wärmetauscher jedoch aus Titan bestehen. Titanwärmetauscher können mit der vollen Menge Wasser durchströmt werden. Solche aus Edelstahl sind über einen Bypass integriert und mit einem Strömungs­wächter versehen. Bei Wassermangel sorgt er für das Abstellen des Kompressors.

Strategische Platzierung des Pool Zubehörs

Stellen Sie das Pool Zubehör im Freien auf, sollte das Gehäuse aus witterungsbeständigem Material bestehen. Zum Beispiel aus Aluminium, einbrennlackiertem oder mit Kunststoff ummanteltem Stahl. Des Weiteren platzieren Sie das Gerät so, dass die Vorderseite nach vorne hin offen ist. Damit wird der Schall durch Reflektion nicht unnötig verstärkt und der Geräuschpegel nicht erhöht.

Die Rückseite darf bis auf einen kleinen Abstand dicht an der Haus- oder Garagenwand stehen. Bringen Sie die Wärmepumpe im Haus unter, müssen die Geräte anders konstruiert sein. Meist sind diese größer als die Außenmodelle und unterscheiden sich in der Bauart des Ventilators. Sie haben einen Kanalanschluss und verfügen über Schalldämpfer und Außenluftgitter.

Wichtiger Aspekt beim Kauf einer Wärmepumpe als Pool Zubehör ist ein niedriger ­Geräuschpegel. Darauf legen die Hersteller hochwertiger Geräte großen Wert. So arbeiten unter anderem große und langsam ­rotierende Ventilatoren sehr leise. Der Einbau des Verdichters in ein separates Fach wirkt ebenso geräuschmindernd.

Der Coefficient of Performance (COP)

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Die Wärmepumpe kann man ganz dezent und unauffällig im Garten platzieren. Foto: Tom Philippi

Das Maß für den erreichten Energiegewinn ist die Leistungszahl COP. Dieser Wert stellt das Verhältnis von aufgewendeter elektrischer Antriebsleistung zur nutzbaren Wärme dar. Konkret: Bei der Leistungszahl 5 wandelt die Wärmepumpe eine Kilowattstunde Elektroenergie in fünf Kilowattstunden Wärmeenergie um. Dies steht bei Luft-Wasser-Wärmepumpen in direkter Abhängigkeit zur jeweiligen Lufttemperatur.

Ein realistischer Vergleich des COP unterschiedlicher Modelle ist nur bei ­gleichen Voraussetzungen der Umgebungstemperatur möglich. Qualitativ hochwertige Wärmepumpen haben bei einer Lufttemperatur von 16 Grad Celsius und einer Wassertemperatur von 25 Grad Celsius etwa einen COP-Wert von 5 oder auch mehr.

Poolabdeckung hilft beim Energiesparen

Die Auswahl einer Freibad-Wärmepumpe erfolgt nach der Wasserfläche. Ein Überlaufbecken erfordert durch die größere Wasserfläche und den somit höheren Wärmeverlust durch Verdunstung eine höhere Heizleistung als ein Skimmerbecken. Experten empfehlen für einen Pool mit 32 Quadratmeter Fläche und für eine Nutzsaison von April bis September eine Wärmepumpe mit etwa 9,8 kW Heizleistung (Lufttemperatur 16°C, Wassertemperatur 25°C).

Mit einer Poolabdeckung verringern Sie den Heizbedarf an sonnigen Tagen durch Reduktion der Verdunstung um circa zwei Drittel. Wärmepumpen mit integrierter Heißgasabtauung setzen Sie auch bei Nachttemperaturen im Frostbereich ein und ermöglichen so den Schwimmbadbetrieb im Ganzjahresmodus.