Infrarot: Wellness, die unter die Haut geht

Oft wird Infrarot auch als „Rotlicht“ bezeichnet. Viele von uns kennen von früher her die Rotlichtlampen, die seit Jahren in privaten Haushalten und für therapeutische Zwecke in der Medizin eingesetzt werden. Schon unsere Großeltern schätzten diese Lampen und nutzten sie zum Beispiel bei Verkühlungen und Verspannungen.

Seit den 1990er-Jahren werden Infrarot-Strahler zunehmend in der Wellnessindustrie eingesetzt. Infrarot-Kabinen, -liegen oder auch -paneele (die sich zum Beispiel in der Dusche anbringen lassen) sind sozusagen die Steigerung der alten Rotlichtlampe, wobei die wohltuende Wirkung von Infrarot mit einem zusätzlichen Wellnessfaktor verbunden wird. In solchen Kabinen kann man sich ein Stück weit vom anspruchsvollen Alltag zurückziehen und sich eine Auszeit gönnen.

In­frarot erzeugt eine natürliche Wärme, die wohl am ehesten mit einem herrlich entspannten Sonnenbad zu vergleichen ist. Wenn dann die Wärme mit gut riechenden Düften kombiniert wird, ist die Entspannung nahezu perfekt.

Die Moleküle beginnen zu schwingen

Infrarot-Behandlungen haben zunehmend an Beliebtheit gewonnen. Anwender schätzen die Möglichkeit, Stress abzubauen und den Körper von wohliger Behaglichkeit umhüllen zu lassen. Der Begriff „Infra“ kommt aus der lateinischen Sprache. Er bedeutet „unter“. Demnach ist „Infrarot“ der Bereich unter (nach) dem roten Ende des sichtbaren Lichtspektrums.

Wenn Infrarot-Strahlung auf die menschliche Haut trifft, so wird dadurch ein angenehmes Wärmeempfinden ausgelöst. Denn bei der Bestrahlung des Körpers mit Infrarot beginnen die Moleküle zu schwingen. Diese Schwingungen verursachen die Erwärmung des Körpers und steigern die Durchblutung. Daher wird Infrarotstrahlung auch als Wärmestrahlung bezeichnet.

Erwärmung durch Strahlung

Eine Strahlung, die uns täglich begegnet. Denn nicht nur die Sonne ist eine natürliche Quelle. Auch ein Kaminfeuer, der Badezimmerstrahler oder ein Kachelofen können Infrarotstrahlen abgeben – ebenso wie die Wärmflasche und der Backofen. Bei einer Infrarot-Behandlung wird die Haut nicht durch die heiße Raumluft erwärmt, sondern durch Strahlen, die erst beim Auftreffen auf den Körper in Wärme umgewandelt werden. Dadurch bleibt die Temperatur innerhalb der Kabine in einem kreislaufschonenden Spektrum: So wird es möglich, dass auch empfindliche und ältere Menschen sowie Kinder die Wärme genießen können.

Durch den schonenden Wärmeeintrag bei angenehmen Umgebungstemperaturen wird der Körper durchgehend von innen heraus erwärmt. Man schwitzt dann „von innen nach außen“ und nicht als Reaktion auf eine hohe Lufttemperatur. Die positiven Auswirkungen von Infrarot-Behandlung sind vielfältig. So sind sie zum Beispiel besonders empfehlenswert als Schmerztherapie, bei Rückenschmerzen und Rheumatismus.

Auch bei Muskelbeschwerden sowie vor oder nach dem Sport können Infrarot-Strahlen ihre Wirkung entfalten. Ein weiterer Faktor hat mit dem Entgiftungsmechanismus der Haut zu tun, denn über den Schweiß werden Toxine ausgeschieden, was zu einer entschlackenden und entgiftenden Wirkung führt.

Suche nach dem idealen Aufstellort

Es bringt einige Vorteile, wenn man sich für eine Infrarotkabine in den eigenen vier Wänden entscheidet. Denn man schafft sich so ein ganz privates und individuelles Stück Wellness in bequem erreichbarer Nähe. Zur Vorbereitung braucht man lediglich eine einfache Steckdose sowie eine ebene Fläche am gewünschten Aufstellort. Und es wird nicht viel Raum benötigt, um die neue Errungenschaft gut zu platzieren.

Manche Modelle brauchen grade mal so viel Fläche wie eine Duschkabine. Ist sie einmal aufgestellt, lässt sich die Kabine in wenigen Minuten aufheizen. Grundsätzlich kann man eine Infrarotkabine an jedem gewünschten Platz im Haus oder in der Wohnung aufstellen. Empfehlenswert ist ein Ort, an dem man sich wohlfühlt und für den man keine unnötig langen Wege in Kauf nehmen muss. In einer nüchternen Abstellkammer wird sich das gewünschte Wellnessgefühl wahrscheinlich nicht oder nur sehr schwer einstellen.

Infrarot-Element direkt in der Dusche

Ein Fenster in der Nähe kann für die nötige Frischluftzufuhr sorgen. Viele Kabinen haben auch ein eigenes Abluftsystem. Von Vorteil ist es, eine Dusche in gut erreichbarer Nähe zu haben. Die Alternative dazu – zum Beispiel bei beschränkten Platzverhältnissen – man installiert das Infrarot­-Element direkt in der Dusche. So lassen sich Wärme und Wasser auf ideale Weise kombinieren.

Bei der Gestaltung der Kabinen gibt es viele Möglichkeiten für Form und Design. Sie können auf kleiner Grundfläche ebenso untergebracht werden wie unter einer Dachschräge. Auch individuelle Wünsche können berücksichtigt werden: Für hochgewachsene Nutzer beispielsweise bietet ein höherer Türeingang praktische Vorteile. Haltegriffe und barrierefreie Eingänge sind ebenfalls machbar.

Scroll to Top