Der Saunaofen einer Softsauna. Foto: Harvia Oy
Der Saunaofen einer Softsauna. Foto: Harvia Oy

Hohe Temperaturen wie sie beim klassischen Saunieren in finnischer Manier erreicht werden, sind nicht jedermanns Sache. Ganz verzichten muss aber niemand auf das gesunde, wohltuende Bad in der Wärme, denn dies geht auch moderater, mit weniger Hitze aber höherer Luftfeuchtigkeit. Den goldenen Mittelweg bilden die sogenannten Biosaunas. Nicht zu heiß und nicht zu feucht darf das Klima in diesen Warmluftbädern sein, ideal sind laut Angaben des Deutschen Sauna-Bundes Temperaturen zwischen 50 und 60 Grad Celsius bei einer relativen Luftfeuchte von 35 bis 50 Prozent.

Zum Vergleich: In Heißlufträumen wie der klassischen Sauna beträgt die Raumtemperatur 95 bis 105 Grad Celsius bei einer Luftfeuchte von zwei bis fünf Prozent. Es gibt zahlreiche Modelle, die beide Optionen bieten. Rein äußerlich unterscheiden sich Softsaunas nicht von anderen Saunakabinen und auch die Innenausstattung sowie der Trend zu großflächigen Glaswänden, die eine weite, offene Atmosphäre erzeugen deckt sich. Immer beliebter werden Modelle, die sich quasi wie ein Möbelstück im Wohnbereich oder Bad integrieren lassen, denn die Zeiten, in denen man zum Schwitzen in den Keller ging, sind längst vorbei.

Ein Ofen – viele Optionen

Herzstück der Biosauna ist der Saunaofen. Im Privatbereich kommen überwiegend elektrisch betriebene Kombiöfen zum Einsatz, die mit einer Verdampfereinheit ausgestattet sind, über welche die Luftfeuchtigkeit geregelt wird. So sind verschiedene Badeformen, wie zum Beispiel das klassisch finnische Saunieren, das feuchte Warmluftbad oder etwa ein Kräuter- oder Dampfbad in einer Kabine möglich. Um sicherzugehen, dass der Ofen den erforderlichen elektrischen Standards entspricht, sollte er das VDE-Prüfsiegel besitzen. Inzwischen haben sich die Öfen zu wahren Hinguckern in den Kabinen entwickelt, ihre tragende Rolle spiegelt sich in schickem Design wider.

Funktionen wie unter anderem Temperatur und Luftfeuchtigkeit oder auch Beleuchtung oder Audioanlage werden über die Steuerung geregelt, die meist außen an der Kabine angebracht ist. Bequem sind auch in die Kabine integrierte Steuereinheiten, mit denen sich während des ­Saunabades Einstellungen verändern lassen.

Im Folgenden zeigen wir Ihnen Beispiel von Biosaunas der wichtigsten Hersteller:

Hell und freundlich

Die über Eck laufende Glasfront aus Klarglas bei der „Visage Glasecke“ ­vermittelt Weite und Offenheit. Innen und an zwei Sichtseiten besteht die moderne Elementsauna aus 12 mm starken Espenholz-Profilhölzern, sie ist wärmegedämmt und mit einer pro­fessionellen Dampfsperre versehen. Saunaliegen in zwei Breiten (50 und 60 cm), Rückenlehne, Ofenschutzgitter, Kopfkeile und eine Saunaleuchte ­gehören zur Standardausstattung. Die Optionen des Kombiofens „Fonda Duo“: Finnische Heißluftsauna, Warmluft-/Aromasauna, Dampfsauna. Temperatur und Luftfeuchtigkeit sind über die TouchPad-Steuerung „T1“ stufenlos ­regelbar. Foto: www.helo-sauna.de

Raumwunder

Auch die neue „S1“ bietet die bei Klafs üblichen fünf Bademöglichkeiten klassische Sauna, Warmluft-, Tropen-, Aroma- und Softdampfbad. Laut Studien des Berliner Universitätsklinikums soll die Kreislauf schonende Variante „Sanarium“ (Softdampfbad) mit Temperaturen zwischen 46 und 60 Grad Celsius und einer relativen Luftfeuchte von 40 bis 55 Prozent zur Blutdrucksenkung beitragen. Die „S1“ ist die erste ausfahrbare Sauna, die auf Knopfdruck ihre Größe ändert. Nach Benutzung wird sie wieder auf 60 Zentimeter Tiefe eingefahren und ist wie ein normaler Schrank im Raum ­integriert. Foto: www.klafs.com

Zielführende Kooperation

Inipi steht für Schwitzhütte und war Namensgeber für das neue Saunakonzept „Inipi“ – im Bild die „Inipi B“, das gemeinsam mit dem Wiener Designteam EOOS entwickelt wurde. Zielführung dieses Konzepts war die ­Integration des Spas im Bad- und Wohnbereich. Der mit keramischen Saunasteinen bestückte Saunaofen ­befindet sich verborgen in der Verlängerung der Seitenwand. Die Steine müssen laut Hersteller nicht ausgetauscht werden. In der Kabine herrschen Temperaturen von circa 60 Grad Celsius oberhalb der unteren Sitz- und Liegeebene bis zu 110 Grad Celsius unterhalb der Decke. Foto: www.duravit.de

Maximale Transparenz

Durch die profillose ganzflächige Glasfront blickt man in die mit indirekter Beleuchtung stimmungsvoll in Szene gesetzte Softsauna. Die auf Maß gefertigten Kabinen sind mit Polarkiefer horizontal getäfelt. Gefederte Bänke im oberen Bereich bilden bequeme Liegeflächen. Das Einheizen übernimmt der Biosa-Ofen mit herausnehmbarer Wasserschale, Ölschale und Kräutersieb. Foto: www.kuengsauna.ch

Dampfintensiv

Die Kabine ist ausgestattet mit dem Hinterwandofen „Softfeeling Kaskade“, bei dem drei übereinander angeordnete Steinpakete für intensive Dampfentwicklung sorgen und bereits bei 40 – 60 Grad Celsius ein Aufguss möglich ist. Die Innenverkleidung besteht aus Hemlockholz, die Körperformliege hat ein verstellbares Kopf- und Fußteil. Hinter der Trennwand befindet sich die indirekte Beleuchtung. Foto: www.fechner.de

Kontrapunkt

Edel ist der Look der „Cube“ in der Kombination von schwarzen Dekor-Lederplatten mit Glas. Die Innenverkleidung aus Espenholz bildet dazu einen ausgeprägten Kontrast. Passend in Farbe und Form der Saunaofen mit Standfuß, der Verdampfer wird einfach rechts oder links angehängt. Dazu gehört eine leicht bedienbare und mit internetfähigen Endgeräten kompatible Steuerung. Zusatzausstattung: Radio, Farblicht, Infrarotstrahler. Foto: www.jockers.de

Sechsfachnutzen

Mit seiner weiß lackierten Kabinenfront passt das „Thermium“ optisch gut ins Bad. Es ist mit Isoholz isoliert und einem in die Wand integrierten Infrarotflächen-Heizsystem versehen. ­Ergänzt mit dem Dampferzeuger „Meditherm“ sind bis zu sechs verschiedene Badearten, unter anderem auch Dampf- und Aromabäder mit bis zu 100 Prozent relativer Feuchte und einem Temperaturbereich zwischen 35 bis circa 80 Grad Celsius möglich. Foto: www.ruku-sauna.de

Diverse Modi

Herzstück der „Viitta“ von B+S Finnland Sauna ist der gleichnamige Ofen aus dickwandigem Edelstahl mit einer Leistung von 6 kW. Die Kabine wird in Blockbohlen-Bauweise unter Verwendung von herzgetrenntem Kernholz finnischer Polarfichten gefertigt. Die Nutzungsmodi sind die herkömmliche finnische Variante, das Warmluftbad, das Softbad sowie ein Kräuter- und Vitalbad. Mit zwei Schaltkreisen wird eine stufenlos regelbare zwei­stufige Heizung bedient. Zur ­Ausstattung gehören unter anderem eine Saunaleuchte, und ein Zubehörset. Foto: www.welt-der-sauna.de

Energiebündel

Die „Logica Sauna“ soll die Energien Wasser und Feuer verbinden. Der italienische Hersteller Effegibi ergänzt auf 2,14 x 2,5 Quadratmetern traditionelles Saunieren mit einem integrierten Duschbereich. Kanadisches Hemlockholz ziert die Innenwände, die Tür besteht aus 8 mm starken gehärtetem Glas. Foto: www.effegibi.it

Sensationell, im wahrsten Sinne des Wortes

Auf natürliche Materialien wurde bei der „Sensation“, einer Kabine aus der „Design Line“ von Tylö, Wert gelegt. Die schräg abfallende Rückwand, die Energie sparen und eine angenehme Kabinenthermik bewirken soll, besteht aus hitze­behandelter Espe, die Bänke aus heller Tigeresche. Für das richtige Saunaklima ist der„Sense Combi“-Ofen zuständig. Foto: www.tylo.de

Mit Blickkontakt

Die rahmenlose Eckverglasung bietet freien Blick in und aus der Kabine. Hemlock-Paneele bilden die Innenverkleidung, die Bänke sind aus Thermoespe gefertigt. Wohlig wird es in der Kabine durch die indirekte Hinterwandbeleuchtung. Foto: www.kugel-sauna.de

Ecklösung

Im Trend mit Übereckverglasung und schwellenloser Türe liegt auch die „Aurora Premium“. Innen und außen wurden Zirbenholzpaneelen horizontal verarbeitet, die drei großen Glaselemente bestehen aus 8-mm-Sicherheitsglas. Beheizt wird mit dem Verdampferofen „Hotline S10“, die Steuerung erfolgt über die Saunacontrol „F321“ , die mit einem Glastouchpad versehen ist. Foto: www.tpi.co.at

Integrationsfähig

Die für den Elektro-Saunaofen „Harvia Forte“ typische niedrige Saunatemperatur erzeugt ein ausgewogenes Softsaunaklima. Mit einem Einbaurahmen lässt er sich auch in die ­unterste Liege integrieren, die Bedienschalter sind gut erreichbar an der Vorderseite angebracht. Seine Steinkammer besteht aus rostfreiem Stahl. Erhältlich ist der „Forte“ in den Farben Schwarz, Weiß oder in Edelstahl. Foto: www.harvia.fi

Sauna „light“

Ob man es sich auf freischwebenden Bänken bequem machen möchte oder elegante Licht­elemente mit wechselnden Farben für das gewisse Ambiente sorgen sollen, ob mit verglaster Front oder lieber mit hölzerner Eingangstüre: dem Kunden stehen jegliche Optionen zur ­Verfügung. Für die Verarbeitung werden hochwertige Hölzer und Designelemente verwendet. Geschwitzt wird „light“ bei 45 – 60 Grad Celsius, die Luftfeuchtigkeit beträgt etwa 40 – 55 Prozent. Foto: www.corso-saunamanufaktur.com