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Infrarotanlagen: Positive Ausstrahlung

07.09.2015

Auch wenn wir im Sommer an allzu heißen Tagen schnell über die Hitze klagen, so sehnen wir uns mit Eintritt der Winterkälte doch gleich wieder nach den wärmenden Strahlen der Sonne. Vor allem der Bewegungsapparat leidet unter der Kälte, die Gelenke schmerzen schneller, Muskeln verspannen sich. Wohltuend kann dann, für Körper und Geist, ein Aufenthalt in einer Infrarotkabine sein, die sich immer größerer Beliebtheit erfreut.

Das liegt zum einen daran, dass für deren Nutzung meist keine Vorlaufzeit notwendig ist, wie etwa bei der Sauna, zum anderen findet sich fast immer ein geeigneter Platz für die inzwischen „salonfähigen“ Kabinen. Sogar im Wohnbereich halten sie immer öfter Einzug, Modelle mit großzügiger Verglasung sind hier sehr beliebt.

Funktion und Wirkung

Wenn die elektromagnetischen Wellen der IR-Strahlen auf Gewebe treffen, werden Moleküle in Schwingungen versetzt, Wärme entsteht und die Temperatur steigt an. Menschliches Gewebe besteht größtenteils aus Wasser. Daher spielt die Absorptionsfähigkeit des Wassers für die verschiedenen Wellenlängen der eindringenden IR-Strahlen eine entscheidende Rolle für deren Eindringtiefe und Wirkung.

Allgemein gilt: Je kürzer die Wellenlänge, desto größer die Eindringtiefe der Strahlen. Bei der IR-A-Strahlung beträgt diese bis zu etwa fünf Millimeter, das heißt, sie kann bis in die Unterhaut gelangen. Die langwelligeren IR-B- und IR-C-Strahlen werden in der oberen Hautschicht, der Epidermis, absorbiert und entfalten nur dort ihre Wirkung. Infrarotstrahlung führt zur besseren Durchblutung von Haut und Muskulatur, Verspannungen können abgebaut und der Kreislauf angeregt werden.

Außerdem soll die Tiefenwärme unter anderem positive Wirkung auf den Heilungsprozess bei Sportverletzungen haben, bei Hautunreinheiten helfen und durch das Schwitzen den Körper entschlacken. Personen mit Herz-Kreislauf-Problemen wird geraten, vor der Benutzung den Arzt zu konsultieren.

Strahlungsquellen und Bautypen

Im Wesentlichen unterscheidet man zwischen drei verschiedenen Strahlungsquellen. Es gibt Kabinen mit sofort einsatzbereiten Einzelstrahlern, in die Kabinenwände integrierte, unsichtbare Flächenheizungen – eine Variante, die für das Aufheizen der Wände etwas zeitlichen Vorlauf be­nötigt – und als dritte Strahlungsquelle die Platten. Auch diese müssen etwas vorgeheizt werden und befinden sich aufgrund ihrer größeren Oberfläche auch gerne im Beinbereich.

Die IR-Strahler gliedern sich in drei Bautypen: Der Magnesiumoxidstrahler besteht aus einem mit Magnesiumoxid gefüllten, gebogenen Metallrohr, durch das der Heizdraht läuft. Bei den Keramikstrahlern befindet sich der Heizleiter in einem Keramikkörper. Beide strahlen hauptsächlich im IR-C-, minimal im IR-B-Bereich. Sogenannte „Vitae“-Strahler, die auch im IR-A-Bereich Strahlung erzeugen, decken das ganze Spektrum ab.

Die Steuerung der Strahler sollte kontinuierlich erfolgen, das heißt, die Leistung sollte sich immer an die voreingestellte Temperatur anpassen. Bei Geräten, die mit Erreichen der Temperatur abschalten, bleibt zwar die Lufttemperatur erhalten, die Infrarotstrahlung fällt jedoch weg, was ein Gefühl der Abkühlung zur Folge hat. Meist können über die innen oder außerhalb angebrachten Steuergeräte überdies optionale Zusatz­effekte wie Licht, Musik und Duft- oder Soleanwendungen geregelt ­werden. 

Volle Leistung

Den „Vitae“-IR-Wärmestrahler gibt es mit 350, 500 und 750 Watt (W) im Vollspektrum IR-A, -B und -C. Laut Hersteller ist er in weniger als einer Sekunde vollständig leistungsbereit. Er kann wahlweise in ­einer 90°-Ecke oder in einem Wandelement montiert werden. Das „Infratec“-Premium-Steuergerät ­besteht aus separatem Bedien- und Leistungsteil, hat ­einen Regelbereich von 30 - 70 °C und verfügt über zwei dimmbare Regelkreise. Foto: www.eos-sauna.de

 

 

Massive Gemütlichkeit

Die mit Strobenholz massiv mit dunkler Feder ausgestattete Infrarotsauna ist versehen mit zwei „Vitae“-Strahlern, die auch den kurzwelligen Bereich (IR-A) abdecken. Ebenso dazu gehören Komfortliegen mit verstellbaren Kopf- und Fußteilen, LED-Farblicht in der Decke, drei Lichtspots sowie der Hinterwandofen „Softfeeling-Kaskade“. Foto: www.fechner-sauna.de

Mehrstufig verstellbar

Die seitlichen Rückenlehnen des in die Saunawand eingelassenen Wärmestrahlers „InfraPlus“ lassen sich ergonomisch in mehreren Stufen nach vorne verstellen. Bei Nutzung der Kabine im Saunamodus werden sie einfach platzsparend an die Wand geklappt. Während des Programmablaufs wird die Strahlungsintensität der mit Sensoren gemessenen Hauttemperatur angepasst, wodurch der Körper schonend tiefenerwärmt wird. Foto: www.klafs.de

Fichte und Erle

Die „TriSol Glas 145“ ist ausgestattet mit vier Flächenheizungselementen (1260 W) und zwei Vitalight-ABC-Strahlern (2 x 350 W). Die Glastüre besteht aus acht Millimeter starkem, klaren Sicherheitsglas, die Sitzbank ist aus Erle massiv gefertigt, die Kabine aus nordischer Fichte. Der dazugehörige Salzverdampferaufsatz fasst zwei Kilogramm Salzsteine. Foto: www.tpi.co.at

Wahlfreiheit zwischen drei Varianten

Die Multifunktionskabine „Visage Vita“ in heller Espe gibt es in drei Varianten (Klarglastüre, Ganzglasfront, Ganzglasfront mit integrierter Glasecke-/türe). Zur Auswahl stehen die IR-Technologien Magnesiumstrahler, Carbon-Flex-Flächenstrahler oder IR-Glas-Paneele. Ihr Rastermaß von 8,5 Zentimetern unterstützt jede Raumsituation. Foto: www.helo-sauna.de

Königliches Erlebnis

Das Zedernholz des Innenraums der „Royal“ speichert die Wärme und gibt sie als sanfte ­Infrarotstrahlung im IR-C-Wellenlängenbereich an den Anwender ab. Die Lufttemperatur wird dabei bis auf maximal 50 °C erhöht. Die in den Wänden rundum eingebrachten Infrarotfolien sorgen für eine gleichmäßige Wärmestrahlung in der Kabine. Foto: www.saunalux.de

Einfaches Nachrüsten

Der „Thera-Med“-Tiefenwärmestrahler kann in eine Saunakabine eingebaut werden und erweitert so deren Nutzung um die Infrarotfunktion. Die Rückenlehne ist höhenverstellbar und lässt sich indivuell anpassen. Die Vollspektrumstrahler sind leistungsgeregelt und ohne Vorheizzeit sofort einsatzbereit. Foto: www.delfin-wellness.at

Kontrastreich

Die Infrarotkabine „Mamba“ besteht aus Holzverbundelementen in hochglänzendem Schwarz. Optischen Kontrast dazu setzen die weiß gepolsterten Kunstledersitze. Der großflächige Einsatz von Glas vermittelt ein angenehmes Gefühl von Offenheit. Entspannt sitzend, mit bequemer Mittelarmlehne, können ein bis zwei Personen das Wärmebad genießen. Foto: www.b-intense.at

Sensorische Anpassung

Der in die Sauna „Baleo“ integrierbare Infrarotsitz ist aus­gestattet mit der „SensoCare“-Technologie: Vier in den Infra­rot-C-Strahler eingebaute Sensoren messen berührungs­los die Temperatur auf der Haut und passen die Wärme­intensität vollautomatisch an. Foto: www.roeger-sauna.de

Patentierter Platzsparer

Das Infrarotgerät von Herush beruht auf der patentierten Technologie „Micathermic“, basierend auf dem Mineral Mica (Glimmer). Laut Herstellerangaben ist es quasi unbrennbar. Die verwendete Technik erlaubt eine platzsparende, effiziente Bauweise der Öfen. Die Geräte sind optional in allen Farben erhältlich. Foto: www.herush.com

Ausgewogenes Verhältnis

Ein bis zwei Personen finden Platz in der „Ergo balance II deluxe“. Ergonomisch geformte Armlehnen und die bewegliche Rückenlehne ­sorgen für besonderen Komfort. Weiterhin ist der Fußboden mit einer integrierten Thermozone versehen. Über eine vollelektronische Steuerung werden Optionen wie etwa das Farblichtbad bedient. Foto: www.physiotherm.at

Unsichtbare Strahler

Das Heizsystem „Thermium“ arbeitet mit einem Niedertemperatur-Heizelement (Wandflächenheizung ohne sichtbare IR-Strahler), das IR-C-Strahlung über die Holzoberflächen erzeugt. Laut Hersteller ist ein Temperaturbereich von 30 bis 80 °C möglich. ­Erhältlich in elf Standardgrößen, sowie Ausführungen im Rastermaß von acht Zentimetern. Foto: www.ruku-sauna.de

„Prime+“ Time

Durch reduzierte EMS- (elektromagnetische Strahlung) und EF-Werte (elektrische Felder) ist laut Hersteller die „Prime+Infra“ mit Carbon-Flex-Technologie auch gut für Kinder und ältere Menschen geeignet. Über einen integrierten Touchscreen werden Temperatur, Licht (drei verschiedene Varianten), Radio und MP3 gesteuert. Foto: www.tylo.de

Zusatzausstattung

Die 350-W-IR-Strahler mit dunkler Glasoberfläche und schwarzen Edelstahlblenden werden in die ­Saunawand integriert, und je Bedienteil können über eine separate Innensteuerung bis zu vier Strahler angesteuert werden. Foto: www.jockers.de

Wärmender Stein

Gefertigt ist die Kabine der „Steinoase“ aus massiver Erle, die Infrarotheizflächen im Inneren sind großflächige Natursteinplatten. Zwei elektrisch verstellbare ­Körperformsessel neigen sich in ­Liegeposition und sind ebenso ­Infrarot beheizt. So erreicht die wohltuende, von 35 bis 70 °C regelbare Wärme den Nutzer rundum. Foto: www.baums-holzteam.com

Massiv oder als Bausatz

Die Infrarotkabinen von Kugel gibt es sowohl in Elementbauweise wie auch in massiver Ausführung und sie sind in verschiedenen Holzarten und Größen im Rastermaß von acht Zentimetern lieferbar. Ausgestattet sind sie mit optional dimmbaren Keramik- oder „Vitae“-Strahlern. ­Weitere Optionen: Lautsprecher und Farblicht. Foto: www.kugel-sauna.de

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