Poolabdeckungen: Es gibt vielfältige Lösungen

Poolabdeckungen Rollladenabdeckung Swimmingpool
Eine Rollladenabdeckung hält die Wärme im Wasser und schützt vor Wasserverdunstung. Foto: Starline Pools

Vom einfachen Schutznetz gegen Schmutzeintrag bis hin zum aufwändigen Hubliftdach: Poolabdeckungen gibt es für die unterschiedlichsten Einsatzzwecke und Ansprüche.

Wer einen Swimmingpool hat, sollte ihn immer dann, wenn er ihn nicht benutzt, abdecken. Umso mehr, wenn das Becken beheizt ist. Doch eine Abdeckung spart nicht nur Energie, sondern verringert auch den Schmutzeintrag in den Pool und den Verbrauch an Wasserdesinfektionsmitteln, weil der Poolbesitzer aufgrund der geringeren Wasserverdunstung weniger Pflegemittel benötigt.

Investition in die Erhaltung der Bausubstanz

Ein weiterer wichtiger Aspekt kommt bei Hallenbädern hinzu: Eine leistungsfähige Abdeckung ist auch eine Investition in den Erhalt der Bausubstanz. Denn der mit Spuren der verwendeten Desinfektionsmittel durchsetzte Wasserdampf, der durch die Verdunstung des Poolwassers entsteht, kann die Bausubstanz angreifen.

Das gewichtigste Argument für die Investition in eine Abdeckung ist die Energieeinsparung. Berechnungen von Experten zeigen, dass der Energiebedarf eines abgedeckten Pools um bis zu 70 Prozent sinkt, bei Hallenbädern gar bis zu 80 Prozent.

Die gängigsten Abdeckungsvarianten sind die aus Kunststofflamellen aufgebauten Rollladenabdeckungen sowie die in ihrer Konstruktion an Wintergärten erinnernden Überdachungen. Beide Varianten sind weit verbreitet und technisch ausgereift – aber aufgrund ihrer Komplexität und des hohen Komforts auch kein ganz billiges Vergnügen.

Exklusiv und robust: Hubliftabdeckung

Wer es noch exklusiver mag, hat im gehobenen Angebotssegment noch eine weitere interessante Option: die sogenannten Hubliftabdeckungen. Diese bestehen aus einem exakt auf den jeweiligen Swimmingpool zugeschnittenen Dach aus Aluminiumprofilen und lichtdurchlässigen Kunststoffplatten sowie im Regelfall vier stabilen Führungspfosten, an denen das Dach motorbetrieben hoch- und runterfährt.

Im geöffneten Zustand schwebt die Abdeckung wie ein riesiges Sonnensegel über dem Becken. Ruht die Abdeckung auf dem Beckenrand, ist das Wasser vor Verschmutzen und Wärmeverlust geschützt. Angenehmer Nebeneffekt: Diese Konstruktionen sind so stabil, dass sich das Dach in abgesenktem Zustand als zusätzliche Terrassenfläche nutzen lässt.

Flexibel und mobil: Abdeckfolien

Wer bei der Suche nach einer geeigneten Abdeckung weniger Wert auf exklusive Optik legt, sondern vorrangig das Kosten-Nutzen-Verhältnis seiner Poolanlage im Auge behält, für den sind Abdeckfolien beziehungsweise Folienabdeckungen die geeignetere Lösung. Die schon für wenige hundert Euro erhältlichen, nicht wärmeisolierten Abdeckfolien verhindern einen Großteil der Verdunstung und schützen das Becken vor dem Verschmutzen.

Wer die Kraft der Sonne nutzen will, ist mit einer sogenannten Luftkammerfolienabdeckung bestens bedient. Es handelt sich dabei um speziell gegen die UV-Strahlung stabilisierte PE-Folien, in die viele kleine Luftkammern eingearbeitet sind. Dadurch kann die Folie bei starker Sonneneinstrahlung das Beckenwasser um einige Grad Celsius erwärmen.

Außerdem vermindern die eingeschweißten Luftkammern den Wärmeverlust des Schwimmbadwassers. Etwas aufwändiger und deshalb auch teurer sind die wärmeisolierten Folienabdeckungen, die im Regelfall aus mehreren Schichten bestehen. Sie verhindern zusätzlich auch die Wärmeabstrahlung des Poolwassers.

Stabil und beruhigend: Sicherheitsabdeckung

Allen genannten Arten von Folienabdeckungen gemein ist das niedrige Gewicht und der – im Vergleich zu einer Rollladenabdeckung oder Überdachung – niedrigere Preis. Sie haben allerdings auch einen Nachteil: Herkömmliche Folienabdeckungen sind nicht unfallsicher.

Sogenannte Sicherheitsabdeckung bestehen aus besonders reißfestem Polyestergewebe, in das oft stabile Querstangen aus Leichtmetall eingearbeitet sind. Diese Stangen gehen dann über die gesamte Breite des Beckens und liegen links und rechts auf dem Beckenrand auf. Zusätzlich wird die Abdeckung häufig rund um das Becken mit Zurrgurten fest verspannt.

Diese Abdeckungen sind also nicht unbedingt Konstruktionen, die der Nutzer jeden Tag öffnet und schließt, sondern eher etwas für eine längere „Poolpause“ – beispielsweise wegen einer Urlaubsreise. Wichtig: Wer sich für eine unfallsichere Folienabdeckung interessiert, sollte ein Modell wählen, das die Anforderungen der französischen Sicherheitsnorm NF P90-308 erfüllt. Denn in Frankreich sind geeignete Schutzmaßnahmen vor Unfällen für Poolbesitzer zwingend vorgeschrieben.

Zahlreiche Komfortextras erhältlich

Auch bei diesen Basislösungen der Abdeckungshersteller hält der Komfortgedanke übrigens immer stärker Einzug. Mobile Abrollvorrichtungen, mit denen der Nutzer die Abdeckfolie bequem zum Swimmingpool und wieder zurück zum Lagerplatz transportieren kann, stehen bei den Kunden heute hoch im Kurs.

Selbst motorisierte Antriebe, mit deren Hilfe sich die Folienabdeckung im Stile einer Rollladenabdeckung auf Knopfdruck selbsttätig über der Wasserfläche ausbreitet, sind mittlerweile zu haben.

Kräftig und sinnvoll: Winterabdeckungen

Ein Sonderfall der Abdeckungsvarianten sind die Winterschutznetze oder -planen für Gartenpools. Denn hier steht nicht die Energieeinsparung, sondern vielmehr der Schutz des Beckens vor Verschmutzung, Kälte, Frost und starkem Wind im Vordergrund. Denn der Wasserspiegel ist abgesenkt und das Wasser wird nicht umgewälzt.

Wenn das Becken nicht durchströmt wird, kann sich eindringender Schmutz an der Wasseroberfläche und an der Wasserkante festsetzen.
Winterabdeckungen schützen außerdem vor der auch in der kalten Jahreszeit vorhandenen UV-Strahlung und verlängern damit die Lebensdauer des Pools. Sie bestehen aus robustem Polyestergewebe und werden mit Spanngurten und Ankern auf dem Beckenumgang befestigt. Selbst eine einfache, nicht wärmeisolierte Folienabdeckung, die nur lose auf der Wasseroberfläche schwimmt, ist besser als gar keine Abdeckung.

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