Ein Blockheizkraftwerk als Poolheizung

Blockheizkraftwerk Poolheizung
Ein Blockheizkraftwerk versorgt den Pool mit Wärme und Strom. Foto: Senertec

Nach dem Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung lassen sich mit einem Blockheizkraftwerk gleichzeitig Wärme und Strom erzeugen. Eine umweltfreundliche, effiziente und von den öffentlichen Energieversorgern unabhängige Poolheizung.

Wärme aus eigener Produktion

Blockheizkraftwerke (BHKW) erzeugen nach dem Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung Energie in Form von Wärme und Strom. Lange Zeit gab es nur Geräte mit einer Leistung im dreistelligen Kilowatt-Bereich, bis die Einführung der sogenannten Mini-BHKWs die Nutzung auch bei niedrigerem Wärmebedarf ermöglichte. Dabei werden meist Geräte mit einer elektrischen Leistung von bis zu 50 Kilowatt als Mini-BHKW bezeichnet. Es handelt sich dabei um kompakte, anschlussfertige Anlagen, die im Gebäude wie ein Heizkessel installiert und betrieben werden.

Ein Mini-BHKW besteht aus einem Block mit Kraftmaschine und Generator. In der Kraftmaschine wird die mit dem Brennstoff zugeführte Primärenergie in mechanische Energie umgesetzt. Mithilfe eines Generators wird diese in Strom gewandelt. Die dabei entstehende Abwärme dient der Beheizung und Warmwasserbereitung in Gebäuden – auch als Poolheizung. Da Strom und Wärme dezentral dort erzeugt werden, wo sie auch genutzt werden, treten nur minimale Übertragungsverluste auf.

Strom entsteht als Nebenprodukt

Bei der wärmegeführten Betriebsweise, wie sie meist in Einfamilienhäusern eingesetzt wird, ist die Anlage nach dem Wärmebedarf des Gebäudes ausgelegt und produziert – sozusagen als Nebenprodukt – Strom. Dieser wird entweder selbst genutzt oder gegen Vergütung in das öffentliche Stromnetz eingespeist. Dafür zahlt der örtliche Energieversorger eine Vergütung,deren Höhe das sogenannte KWK-Gesetz regelt.

Der Anlagenbetreiber erhält einen KWK-Zuschlag, nicht nur für den in das allgemeine Stromnetz eingespeisten KWK-Strom, sondern ab 2009, seit der ovellierung des Kraft-Wärme-Kopplungsgesetzes, auch für den selbst genutzten Strom. Zusätzlich zum KWK-Zuschlag zahlt der Stromnetzbetreiber mindestens eine übliche Vergütung für den aufgenommenen Strom – den Grundlastpreis des vorangegangenen Quartals an der Strombörse – , sowie Entgelte für die vermiedene Netznutzung. (Weitere Infos unter www.bafa.de).

Im Gegensatz zu der ärmegeführten Betriebsweise arbeitet bei der stromgeführten die KWK-Anlage bei einem bestimmten Strombedarf, die erzeugte Wärme wird parallel genutzt oder zunächst gespeichert.

Kernelement der konventionellen Mini-BHKWs sind speziell konstruierte Verbrennungsmotoren, die vor allem mit Erdgas, Flüssiggas und Heizöl EL aber auch mit Bio-Erdgas, Bio-Diesel und Rapsöl versorgt werden. Diese Motoren treiben einen Generator an, der elektrischen Strom erzeugt. Die lektrische Leistung beschreibt dabei, wie viel Strom pro Zeiteinheit produziert wird, die thermische Leistung steht für die abgegebene Nutzwärme.

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