Kindgerechter Schwimmteich Carsten Schmidt
Ein Schwimmteich will kindgerecht geplant sein. Foto: Carsten Schmidt

Der Schwimmteich im Garten – ein Ort der Erholung, des Naturerlebens und der Lebensfreude. Gerade Kinder aller Altersgruppen finden an dem Element Wasser großen Gefallen. Hier erfahren Sie, was bei der Planung und Ausstattung eines kindgerechten Badeteichs beachtet werden sollte.

Die Kleinsten planschen im Flachwasser und machen erste Schwimmübungen mit Mamas Hilfe – später steht Ballspielen, Springen und Toben an erster Stelle. Um den Nutzeransprüchen der Kinder gerecht zu werden und dabei die Sicherheit nicht aus den Augen zu verlieren, sind verschiedene Punkte bereits bei der Planung und dem Bau des Teiches zu berücksichtigen.

Ein Flachwasser- oder Strandbereich dient als Spielfläche – auch schon für die kleinsten Nutzer. Hierbei soll das verwendete Material nicht zu grob sein. Schüttungen aus Rundkorn eignen sich gut, um Verletzungen beim Spielen zu ver-hindern. Diese Bereiche müssen flach angelegt sein, damit Abrutschungen des Stein- oder Kiesmaterials verhindert werden. Der Richtwert ist hierbei eine Neigung von 1:10. Auch wenn ein Sandstrand das Sinnbild für Urlaub ist, ist feiner Sand als Material für Spielbereiche ungeeignet. Er wirbelt auf, trübt das Wasser ein und verteilt sich unkontrolliert und weitläufig in dem Badeteich. Hier ist einer gewaschenen, feinen Kieskörnung der Vorzug zu gewähren (Korngröße z.B. 2-4 mm, 2-8 mm oder 4-8 mm). Je nach Nutzerdruck und hydraulischem Konzept sind die Spielbereiche zu durchströmen.

Kindgerechte Einstiegsmöglichkeiten

Die Einstiegsgelegenheiten in den Nutzungsbereich werden auf die Ansprüche von Kindern ausgerichtet. Seichte Einstiege sind Leitern vorzuziehen. Ein Handlauf und rutschfester Untergrund sorgen für eine Verringerung der Unfallgefahr. Für Ballspiele und erste Schwimmversuche sind Nichtschwimmerbereiche ratsam. Eine Raststufe oder ein Teilbereich des Beckens mit einer Wassertiefe von etwa 1,30 Metern ermöglicht es, sicheren Stand zu bekommen und zu behalten. Umlaufend um den Schwimmbereich können Vorrichtungen geschaffen werden, die die Möglichkeit bieten, sich festzuhalten, auszuruhen oder hinzusetzen. So kann die Abtrennung zum Regenerationsbereich etwa 30-50 Zentimeter unter Wasser enden und in ihrer Beschaffenheit dazu dienen, sich hinzusetzen oder sich auszuruhen. Bei Beckenbauweisen dienen Haltestangen an der Beckenkrone und Raststufen dazu, den nötigen Halt zu bekommen.

Wasserspiele stellen willkommene Spielgelegenheiten dar. Sei es ein Bachlauf oder ein Quellstein im Uferbereich des Teiches – dort wo Wasser plätschert, gibt es etwas zu entdecken und zu planschen. Eine besondere Attraktion für Kinder sind Sprunggelegenheiten wie Sprungsteine, Startblöcke oder Ähnliches. Hierbei darf die Sicherheit nicht aus den Augen verloren werden. Eine stabile Fundamentierung der Absprungstelle gehört ebenso dazu wie ausreichend Platz und Wassertiefe vor dem Sprungstein. Als Richtwert gibt es eine Angabe aus dem öffentlichen Bereich, die besagt, dass vor einem Startblock eine Wassertiefe von 1,80 Meter auf 5 Meter Länge vorhanden sein muss.

Sicherheit

Wasser im Garten stellt bei allem Reiz auch eine Gefahrenquelle dar. Gerade bei kleinen Kindern ist es hilfreich, den Schwimmteich gegebenenfalls einzuzäunen, so dass diese das Wasser nicht unbeaufsichtigt erreichen können. Seicht abfallende Uferzonen sorgen dafür, dass das Freiwasser und der Tiefbereich nicht ohne Weiteres von Kindern erreicht werden kann. Ein dichter Besatz mit etwas höheren Pflanzen in diesen Uferbereichen verhindert ebenfalls, dass Kinder an das tiefere Wasser gelangen. Stege oder Einstiege, die direkt in den tiefen Nutzungsbereich führen, können abgetrennt oder mit einer Umzäunung gesichert werden. Für den Fall der Fälle ist es ratsam, Rettungshilfen wie einen Rettungsring oder eine Rettungsstange greifbar in Teichnähe zu platzieren.