Poolhinterfüllung mit “Thermaton”

Die Dämmmischung wird noch im Lkw für die Verarbeitung angemischt. Foto: Joachim Scheible

Eine Poolhinterfüllung dämmt, isoliert und stabilisiert das Schwimmbecken. Dazu wird es aus einem Lkw über Schläuche und häufig längere Distanzen an Ort und Stelle gepumpt. In diesem Beispiel wurde die Poolhinterfüllung bei einem 11,50 x 3,50 Meter großen Edelstahlbecken und dem speziellen Dämmmaterial „Thermaton“ durchgeführt.

Wenn der schwarze Lkw mit dem Anhänger und der Aufschrift „Thermaton“ in einem engen Sträßchen eines Wohngebiets langsam und präzise manövriert, dann wissen die Beobachter, dass irgendwo hier ein Pool gebaut wird. Denn „Thermaton“ ist ein Dämmmaterial, mit dem die Poolhinterfüllung in Schwimmbecken durchgeführt, nachdem es ins Erdreich eingelassen wurde.

Das Dämmaterial besteht im Wesentlichen aus Styroporrecycling, wofür EPS-Verpackungen, etwa von Fernsehgeräten, zerkleinert und zermahlen werden. Dazu wird ein mineralisches Bindemittel beigemischt und mit der Markenfarbe blau eingefärbt. Erst im Lkw vor Ort werden die drei Komponenten vermischt. Das heißt, dass die Kunden bei einer Poolhinterfüllung nur bezahlen, was tatsächlich verbraucht wird. Der Rest wird danach wieder mitgenommen. Durch den Pumpschlauch gelangt das Gemisch zum Poolbecken. Der Schlauch muss von Menschenhand geführt und das Material an bestimmten Stellen verdichtet werden. Das ist Aufgabe des beauftragten Poolbauers.

Wie läuft eine Poolhinterfüllung ab?

Zunächst werden die Enden des Becken mit „Thermaton“ befüllt. Das gewährleistet, dass die Konstruktion während der kompletten Prozedur stabil steht. Nun wird das Material rund ums Becken gepumpt. Die Poolhinterfüllung beziehungsweise Poolbodenplatte ist in einem Arbeitsgang (bis zu 75 Kubikmeter pro Tag) möglich. Nach circa zwei Tagen, jedoch abhängig von der Außentemperatur, kann das Fertigbecken versetzt oder der Betonringanker verlegt werden. „Thermaton“ ist wärmedämmend, stabilisiert das Becken und schützt die Einbauteile, insbesondere die Verrohrung und die Leitungen. Hinterfüllt wird der Graben zwischen Becken und Erdreich; für die perfekte Statik werden abschließend Ringanker aus Stahlbeton obendrauf gesetzt.

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Poolhinterfüllung: Was müssen Kunden beachten?

Mit „Thermaton terra Poolboden“ ersetzt man gleichsam die Betonbodenplatte, das wirkt darüber hinaus zugleich als Drainageschicht. Der Poolboden sollte aufgrund der Stabilität idealerweise mindestens 25 Zentimeter hoch sein. Auch sollte er möglichst nicht bis an den Grubenrand reichen, damit die Drainagerohre genügend Platz haben und sich die Poolhinterfüllung an der Bodenplatte abstützen kann.

Berger Beton unterhält für die Poolhinterfüllung „Thermaton“ vier Standorte in Deutschland: Leipzig, Landshut, Munster (Niedersachsen) und Würzburg. Mit den Kunden müssen vorab die Standortbedingungen für die Einbringung der Hinterfüllung geklärt werden, denn der Lkw braucht eine bestimmte Durchfahrtsbreite (nicht schmaler als 3,50 Meter) und -höhe (mindestens 4,10 Meter) und einen Stellplatz. Ein Wasseranschluss muss natürlich auch gegeben sein. Ein Stromanschluss ist dagegen nicht nötig! „Thermaton“ bringt standardmäßig einen 80 Meter langen Schlauch mit – auf Anfrage darf die Distanz zwischen Pool und Lkw bis zu 200 Meter sein.

Soll man einen Pool isolieren?

Eine Isolation des Schwimmbeckens ist unbedingt erforderlich für die Wärmedämmung. Ansonsten kann die kältere Temperatur aus der Erdumgebung die Temperatur des Poolwassers beeinflussen. Durch die Isolierung hält das Wasser die gewünschte Temperatur wesentlich besser. Und das ohne Nachzuheizen.

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