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Als glitzerten Brillanten

Das Grundstück der komplett sanierten Bungalow-Villa aus den 1960er Jahren ist wie geschaffen für eine ausladende Poolanlage.

Als bestünde es aus Tausenden von Brillanten, glitzert das Beckenwasser mit der tief stehenden Mittagssonne um die Wette. Seine Farbtöne changieren dabei so unbemerkt und plötzlich wie die üppig pigmentierte Haut eines Chamäleons. Allein, dass es sich um verschiedene Blautöne handelt, die sich in ihrer Intensität der Sonneneinstrahlung anpassen. Welch Highlight für die Sinne, hier oben auf den aussichtsreichen Hügeln der schwäbischen Weinlandschaft!

Das flimmernde Bild des Wassers ist technisch exakt so umgesetzt, wie es sich der Besitzer vorstellte. Kleine Glasmosaikfliesen aus Perlmutt sorgen für diesen eindrucksvollen Effekt in dem voluminösen Rechteck von zwölf ­Metern Länge und drei Metern Breite. „Die tolle Optik war ihm genauso wichtig wie das Format des Beckens, die äußere Gestaltung und die energetische Effizienz der kompletten Anlage“, erzählt der Stuttgarter Architekt Rainer Engel, der das aufwendige Projekt im stattlichen Zeitraum von eineinhalb Jahren und stets in enger Abstimmung mit dem Hausbesitzer plante und ­realisierte.

Wie ein Maßanzug

Weil der stark beanspruchte und oft auf weiten Reisen befindliche Geschäftsmann in wesentliche Baudetails und Sonderlösungen einbezogen sein musste, sei so viel Geduld aufzubringen gewesen. Vor allem für die Planung der Wasserattraktionen war seine Anwesenheit zwingend notwendig, denn Massagedüsen, Gegenstromanlage und Nackenschwall wurden seinen Körpermaßen angepasst – damit die Strömungen exakt die richtigen Körperstellen treffen. „Die ganze Anlage“, sagt Ospa-Fachberater Ralf Gebhardt, „ist vergleichbar mit einem Maßanzug. Schließlich muss bei Bauvorhaben in ­solchen Größenordnungen alles stimmig sein. Dafür ­haben wir den Besitzer richtiggehend vermessen.“ So befindet sich die Gegenstromanlage an einer Stelle, die es ihm erlaubt, beim Schwimmen stets die fruchtbaren Steillagen des imposanten Weinbaugebiets in direktem Blick zu haben.

Das harmonische Gesamtbild trifft auch auf die umliegenden Gestaltungselemente zu. Terrasse und Becken­umrandung sind mit edlem Travertingestein gedeckt – in einheitlichem Farbton sowie in einheitlichen Fugen- und Plattenmaßen. Der Fugenverband der Terrassenbeläge läuft dabei sozusagen ins Becken hinein, denn Ablauf- und Überlaufrinne sollten nicht in Erscheinung treten. „Das Schwimmbad sollte wunschgemäß unauffällig in die Terrassengestaltung integriert werden“, erinnert sich ­Architekt Engel an die ausführlichen Planungsgespräche mit dem ­Besitzer.

Gut Ding hatte also sehr viel Weile bei diesem Projekt. Zumal die Konstruktion des Pools integraler Bestandteil der Komplettsanierung der aus den 1960er-Jahren stammenden Bungalow-Villa war. Beide Komponenten sollten dabei eine architektonische Einheit bilden, die durch eine angemessene, ebenfalls gänzlich neue Gartengestaltung ergänzt wurde. Zudem lautete der Auftrag, auch in haustechnischer und energetischer Hinsicht die modernste aller verfügbaren Technologien einzubauen.

Gigantische Energiegewinnung mit Poolinhalt als Wärmepuffer

Gesagt, getan: Jetzt kann der Hausherr sein Anwesen via Tablet-Computer und Smartphone etwa im fernen China per Livecam genießen. Und regelt bei der Gelegenheit gleich die Pooltechnik: Denn die mit dem mobilen Internet verbundene Haustechnik ist mit der topaktuellen Steuerung „BlueControl III Web“ verknüpft, womit zum Beispiel die Wasserwerte von jedem Ort der Welt aus kontrolliert werden können. Gleichermaßen bedeutend war ihm die Energieversorgung von Haus und Pool, die ein Höchstmaß an Effizienz erbringen sollte. Mit Erfolg: Die mit weißem Aluminium bedampften Polycarbonat-Lamellen der Poolabdeckung haben eine enorme energetische Wirkung: „In Kombination mit einem Wärmetauscher und den ­Solarkollektoren auf dem Hausdach sorgt dieses System für die Aufheizung des Wassers und dabei für eine gigantische Energiegewinnung“, schwärmt Ospa-Berater Gebhardt. Der Poolinhalt fungiert dabei sogar als Pufferspeicher für die komplette Solaranlage.

Der Hausherr ist jedenfalls begeistert von seiner Poolanlage: „Ich habe ein rundum gelungenes Gesamtpaket bekommen. Was mir besonders daran gefällt ist die Tat­sache, dass die großartige Technik optisch nicht hervortritt, sondern der wunderschönen, glitzernden und flimmernden Wasserlandschaft den Vortritt lässt.“

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