Handbuch Wasserpflanzen ist erschienen

Handbuch Wasserpflanzen Patzer-Verlag Carsten Schmidt Jörg Baumhauer Klaus van de Weyer
Das "Handbuch Wasserpflanzen" aus dem Patzer-Verlag. Die Autoren: Carsten Schmidt, Jörg Baumhauer und Klaus van de Weyer. Coverfoto: Patzer-Verlag

Was lange währt, wird endlich gut: Das von Jörg Baumhauer, Carsten Schmidt und Klaus van de Weyer verfasste “Handbuch Wasserpflanzen” ist jetzt im Patzer Verlag erschienen. In dem Buch dokumentieren die drei Autoren ihre neuesten Erkenntnisse bezüglich des Einsatzes von Wasserpflanzen als natürliche Wasseraufbereiter in Schwimmteichen.

Jedes Ding hat einen Platz _ jedes Ding hat seinen Platz: Ein Leitspruch aus der Büroorganisation, der besonders gut auf die Wasserpflanzenwelt übertragbar ist. Denn die Auswahl nur nach Blütenfarbe, Blatttextur und Wassertiefe ist längst vorbei. Andere, wichtigere Faktoren spielen bei der Auswahl der richtigen Wasserpflanze eine übergeordnete Rolle. Wirklich? Leider noch viel zu selten. Zumindest wenn es nach den Autoren des Handbuch Wasserpflanzen geht. Dr. Klaus van de Weyer, Carsten Schmidt und Jörg Baumhauer haben es sich dem neuen Standardwerk zur Aufgabe gemacht, die Auswahl Sumpf- und Wasserpflanzen für den Profi, aber auch für den Laien verständlicher, einfacher und vor allem praxisnäher zu machen.

Der richtige Standort ist entscheidend

Dabei verzichten sie auf langatmige Beschreibungen der Pflanzen, Sortierungen nach Blütezeit und Wassertiefe und Kombinationsvorschläge. Viel wichtiger ist den Autoren der richtige Standort für die richtige Pflanze und ein Blick in die Zukunft: eine Prognose, wie sich Wasserpflanzenbestände entwickeln und verändern werden im Laufe des Lebenszyklus eines künstlichen Gewässers.

Sie starten mit den wichtigen Grundlagen zum Thema Gewässerkunde: Was sind Trophiestufen, welchen Einfluss haben Wasserhärte, Füllwasser und Substrate auf die Wuchseigenschaften und die Standortauswahl der Pflanzen und definieren wichtige Begriffe. Es folgt ein Blick in die Natur, auf die natürlichen Gewässer und ihre Pflanzengesellschaften. Was lässt sich daraus ableiten, welche Rückschlüsse kann ein Profi aus der Beobachtung natürlicher Lebensräume auf die Arbeit mit Wasserpflanzen für künstliche Gewässer ziehen und welchen anthropogenen Nutzen haben Wasserpflanzen?

In der Pflanzenmatrix zusammengefasst

Die Kernaussagen aus der aktuellen Forschung rund um emerse und submerse Makrophyten, so die botanisch korrekten Bezeichnungen für Sumpf- und Wasserpflanzen haben die Autoren übersichtlich und praxisnah zusammengefasst: In der Pflanzenmatrix. Sie hilft dem Anwender bei der Beurteilung seines Gewässers, der Prognose wie es sich im Laufe der Zeit verändern wird und welche Pflanzen optimal in dieses Gewässer passen. Sie geben konkrete Hinweise und Hilfestellungen fürdie Auswahl und die Bestimmung der Pflanzen und für ihren Einsatzzweck. Besonders Augenmerk haben die Autoren dabei auf die Auswahl der Fotos und Pflanzenbeschreibungen gelegt, die den Verwendern eine Bestimmung der Pflanzen auf der Baustelle erleichtern.

Wem das noch nicht genug ist oder wer es noch einfacher haben möchte, der kann aus diversen Musterpflanzenlisten sein eigenes Sortiment entwickeln. Am Ende des 146-seitigen Fachbuches findet der Leser Hinweise zur Wasserpflanzenpflege und eine umfangreiche Literaturliste. Das Handbuch Wasserpflanzen ist kein Bildband. Es will und soll ein praxisnaher Begleiter für den Anwender und die Auswahl submerser und emerser Makrophyten fürkünstliche Gewässer sein.

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