Miteinander von Körper, Geist und Seele

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Foto: Casa Münster

Wellness basiert auf einer in den 1950er-Jahren in den USA aufgekommenen Gesundheitsbewegung, die für eine ganzheitliches Gesundheitskonzept stand. Heute steht Wellness für Methoden und Anwendungen zur Steigerung des körperlichen und seelischen Wohlbefindens.

Nachfrage nach Wellness steigt

Ziel von Wellness ist es, Körper und Geist im Gleichgewicht zu halten. Dass die Menschen dieses Bedürfnis spüren, zeigt sich in der steigenden Nachfrage nach Wellness-Anwendungen jeder Art. So unterschiedlich die Menschen sind, so verschieden definiert sich für den Einzelnen den Begriff Wellness. Viele suchen Ruhe und Entspannung in der Sauna, für andere definiert sich Wellness dagegen in sportlicher Betätigung.

Diese Suche nach der inneren Balance zieht sich durch alle Gesellschaftsschichten und Altersgruppen und ist unabhängig von Geschlecht und Familienstand. Der Markt boomt – kleine Fluchten aus dem stressigen Alltag nehmen für viele an Bedeutung zu.

Wellness vom Experten definiert

Lutz Hertel ist Diplom-Psychologe und führender Wellness-Experte im deutschsprachigen Raum. Er definiert Wellness wie folgt:

„Wellness ist eine Lebensphilosophie und zugleich ein Lebensstil. Es geht darum, die menschlichen Potenziale zu erkennen. Im Rahmen der eigenen Möglichkeiten das Beste auszuschöpfen. Der Weg zu Glück und Wohlbefinden ist ein aktiver, kein passiver! Entspannung allein macht uns nicht glücklich. Wellness kann niemand für uns oder an uns machen. Man kann das nicht kaufen, sondern nur durch eigenes Denken, Fühlen und Handeln zum Vorschein bringen. Ich halte das REAL-Wellness-Modell für hilfreich. Es hilft, zu verstehen, wie man die Wellness-Philosophie lebt.

Die 4 Säulen von Wellness

R steht für Ratio, für den Gebrauch des eigenen Verstands. Dazu gehört ein messerscharfes, kritisches Denkvermögen und die Orientierung an den Erkenntnissen der Wissenschaften statt an Glauben und Aberglauben. Befassen Sie sich stattdessen mit der wissenschaftlichen Philosophie des Glücks, der Ethik und der Moral.

E steht für Enthusiasmus, die überschwängliche Freude am Leben mit all ihren emotionalen Erscheinungsformen. Kennen Sie die Positive Psychologie? Sie liefert jede Menge wissenschaftliche Erkenntnisse und Hilfestellungen für echtes menschliches Glück und Wohlbefinden.

A repräsentiert die Achtsamkeit für unsere physische und psychische Verfassung. So wie ein Athlet seinen Körper und Geist mit Disziplin trainiert und vervollkommnet, so kann sich grundsätzlich jeder von uns im Rahmen seiner Möglichkeiten in seine individuelle Bestform bringen. Es gilt, diese so lange wie möglich aufrechtzuerhalten.

L steht für die Freiheit – la Liberté. Schätzen und nutzen wir unsere Freiheitsrechte, machen wir tatsächlich Gebrauch von den vielen Freiheiten, unser Leben so zu leben, wie es uns entspricht, ohne dabei die Rechte anderer zu verletzen.“ (Lutz Hertel, Deutscher Wellness-Verband)

Wellness-Trend unter der Lupe

Dass der Wellness-Trend ständig steigt, belegt die Studie „Wellness-Trends 2018“. Die Studie wurde erstellt von Wellness Hotels & Resorts, der GFK und dem Wellnessreiseveranstalter beauty24. Grundlage war eine  Umfrage unter 1439 Wellness interessierten Deutschen und 133 Wellnesshoteliers. Darüberhinaus kamen Auswertungen einer Langzeitstudie zur Analyse des Reisemarktes des GfK TravelScope zum Tragen.

Wellness boomt

Demnach verzeichnen Wellness- und Vitalreisen ein Wachstum von +3,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Speziell Wellness-Reisen zum Beispiel in Wellnesshotels stiegen um 27 Prozent. Sie liegen nach Meinung der Deutschen auf Platz 2 der Wellnessurlaube. Nach All-inklusive und vor Kreuzfahrten. Die Aufenthaltsdauer liegt bei 5-8 Tagen. Die Gäste erwarten beim klassischen Wellness-Aufenthalt in Wellnesshotels einen hohen Service. In Form von Rundum-Sorglos-Paketen zahlen für sie dafür einen höheren Preis.

Kürzere Auszeiten verbringen Wellnessliebhaber vorzugsweise als Day-Spa Arrangements (14%) oder bei einem Besuch in der Therme (45%). Für Urlaub mit Wellness-Zusatz entscheiden sich 21% und 20 % der Reisenden bevorzugen Entspannung in der klassischen Form.

In den Alltag integrieren

Nicht nur der viel beschworene Tapetenwechsel in Form des Kurztrips am Wochenende oder der erwähnte klassische Wellnessurlaub bedeuten Balsam für die Seele. Wellness lässt sich ausgezeichnet in den Alltag integrieren. Sieht man Wellness als übergeordneten Begriff und eine Art Lebensphilosophie, gibt es unzählige Möglichkeiten, Wellness in den Alltag zu integrieren. Ob durch einen Besuch in der Sauna, ausgiebiges Bahnenziehen im Pool oder auch das Lesen eines Buches.

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