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Susi

Dampfbad: Im Jungbrunnen baden

10.08.2011

Foto: Repabad

Die milde Wärme und hohe Luftfeuchtigkeit der Dampfbäder wirken wohltuend auf Haut und Atemwege. Wir verraten Ihnen deren Bauweisen und stellen die neuesten Modelle vor.

Jeder will alt werden, aber fast keiner will alt sein – so lautet eine gebräuchliche Redewendung. Alt fühlen will sich auf jeden Fall wohl niemand. Auch deshalb 
nutzen die Menschen vieler Kulturen bereits seit der 
Antike die belebende Wirkung von Dampfbädern: Für die alten Römer beispielsweise zählte der Besuch des Caldariums in den Thermen zum alltäglichen Baderitual. 
Genauso ist das Dampfbad aus der japanischen Badekultur nicht wegzudenken, da das Prinzip der Reinheit im Buddhismus eine wichtige Rolle spielt.

Der Dampf steigert das Wohlbefinden

Heute bestätigen zahlreiche wissenschaftliche Studien die positiven Eigenschaften des feucht-warmen Klimas mit einer Luftfeuchtigkeit von annähernd 100 Prozent und einer Raumtemperatur von 45 bis 50 Grad Celsius. Demnach kann der Dampf das Wohlbefinden der 
Badenden steigern und sichtbar positiv die Haut beeinflussen – sie erscheint gestrafft, gereinigt und geschmeidig. Zudem tut das Baden im warmen Dampf den 
Atemwegen gut, indem es die Schleimhäute anfeuchtet.

So kann sich nach dem Heißluftbad eine Barriere gegenüber Krankheitserregern in der Nase und im Mund bilden. Das Dampfbaden verspricht damit, ebenso wie das Saunieren, vor Erkältungen zu schützen. Besonders wohltuend wirkt sich der warme Dampf auf bereits angegriffene Atemwege aus, wenn ihm beispielsweise ätherische Öle aus Eukalyptus und Menthol beigefügt sind. Darüber hinaus haben Mediziner festgestellt, dass der regelmäßige Gang ins Dampfbad chronische Beschwerden wie Rheuma und Rückenschmerzen lindern kann.

Seitdem die Hersteller zunehmend Fertigkabinen 
anbieten, halten Dampfbäder mit ihren gesund-heitlichen Wirkungen verstärkt in Privathäusern Einzug. 
Ursprünglich waren sie ausschließlich den öffentlichen Bädern und Saunaanlagen vorbehalten. Die Dampf
führung war komplizierter und das Mauern und Verfliesen der Feuchträume viel aufwendiger als heute.

Kompakt, modular oder individuell

Wer zu Hause im tropischen Klima des Dampfbades entspannen will, kann zwischen ganz unterschiedlichen Konstruktionen, Materialien und Größen wählen. Den 
Einstieg bilden Dampfduschen, deren kompakte 
Kabinenbauweise praktisch in jedes Badezimmer passt. Äußerlich gleichen sie normalen Duschen, haben jedoch eine fast vollständig dicht schließende transparente Kabine mit einem oder mehreren Sitzen. Diese klappt der 
Nutzer, wenn er duschen möchte, einfach hoch, sodass er die Dampfdusche wie eine normale Brause nutzen kann.

Als reine Dampfbäder für den Privatgebrauch setzen sich seit den letzten Jahren zunehmend Fertig- sowie Modularkabinen durch. Erstere bestehen überwiegend aus hygienischem Sanitäracryl, das sich durch glatte Oberflächen leicht reinigen lässt. Ähnlich wie Dampfduschkabinen zeichnen sie sich durch eine sehr kompakte Bauweise aus, die das platzsparende Nachrüsten im vorhandenen Badezimmer ermöglicht.

Standardisierte Modularkabinen hingegen sind Konstruktionen, deren vorgefertigte, dampfdichte Leichtbauplatten die Hersteller vor Ort zusammensetzen und verfliesen. Dank dieser Bauweise sind die Kabinengrößen und Sitzanordnungen variabel und seit neuestem kann selbst edles Glas 
nahezu fugenfrei zum Einsatz kommen.

Dampfgeneratoren: Heißer als ein Wasserkocher

Eine komfortable und großzügig bemessene Alter
native bilden klassische, massive Dampfbäder, die dem Kunden gestalterisch und hinsichtlich der Wahl des 
gewünschten Grundrisses alle Freiheiten lassen. Integraler Bestandteil aller Bauweisen sind Dampfgeneratoren: Heißer als ein Wasserkocher erhitzen sie 
ihren Tankinhalt soweit, bis die Flüssigkeit in den dampfförmigen Zustand übergeht. Von einer ausgeklügelten Steuerung geregelt, leitet der Generator daraufhin so viel Dampf in die Kabine ein, dass die Luft immer ausreichend gesättigt ist und somit den kompletten Raum vernebelt.

Ganz gleich für welche Bauart sich der Bauherr entscheidet, einige grundlegende Dinge gilt es beim Kauf eines Dampfraumes zu beachten: Bestenfalls sollte die Decke nicht flach, sondern wie bei einem Kuppeldach 
gewölbt sein, weil sonst heißes Kondenswasser auf die Badenden tropfen kann. Auf rauen Putz zu verzichten ist ebenfalls ratsam. Denn die Rückstände der Duftstoffe, welche dem Dampf oft zugegeben werden, könnten sonst Wände und Decken verfärben.

Die große Bandbreite an Modellen zeigt: Individualität wird beim Dampfbaden auch in Zukunft großgeschrieben – verfeinert mit originellen Zusatzausstattungen wie 
Aroma-, Farblicht- und Klangtherapie sowie MP3-Playern schafft es ein ganz persönliches Wohlfühlerlebnis.

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