Nicht immer ist das Wetter für ungetrübtes Poolvergnügen ideal. Deshalb lohnt es sich, eine Poolüberdachung in Erwägung zu ziehen. Poolüberdachungen bieten viele Vorteile: Zum Beispiel die Unabhängigkeit vom Wetter: Sie können baden, wann immer Sie Lust haben. Eine Poolüberdachung verhindert ein allzu schnelles Auskühlen des Wassers. So müssen Sie weniger nachheizen. Das spart Energie und damit Betriebskosten. Aufgrund ihres Gewächshauseffektres und je nach Sonneneinstrahlung und Positionierung der Poolüberdachung erwärmt sich das Wassers von einigen Grad Celsius.

Ein weiterer Vorteil: die Zeitersparnis bei der Reinigung des Beckens. Herabfallendes Laub, Staub und andere Schmutzteilchen verunreinigen das Wasser und sollten Sie regelmäßig entfernen. Mit einer Poolüberdachung müssen Sie das Wasser nicht so oft reinigen. Nicht zu unterschätzen ist der Sicherheitsfaktor: Poolüberdachungen helfen, Unfälle von Mensch und Tier zu vermeiden.

Bauformen der Poolüberdachung

Auf dem Markt unterscheidet man zwischen Hoch- und Niedrig-Überdachungen. Die flache oder niedrige Poolüberdachung ist meist nicht mehr als einen Meter hoch. So fügt sie sich unauffällig in ihre Umgebung ein. Darunter zu schwimmen ist zwar möglich, aufgrund der eingeschränkten Kopffreiheit nicht Jedermanns Sache. Zum „Bahnenziehen“ bei schlechtem Wetter ist diese Variante gut geeignet und bietet dann den nötigen Schutz. Niedrig-Überdachungen verfügen über kurze, senkrechte Seitenteile und einen flachen bis mittelhohen Bogen. Oder sie sind trapez- oder korbbogenförmig gestaltet. In der Regel bieten sie bis an den Rand des Beckens Kopffreiheit.

Weil zwei Meter oder höher, erlaubt die hohe Poolüberdachung den Badegenuss zu jeder Jahreszeit und bei jedem Wetter. Ihre dominante Präsenz im Garten macht die Hoch-Überdachtung mit einem großen Vorteil wett: Bei guter Planung gewinnen Sie ein nettes Plätzchen direkt am Pool, als Aufenthaltsort für Partys bei Regen.

Poolüberdachung: Im Idealfall abschließbar

Hoch-Überdachungen haben meist gerade Seitenwände. Manche Modelle sind leicht nach außen gewölbt, um so viel Innenraumvolumen wie möglich zu schaffen. Die Gestaltung ihrer Dächer ist angelehnt an übliche Hausdächer. Sie finden hier geläufige Dachformen wie zum Beispiel das Satteldach, das Giebeldach oder das Pultdach.

Der Markt bietet überdies individuelle Möglichkeiten wie etwa hochklappbare oder schwenkbare Giebelwände. Und wo sich die Einstiegsleiter in den Pool befindet, können Sie eine Eingangstüre anbringen lassen. Die Hersteller versuchen im Rahmen der Möglichkeiten auf Kundenwünsche einzugehen, das betrifft Sondergrößen und Sonderausstattungen.

Egal, ob eine Poolüberdachung niedrig oder hoch oder individuell ausgeführt ist: Aus Sicherheitsgründen sollte sie idealerweise abschließbar sein.

Rahmen und Verglasung einer Poolüberdachung

Die einzelnen Elemente der Abdeckungen setzen sich aus einem Rahmen mit Aluminiumprofilen und der an den Profilen befestigten Verglasung zusammen. Die Aluminiumprofile sind entweder eloxiert oder in verschiedenen Standardfarben pulverbeschichtet erhältlich. Sonderfarben gibt es oft nur gegen Aufpreis und umfassen dann meist die komplette RAL-Farbpalette

Die Verglasung besteht in den meisten Fällen aus langlebiges Polycarbonat, in seltenen Fällen aus Plexiglas und Echtglas. Die Scheiben aus dem widerstandsfähigen Polycarbonat unterscheiden sich in zwei Arten: Die Doppelstegplatten mit Hohlkammerstruktur wiegen weniger. Sie benötigen weniger starke Aluminiumrahmen und die Elemente lassen sich aufgrund des geringeren Gewichts einfacher verschieben. Das bedeutet besonders bei Hochüberdachungen ohne Motorisierung einen Vorteil.

Häufiger kommen die massiven Polycarbonat-Scheiben zum Einsastz. Bei ihnen ist die Durchsicht besser, dafür sind sie etwas teurer. Grundsätzlich besteht die Möglichkeit Echtglas einzusetzen. Sie ist jedoch die kostspieligste Alternative und stellt durch das Gewicht an die Konstruktion hohe Anforderungen. Allen Alternativen ist eines gemein: Sie haben bei allen die Wahl zwischen klarem, mattem, getöntem oder farbigem Kunststoff oder Glas. Zudem können Sie die komplette Überdachung oder nur einen Teil davon farbig gestalten.

Funktionsweise einer Poolüberdachung

Die Grundkonstruktion der Poolüberdachungen ist bei nahezu allen Modellen und Varianten ähnlich. Sie bestehen in der Regel aus einzelnen Elementen, die sich auf kugelgelagerten Rollen fortbewegen. Zum Öffnen schieben Sie sie wie ein Teleskop ineinander, wobei das hinterste Elemente fest fixiert ist. Geführt werden die Teile beim Öffnen entweder auf Schienen aus Aluminium oder sie sind komplett schienenfrei.

Aufgesetzte Bodenschienen haben den Vorteil, Unebenheiten im Boden auszugleichen. Allerdings sind sie mehrere Millimeter hoch und müssen mit dem Untergrund verschraubt sein. Dadurch sie eine mögliche Stolperfalle dar. Sehr flache, nur wenige Millimeter hohe Schienen setzen indes einen ebenen Boden voraus. Alternativ kann der Poolbauer die Führungsschienen in den Boden einlassen.

Poolüberdachung: Eine lohenswerte Anschaffung

Am elegantesten ist die schienenlose Variante. Sie setzt einen Beckenumgang frei von Unebenheiten voraus. Zudem stellt sie an die Stabilität der Poolüberdachung hohe Anforderungen, was sich im Preis niederschlägt. Zum Öffnen und Schließen bieten manche Hersteller optional eine Motorisierung per Fernbedienung an, unter anderem solarbetriebene Aggregate.

Summa summarum bedeutet eine Poolüberdachung eine lohnenswerte Anschaffung. Sie verhindert Schmutzeinträge, schützt Personen und Tiere, verlängert die Badesaison und spart Energiekosten. Je nach Sonneneinstrahlung und je nach Positionierung der Poolüberdachung kann sich das Wasser aufgrund des Gewächshauseffekts um bis zu 8 Grad Celsius erwärmen.

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