So geht eine richtige Poolsanierung

Ein Swimmingpool sorgt für einen großen Spaßfaktor, ist etwas fürs Auge und sorgt für ein gewisses Urlaubsflair zuhause. Doch ein Pool braucht auch viel Pflege und wenn dieser in seine Jahre kommt, sollten Sie rechtzeitig an eine Poolsanierung denken. In diesem Artikel erfahren Sie alles, was Sie über eine Poolsanierung wissen müssen.

Wann ist eine Poolsanierung notwendig?

Bei einer Poolsanierung gilt es klar differenzieren. Zum einen gibt es die Reparaturen. Das kann zum Beispiel eine Undichtigkeit sein oder die Pumpe oder die Mess- und Regelanlage funktionieren nicht mehr. Solche Reparaturen sind das klassische Kundendienstgeschäft, ein Service für den Poolbesitzer. Etwas umfangreicher sind dann die Instandhaltungen. Hier geht es meistens um rein optische Maßnahmen, bei denen es keine baulichen Veränderungen gibt. Ganz anders dagegen verhält es sich bei dem, was man unter Sanierung versteht. Das sind ganzheitliche Projekte, bei denen es nicht nur um den Swimmingpool an sich geht. Dabei wird immer das gesamte Umfeld berücksichtigt. Bei einer Schwimmhalle ist das die Bausubstanz, beim Außenpool gehört die Neuanlage des Gartens dazu.

Trotz der Gegebenheiten ist eine Poolsanierung nicht zwangsläufig aufwendiger als ein Neubau. Es gibt nämlich verschiedene Voraussetzungen. Bei Sanierungen gibt es keine „grüne Wiese“, auf der sich die Experten frei bewegen können. Vielmehr gibt es ein bereits bestehendes Gebäude. Das heißt, die Außenabmessungen sind vorgegeben. Die Eckpfeiler stehen also schon. Und die müssen bei der Planung und der Konzeption berücksichtigt werden. Zudem sollten die vorhandenen Gegebenheiten auch mit den Wünschen des Kunden in Einklang gebracht werden. Das ist eine kreative Herausforderung mit großem Spaßfaktor.

Der Trend geht zurzeit bei vielen Besitzern zu einer Poolsanierung. Das liegt auch daran, dass viele Becken aus den 70ern und 80ern in die Jahre gekommen sind und jetzt optimiert werden sollten. Allein schon aus energetischen Gründen. Heute würde zum Beispiel nie eine Schwimmhalle ohne detaillierte Betrachtung der Bauphysik mit Wärmedämmung und Dampfsperre gebaut werden. Denn sie schützt die Bausubstanz vor Feuchtigkeit. Zudem waren die Wasser- und Raumtemperaturen früher deutlich niedriger. Früher hatte man eine Wassertemperatur von etwa 24 Grad. Heute liegt die durchschnittliche Temperatur bei 27 bis 28 Grad. So hat man heute ganz andere Anforderungen ans Gebäude, gerade in Bezug auf das Klima. Es gibt keine Schwimmhalle mehr, die ohne ganzheitliche Lüftungs- und Entfeuchtungsanlage mit Wärmerückgewinnung auskommt. Das hat energetische Vorteile, zudem ist auch die Luftqualität deutlich besser.

Wie läuft eine Poolsanierung ab?

Am Anfang steht die Bestandsaufnahme, die oft gemeinsam mit Bausachverständigen durchgeführt wird. Es wird analysiert, was nicht mehr bzw. nicht mehr lange funktioniert und ausgetauscht werden muss. Zum anderen werden etwaige neue Wünsche und Vorstellungen des Kunden erörtert.

Danach folgt die konkrete Planungsphase. Dabei entsteht ein Konzept mit Kostenermittlung: einerseits für die eigentliche Sanierung, andererseits für den späteren laufenden Betrieb. Es folgt die Auswahl der ausführenden Firmen und die Bemusterung der verwendeten Materialien und Ausstattungen. Dann gibt es einen Projektablauf- und Terminplan. Und irgendwann geht es dann los mit dem Rückbau.

Informieren Sie sich im vorhinein, welche baulichen Maßnahmen nötig sind. Planen Sie wenn möglich außerhalb der Hochsommerzeit, damit sich die Poolsanierung aufgrund des engen Terminkalenders der Poolfirmen nicht unnötig in die Länge zieht. Da während der Umbaumaßnahmen allerdings auch Frost unbedingt vermieden werden muss, sind die Wintermonate auch nicht gut geeignet.

Was kostet eine Poolsanierung?

Da geht die Spanne weit auseinander. Bei einer umfassenden Vollsanierung geht es in die Richtung von sechsstelligen Beträgen – wobei die Grenzen nach oben offen sind. Wenn man dagegen „nur“ eine Aufhübschung macht, kann man mit 20 000 Euro schon viel erreichen. Ein Tipp ist, dass sie lieber etwas kleiner planen, um noch genügend Spielraum zu haben, sowohl zeitlich als auch finanziell. Es wäre fatal, wenn man mittendrin aufhören müsste, weil man den Aufwand zu gering eingeschätzt hat. Eine Kostenkalkulation zu Beginn der Poolsanierung ist daher unbedingt zu empfehlen.

Poolsanierung – ein Beispiel

Im Souterrain eines Einfamilienhauses lag das Schwimmbad längere Zeit im Dornröschenschlaf. Die Anlage wie auch die gesamte Schwimmhalle waren im Laufe der Jahre renovierungsbedürftig geworden. Das Becken (zehn Meter lang, fünf Meter breit) in seinem gekachelten Ursprungszustand hatte eine eher nüchterne Ausstrahlung. Zudem hatte die Halle eine relativ niedrige Raumhöhe, die auf Dauer etwas bedrückend wirkte. So war eine umfassende Generalsanierung gefragt. Der Bauherr entschied sich für ein ganzes Bündel an technisch und gestalterisch sehr anspruchsvollen Maßnahmen. Zwei Jahre dauerte der Umbau insgesamt. Das Ergebnis kann sich sehen lassen.

Die Bilder entstanden während der Sanierung, bei der in einem sehr frühen Stadium das Abdichtungssystem „Meyer-Pren“ zum Einsatz kam. Es sorgte für die erfolgreiche Abdichtung des rückgebauten Beckens. Per Hochdruck-Heißspritzanlage beschichteten die Spezialisten der Firma Meyer Bauabdichtung aus Waiblingen das von den Fliesen befreite und im Rohzustand befindliche Betonbecken mit einer drei Millimeter starken Schicht aus Flüssigkunststoff, auf welche später problemlos ein neuer Fliesen- beziehungsweise Natursteinbelag verlegt werden konnte. Genauer gesagt, handelt es sich bei „Meyer-Pren“ um ein zweikomponentiges Reaktionsharz aus Polyurethan. Es ist für Schwimmbäder geeignet, aber auch für Duschen und Wellnessbereiche, Balkone, Terrassen, Großküchen und vieles andere mehr.

Das Kunstharz lässt sich in einem Guss auf sämtliche Materialien aufbringen: wie zum Beispiel Beton, Putz, Metall, Holz oder Kunststoff. Die gesamte Abdichtung kommt dabei ohne Nähte und Fugen aus. Da das Material weder Füllstoffe noch Weichmacher beinhaltet, bleibt es auch langfristig elastisch. Zudem ist es umweltfreundlich, da keine Bestandteile ausgewaschen werden können.

Die Schwimmhalle im fertigen Zustand: eine exklusive Anlage mit einem außergewöhnlichen Lichtkonzept. Foto: Bernhard Müller

Im Bereich von Einbauteilen benötigt man keine Gewebeeinlagen oder Flansche, sodass sich nichts vom Untergrund lösen oder Wasser aufnehmen kann. Die Beschichtung ist also nicht nur sehr robust, sondern auch sehr flexibel, vor allem im Bereich komplizierter Details, da kein Vlies oder Gewebe angearbeitet werden muss.

Fazit: Lohnt sich eine Poolsanierung?

Ähnlich wie beim Menschen kommt auch der Pool in seine Jahre, sodass nach einiger Zeit Maßnahmen zur Modernisierung getroffen werden müssen. Wichtig ist aber die konkrete Planung bereits im Vorfeld. Dafür ist eine umfangreiche Kosten-Nutzen Analyse von Vorteil. Manchmal kann es auch günstiger sein kleinere Arbeiten selbst in die Hand zu nehmen. Vergewissern Sie sich jedoch, dass Sie nicht am falschen Ende sparen. Vor allem bei den Baustoffen und Materialien ist eine kompetente Beratung wichtig. Andernfalls werden Sie nicht viel vom aufwendigen Renovierungsprozess haben, wenn Sie in wenigen Jahren wieder anfangen müssen zu renovieren. Zusätzlich zu einer Poolsanierung bieten sich auch umfangreiche Gartenarbeiten an, damit kein doppelter Aufwand entsteht.

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