Pool in malerischer Umgebung
Sommervergnügen: Swimmingpool in idyllischer Umgebung. Foto: Tom Bendix

Sie wollen einen Swimmingpool kaufen? Dann haben Sie die Wahl. Es gibt viele Möglichkeiten. Das fängt bei der Form an und setzt sich mit den verschiedenen Materialien fort. Wir geben einen kleinen Überblick.

Pool ist nicht gleich Pool. Wenn Sie einen Swimmingpool kaufen wollen, stehen viele Formen und Möglichkeiten zur Auswahl. Ein rein technischer Aspekt: ein Becken mit Skimmer (Oberflächenabsauger) oder mit Überlaufrinne? Beide haben mit dem Wasserkreislauf im Becken zu tun.

Der Skimmer mit seiner charakteristischen Absaugöffnung ist das technisch einfachere Prinzip – deshalb das kostengünstigere. Er besteht im Wesentlichen aus einer in der Beckenwand eingebauten Absaugöffnung mit einem beweglichen Wehr. Dahinter sitzt ein Sieb, das die groben Verschmutzungen auffängt. Beim Überlaufsystem werden die Verschmutzungen dadurch entfernt, dass der Wasserspiegel über der Kante gleichmäßig verteilt in die Rinne plätschert.

Die Vielfalt der Formen

Ein weiterer Aspekt beim Swimmingpool kaufen: die äußere Form des Pools. Eine Variante für Einsteiger: das Aufstellbecken, oft in runder Ausführung mit verkleideten oder beschichteten Stahlwänden. Man stellt es frei auf. Ab einer bestimmten Größe gräbt man es aus Stabilitätsgründen zumindest teilweise in die Erde ein.

Bei den klassischen Pools gibt es Größenunterschiede. In dicht besiedelten Orten hat man oft nur Platz für ein Becken mit nur wenigen Metern Länge. Wer den Platz und das Budget besitzt, leistet sich langgestreckte Schwimmbahnen. Für Designliebhaber gibt es frei geformte Pools oder die Infinity-Ausführung mit tollem Blick in die Weite.

Kunststoff als beliebtes Material

Wenn Sie einen Swimmingpool kaufen, betrachten Sie das verwendete Material. Beliebt bei vorgefertigten Schwimmbecken ist Kunststoff. Er hat viele Vorteile. Einer davon: Kunststoffpools haben eine glatte Oberfläche. Das macht sie pflegeleicht. Ein weiterer Faktor: die große Bandbreite an Formen und Farben. Durch die Vorfertigung im Werk ist die Bauzeit sehr kurz, was Zeit und Kosten spart. Bei Langlebigkeit und Widerstandsfähigkeit überzeugt das Material. Die Art des verwendeten Kunststoffs ist unterschiedlich.

Gängig sind im Schwimmbadbau vor allem diese Varianten: Polyvinylchlorid (PVC), glasfaserverstärkter Kunststoff (GFK) und flexible Polyolefine (FPO). Die Eigenschaften von Hart-PVC: hohe Formstabilität, sehr glatte Oberfläche, geringe Abnutzung selbst nach Jahren, temperaturbeständig, diffusionsdicht, freitragende Beckenkonstruktionen, Maßgenauigkeit.

GFK: kompakte Bauweise, einfache Montage, stabiler Aufbau, lange Haltbarkeit der Beckenform und Stabilität, wasserpflegemittelbeständig. FPO: robuste, flexible Kunststoffe mit vielen Einsatzmöglichkeiten, durchgefärbt, langlebig, pflegeleicht. Der Kunststoff Polystone punktet mit vielen positiven Eigenschaften: Er ist materialbeständig, widerstandsfähig, durchgefärbt.

Sommervergnügen am Swimmingpool
Mit Schwalldusche wird der Freizeitspaß am Pool noch gesteigert. Foto: Bernhard Müller

Edelstahl ist flexibel und exklusiv

Er zeichnet sich durch viele Vorzüge aus: Edelstahl. Ein sehr hochwertiges Material, das maßgefertigte Lösungen für jeden Geschmack ermöglicht. Durch die freie Formbarkeit des Werkstoffs besitzt man eine große gestalterische Freiheit. Dies gilt auch für das Zubehör: Einstiegstreppen, Sitzbereich, Un­ter­wasserbeleuchtung, Schwallduschen, Gegenstrom­anlage, Rohrsprudelliegen oder Massagedüsen. Auch bei der Beckenform und der Beckengröße gibt es viele Möglichkeiten. Edelstahl ist ein Werkstoff, der sich durch Langlebigkeit und Beständigkeit auszeichnet. So kann man sich viele Jahre lang an einer schönen Oberfläche erfreuen. Diese unterliegt keiner Farbveränderung und ist UV-beständig.

Folie, Fliesen, Beton, Beschichtung

Wer einen Swimmingpool kaufen will, könnte sich mit dem traditionellen Baumaterial Beton befassen. Die Vorteile eines Betonpools: stabile Bauweise, individuelle Form möglich. Bei schwierigem Untergrund und in Hanglagen machbar. Ein Becken in Sichtbetonbauweise ist eine Angelegenheit für Schwimmbadbau-Profis. Hier kommt es auf genaues Arbeiten an. Eine Alternative ist die Auskleidung des Beckens (Beton oder gemauert) zum Beispiel mit Fliesen. Beläge aus Naturstein sind machbar.

Eine günstige Möglichkeit: Kleiden Sie den Pool mit Kunststofffolien aus, den Klassikern unter der Schwimmbad­abdichtung. Sie sind schnell installiert. Erhältlich in vielen Farben und Dekoren. Sie dichten zuverlässig ab und eignen sich für komplizierte ­Beckenformen. Beschichtung: Mit einem pulverisierten Kunststoff lassen sich bestehende Becken sanieren oder neue Pools gestalten. Das Material wird an der Oberfläche zum Schmelzen gebracht und härtet dort sofort aus.

Beckenbau im Schalungssystem

Ausgehöhlte Schalungssteine werden zur gewünschten Form zusammengefügt und dann mit Beton ausgegossen: So funktioniert der Beckenbau im Schalungssystem. Vergleichbar mit Legosteinen, die man nur zusammensteckt. Gerade auf schwer zugänglichen Grundstücken ist der Traum vom eigenen Pool mit solchen Baustein-Elementen leicht zu realisieren. Die Steine sind im Normalfall so leicht, dass sie sich über Treppen und durch Wohnräume an den Standort des Schwimmbeckens transportieren lassen. So ist die bauliche Situation ohne Kran zu meistern.