Denken Sie an die Poolheizung!

Wärmepumpe als Poolheizung für den Gartenpool
Eine Wärmepumpe ist eine ideal, weil energieeffiziente Variante als Poolheizung. Allerdings nur sinnvoll in Kombination mit einer Rollladenabdeckung. Foto: Zodiac Pool Deutschland

Sie planen einen eigenen Gartenpool für die kommende Badesaison und die Badejahre danach? Dann sollten Sie an die Energieversorgung und Energieeffizienz denken. Das gute Stück benötigt auf jeden Fall eine sparsame und effektive Poolheizung.

Die ideale Badetemperatur für einen Außenpool beträgt 25 bis 28 Grad Celsius. Die Sonne scheint leider nicht Tag und Nacht und es herrschen nicht immer gleichbleibend hohe Außentemperaturen.

Deshalb müssen Sie als künftiger Poolbesitzer selbst dafür sorgen, dass Sie bei den gewünschten Wassertemperaturen baden können. Ohne entsprechende Gegenmaßnahmen kühlt das Poolwasser natürlicherweise ab.

Darüber hinaus müssten die Wasserverluste durch die Wasserverdunstung kompensiert und neu aufgeheizt werden. Ein Gartenpool ohne jedes Energiespar-Equipment würde ständig hohe Wärmeverluste erleiden. Ihr Energieverbrauch und ihre Betriebskosten würden steigen.

Gewünschte Temperatur für Ihr Poolwasser

Bei Gartenpools erfreut sich deshalb die Kombination aus Rollladenabdeckung und Wärmepumpe großer Beliebtheit. Dieses Pool Zubehör steigert zwar die Anschaffungskosten der Anlage. Im Gegenzug sparen Sie dafür im weiteren Poolbetrieb eine Menge Geld ein.

Wärmepumpen produzieren ohne großen Energieaufwand die gewünschte Temperatur für Ihr Poolwasser. Grundsätzlich können sie ihre Energie aus verschiedenen Medien ­beziehen. Es gibt Luftwärmepumpen – diese sind es vorwiegend, die als Poolheizung eingesetzt werden – und es gibt Geräte, welche die Wärme aus dem Erdboden, dem Abwasser oder aus dem Grundwasser nutzen.

Wärmepumpe: Der umgekehrte Kühlschrank als Poolheizung

Eine Wärmepumpe funktioniert wie ein Kühlschrank – nur umgekehrt. Während ein Kühlschrank die Wärme von innen nach außen leitet, holt diese Art der Poolheizung die Energie aus anderen Quellen. Sie entzieht der Luft, der Erde oder dem Wasser Wärme und bringt diese ins Poolwasser.

Die Wärmepumpe nutzt dabei physikalische Effekte aus. Sie entstehen beim Übergang einer Flüssigkeit in die gasförmige Phase. Anschließend beim Übergang der Substanz vom gasförmigen in den flüssigen Zustand.

Eine Wärmepumpe als Poolheizung funktioniert umgekehrt wie ein Kühlschrank
Eine Wärmepumpe funktioniert wie ein Kühlschrank – nur umgekehrt. Foto: Zodiac Pool Deutschland

Poolheizung bringt Vorteile in den Übergangszeiten

Vor allem bei Gartenpools kommen die Vorteile einer Wärmepumpe zum Tragen. So hat man bei längeren Schlechtwetterperioden sowie in den kühleren Übergangszeiten von Frühjahr und Herbst gleichmäßig warmes Wasser und somit eine längere Badesaison.

Ein Mittel, um die Leistung einer Wärmepumpe zu messen, ist der sogenannte COP-Faktor (Leistungskoeffizient). Er entspricht dem Verhältnis der ans Wasser abgegebenen Energie zur eingesetzten elektrischen Energie.

Ein COP von 5 besagt zum Beispiel, dass pro 1 kWh, welche die Poolheizung an Strom benötigt, sie das 5-fache an Energie ans Poolwasser abgibt. Temperatur und Luftfeuchtigkeit können den Wert positiv oder negativ beeinflussen.

Verschiedene Aspekte für die Geräteauswahl

Wärmepumpen können im Freien oder zum Beispiel im Gartenhaus aufgestellt werden. Wichtiger Aspekt dabei ist ein niedriger ­Geräuschpegel, auf den die Hersteller hochwertiger Geräte großen Wert legen.

Die örtlichen Gegebenheiten entscheiden darüber, welches Modell einer Wärmepumpe für Sie in Frage kommt. Die Geräteauswahl sollte nicht nur in Bezug auf die Wasserfläche und die Lage des ­Beckens erfolgen. Das Beckenvolumen sowie eine möglichst schnelle Aufheizzeit spielen eine Rolle.

Am Anfang der Saison gilt es, das komplette Wasservolumen aufzuheizen. “Um dies so schnell wie möglich zu erreichen, sollte man die Filteranlage 24 Stunden laufen lassen, bis die gewünschte Wunschtemperatur erreicht ist. Schließlich ist die Wärmepumpe eine auf Wärmehaltung ausgelegte Technik.“ Das rät der Schwimmbadbauer und Wärmepumpen-Experte Karsten Höhlein.

Rollladenabdeckung unterstützt die Poolheizung

Die Rollladenabdeckung konserviert die von der Wärmepumpe erzeugte Temperatur. Sie verhindert die Wasserverdunstung und schützt vor äußeren Einträgen ins Wasser (Schmutz, Pflanzenteile, Tiere). Sie unterstützt also die Poolheizung!

Man unterscheidet zwischen Unterflur- und Oberflurrollladen: Beim Unterflursystem steckt der Rollladen in einem Schacht unter Wasser. Bei Oberflurabdeckungen befindet sich das System am Beckenkopf. Neben dem Antrieb und dem Schacht ist der Rollladenpanzer das zentrale Bauelement. Er besteht aus einzelnen, miteinander verbundenen Profilen. Diese bestehen zumeist aus tragfähigen, witterungs- und chemikalienresistenten Kunststoffen.

Solarprofile tragen zum Aufheizen bei

Innen sind die Profile entweder hohl oder komplett aufgeschäumt und an den Enden luftdicht verschlossen. Das isoliert prächtig und sorgt für den nötigen Auftrieb beim Schließvorgang.

Es gibt auch mit Solarprofilen gebaute Rollladenabdeckungen. Dadurch tragen sie aktiv zum Aufheizen des Poolwassers bei – gratis und umweltfreundlich. Und: Sie kann man jeder Beckenform anpassen und sie in unterschiedlichen Farben erhältlich. Schließlich soll das Ganze schön aussehen.

Das Becken täglich abdecken!

Allerdings müssen Sie Ihre Rollladenabdeckung regelmäßig reinigen. Eingelagerter Schmutz ist nur schwer zu entfernen. Und bei Solarprofilen leidet ansonsten deren leistungsfähigkeit.

Schwimmbad-Fachhändler empfehlen, das Becken täglich abzudecken. Sonst hat auch die beste Wärmepumpe keinen allzu großen Nutzen.

Energierechner ermittelt Einsparpotenziale

Energie-Rechner für Energiebilanz von Rollladenabdeckungen für Gartenpools von Grando

Mit ihrem „Energie Rechner“ ermöglicht es die Firma Grando, die Einsparpotenziale einer Rollladenabdeckung für Außenpools zu ermitteln. Und zwar anhand des Energiebedarfs in Kilowattstunden sowie bei Einsatz der Energieträger Erdöl und Erdgas. Auch etwaige Energieverluste und die CO2-Bilanz lassen sich damit ausrechnen.

Um die Bedienung zu vereinfachen, stellte die Programmierer realistische Parameter fest ein. Grando schränkt jedoch ein: „Die Energieberechnung kann nur eine ungefähre Annäherung an den tatsächlichen Energiebedarf eines Freibades darstellen. Für eine genaue Berechnung sind weitere individuelle Parameter erforderlich sowie sehr umfangreiche Untersuchungen der örtlichen Gegebenheiten.“

Die online nutzbare Software ist vom Fraunhofer-Institut für Bauphysik exklusiv für die Grando GmbH erstellt und lizensiert worden.

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