Das Dampfbad als Wärmespender

Dampfbad
In einem Dampfbad ist es heiß und man kommt ins Schwitzen. Foto: Seniotec

Wenn die Temperaturen draußen kälter werden, ist es die richtige Zeit sich mit einem Dampfbad mehr Wärme ins Haus zu holen. Das Dampfbad hellt die Stimmung auf uns ist durch die hohe Luftfeuchtigkeit eine Wohltat für Haut und Atemwege. Wir verraten Ihnen deren Bauweisen und stellen die neuesten Modelle vor.

Das Dampfbad kann man als milde Variante der Sauna bezeichnen: In der Sauna ist es heiß und trocken, im Dampfbad ist es nicht so heiß, dafür aber sehr feucht. Die Temperatur im Dampfbad beträgt im Normalfall rund 50 Grad Celsius, die Luftfeuchtigkeit kann bis zu hundert Prozent betragen. Die sanfte Wärme und die hohe Luftfeuchtigkeit wirken wohltuend auf Haut und Atemwege.

Ein Dampfbad steigert das Wohlbefinden

Heute bestätigen zahlreiche wissenschaftliche Studien die positiven Eigenschaften des feucht-warmen Klimas mit einer Luftfeuchtigkeit von annähernd 100 Prozent. Demnach kann der Dampf das Wohlbefinden der Badenden steigern und sichtbar positiv die Haut beeinflussen – sie erscheint gestrafft, gereinigt und geschmeidig. Zudem tut das Baden im warmen Dampf den Atemwegen gut, indem es die Schleimhäute anfeuchtet. So kann sich nach dem Heißluftbad eine Barriere gegenüber Krankheitserregern in der Nase und im Mund bilden. Das Dampfbaden verspricht damit, ebenso wie das Saunieren, vor Erkältungen zu schützen. Besonders wohltuend wirkt sich der warme Dampf auf bereits angegriffene Atemwege aus, wenn ihm beispielsweise Aromen wie ätherische Öle aus Eukalyptus und Menthol beigefügt sind.

Darüber hinaus haben Mediziner festgestellt, dass der regelmäßige Gang ins Dampfbad chronische Beschwerden wie Rheuma und Rückenschmerzen lindern kann. Das Dampfbad fördert zudem die Durchblutung, entschlackt und entspannt Ihre Muskeln und ist gut für das Immunsystem. Mit dem Schweiß spült Ihr Körper auch eine Menge Giftstoffe nach außen. Außerdem ist die wohlige Wärme gut für Ihren Stoffwechsel und schädliche Stoffe werden vom Organismus noch schneller beseitigt.

Kompakt, modular oder individuell

Wer sich ein privates Dampfbad holen will, hat die Wahl zwischen verschiedenen Konstruktionen. Den Einstieg bilden Dampfduschen, deren kompakte Kabinenbauweise praktisch in jedes Badezimmer passt. Äußerlich gleichen sie normalen Duschen, haben jedoch eine fast vollständig dicht schließende transparente Kabine mit einem oder mehreren Sitzen. Diese klappt der Nutzer, wenn er duschen möchte, einfach hoch, sodass er die Dampfdusche wie eine normale Brause nutzen kann.

Bei den reinen Dampfbädern gibt es kompakte Fertigkabinen oder Kabinen in variabler Modulbauweise, die aus vorgefertigten Elementen zusammengesetzt werden. Erstere bestehen überwiegend aus hygienischem Sanitäracryl, das sich durch glatte Oberflächen leicht reinigen lässt. Ähnlich wie Dampfduschkabinen zeichnen sie sich durch eine sehr kompakte Bauweise aus, die das platzsparende Nachrüsten im vorhandenen Badezimmer ermöglicht. Standardisierte Modularkabinen hingegen sind Konstruktionen, deren vorgefertigte, dampfdichte Leichtbauplatten die Hersteller vor Ort zusammensetzen und verfliesen. Dank dieser Bauweise sind die Kabinengrößen und Sitzanordnungen variabel und seit neuestem kann selbst edles Glas nahezu fugenfrei zum Einsatz kommen.

Ganz gleich für welche Bauart Sie sich entscheiden, einige grundlegende Dinge gilt es beim Kauf eines Dampfraumes zu beachten: Bestenfalls sollte die Decke nicht flach, sondern wie bei einem Kuppeldach gewölbt sein, weil sonst heißes Kondenswasser auf die Badenden tropfen kann. Auf rauen Putz zu verzichten ist ebenfalls ratsam. Denn die Rückstände der Duftstoffe, welche dem Dampf oft zugegeben werden, könnten sonst Wände und Decken verfärben. Die große Bandbreite an Modellen zeigt: Individualität wird beim Dampfbaden auch in Zukunft großgeschrieben – verfeinert mit originellen Zusatzausstattungen wie Aroma-, Farblicht- und Klangtherapie sowie MP3-Playern schafft es ein ganz persönliches Wohlfühlerlebnis

Dampfgeneratoren: Heißer als ein Wasserkocher

Auch wenn man ihn normalerweise nicht sieht: Herzstück aller Konstruktionen ist der Dampfgenerator. Heißer als ein Wasserkocher erhitzen er ihren Tankinhalt soweit, bis die Flüssigkeit in den dampfförmigen Zustand übergeht. Von einer ausgeklügelten Steuerung geregelt, leitet der Generator daraufhin so viel Dampf in die Kabine ein, dass die Luft immer ausreichend gesättigt ist und somit den kompletten Raum vernebelt.

Beispiele gängiger Hersteller

Seitdem die Hersteller zunehmend Fertigkabinen anbieten, halten Dampfbäder mit ihren gesundheitlichen Wirkungen verstärkt in Privathäusern Einzug. Ursprünglich waren sie ausschließlich den öffentlichen Bädern und Saunaanlagen vorbehalten. Die Dampfführung war komplizierter und das Mauern und Verfliesen der Feuchträume viel aufwendiger als heute. Nachfolgend haben wir einige Beispiele von einem Dampfbad gelistet.

Corso: Flexibel und exakt nach Maß

Jedes Dampfbad von Corso wird als Maßanfertigung individuell geplant und gebaut. Das Unternehmen berät Sie zu allen Optionen: Mögen Sie Natursteine wie Granit oder Marmor? Oder faszinieren Sie eher Keramik oder Glasmosaik? Attraktive Lichtlösungen oder ein Sternenhimmel sorgen zusätzlich für eine entspannende Atmosphäre im Hamam. Damit Ihr Dampfbad besonders leicht wirkt, arbeitet Corso gern mit schwebenden Bänken, die indirekt beleuchtet werden. Bei der Planung sind Sie sehr flexibel, da Ihr Projekt exakt nach Maß gefertigt wird.

Konstruiert wird das Dampfbad aus hochstabilen Leichtbauelementen, beispielsweise mit einer Pult oder Gewölbedecke bei optimaler Ableitung des Kondenswassers. Außerdem kann das Dampfbad mit beheizten Sitz- und Liegeflächen, Glastüren oder kompletten Glasfronten gestaltet werden. Die Elemente werden exakt vorgefertigt und vor Ort montiert. Im Anschluss wird die Technik installiert, die alle Funktionen steuert: Dampf, Lüfter und Duftstoff.

Sehr stimmungsvoll wirken die schwebenden Bänke, die indirekt beleuchtet werden. Foto: Corso Sauna

Gleichmäßiges Klima im Hofer-Dampfbad

Für ein Dampfbad von hoher Qualität reicht es nicht aus, einfach nur Wasserdampf zuzuführen. Der Dampf muss sichtbar sein, darf vom Boden bis zur Decke keine Temperatursprünge haben und muss absolut geruchsfrei sein. Nur so ist das Klima gesund und angenehm. Um diese Qualität zu erreichen, hat die Hofer Group firmenintern eine eigene Technologie entwickelt. Das Unternehmen hat Dampfgeneratoren der neuesten Generation hinzugefügt sowie intelligente Umluft- und Luftaustauschsysteme, automatische Dosiersysteme für Kräuteressenzen, Einspritzventile aus Edelstahl und professionelle Bedieneinheiten.

Eine gut geplante Beleuchtung mit harmonisch abgestimmten Farben kennzeichnet dieses Dampfbad. Foto: Hofer Group

Eine Besonderheit ist vor allem die „Hofer Dampfbadklimatisierung“. Sie erzielt in der Dampfkabine eine gleichmäßige Temperatur vom Boden bis zur Decke. Zugleich hat man hier auch immer einen geregelten Frischluftanteil und einen hohen Energiespareffekt. Die Kabinen werden aus wärmegedämmten „Aquarixx“-Elementen aufgebaut. Sie fühlen sich so angenehm an, dass keine Sitzheizung notwendig ist. Die Dampfsperre an den Kabinenwänden verhindert das Austreten von Feuchtigkeit in die angrenzende Bausubstanz.

Individuelle Fertigung bei Jockers

Dampfbäder gehören schon seit vielen Jahren zum Programm der Sauna-Bau K. Jockers GmbH. Zu den besonderen Stärken der Firma zählt die individuelle Fertigung. Jedes Dampfbad kann – je nach Kundenwunsch – in Bezug auf Größe, Form und Ausstattung variabel geplant und gestaltet werden. So können die Kunden dann ihr ganz persönliches Wellnesserlebnis genießen: die feuchte Luft pflegt nicht nur die Haut, sondern ist auch eine Wohltat für die Atemwege.

Ein Blickfang ist der mittig platzierte Dampfbrunnen mit einer Dampfauslass-Schale. Foto: Jockers

Das Know-how von Jockers ist vor allem dann gefragt, wenn es darum geht, ein Dampfbad in vorhandenen Räumen einzubauen. Ein Wunsch, der von den Kunden besonders häufig geäußert wird, ist dabei die optische Kombination von Dampfbad- und Saunakabine. Als Mindestgröße für den Einbau eines Dampfbades empfehlen die Experten von Jockers eine Fläche von rund drei Quadratmetern. In der Praxis sind es meistens vier Quadratmeter, die als Fläche für ein Dampfbad vorgesehen werden. Bei der Planung sollte man zudem den zusätzlichen Platzbedarf für die Montage der Dampftechnik berücksichtigen. Wie bei Saunas kann bei Dampfbädern auch das Thema Sound oder Licht mit eingebracht werden. Ihren einzigartigen Charakter erhält die Kabine dann noch durch eine individuelle Verlegung der verschiedensten Fliesenarten.

Architektonisches Meisterwerk von Klafs

Beim Innenausbau des Spabereichs werden höchste Anforderungen an die Oberflächen und Materialien gestellt. Einerseits steht das Wohlbefinden der Badegäste im Mittelpunkt, auf der anderen Seite müssen die Materialien auch extremer Hitze, Feuchtigkeit, intensivster Reinigung und diversen Sicherheitsaspekten Rechnung tragen. Ein gewagter Spagat, der nur mit viel Knowhow von Klafs realisiert werden kann. Wer niedrige Temperaturen mit höherer Luftfeuchtigkeit beim Wellnessen bevorzugt, findet seine Erfüllung im gläsernen Massivdampfbad, das sich durch ein eindrückliches Farbspiel räumlich differenziert.

Ein echter Blickfang ist das vielfältige Farbenspiel bei diesem „gläsernen Massivdampfbad“. Foto: Klafs

Ein patentierter RUKU-Dampferzeuger

Saunieren und Dampfbaden in einer Kabine und das ganz ohne negativen Einfluss auf deren Lebensdauer? Die patentierte Lösung heißt Ruku „Meditherm“ von der gleichnamigen Firma RUKU Sauna-Manufaktur. Der TÜV geprüfte und mit dem GS-Zeichen versehene Dampfgenerator verwandelt die Sauna oder Thermium-Kabine in ein vielseitiges Gesundheitsbad. Nach dem Bad wird die Kabine vollständig entfeuchtet und getrocknet.

Ruku „Meditherm“ ist ein Alleskönner für sämtliche Dampfarten von leicht bis stark:
• heilsames Therapie-/Inhalationsbad
• mildes Kräuter-/Aromabad
• russisches Dampfbad mit bis zu 100 Prozent relativer Luftfeuchtigkeit

Der Dampferzeuger, platzsparend an der Kabineninnenwand befestigt, ist einfach zu bedienen und vor allem leicht zu reinigen. Der Wirkstoffverdampfer sorgt für eine optimale Entfaltung der Aromen und Wirkstoffe – aus frischen oder getrockneten Kräutern, Blüten oder ätherischen Ölen. Die Bedienung erfolgt über eine Komfort-Klimasteuerung mit modernster Mikrocontroller-Technik und einem automatischen Trockenprogramm.

Der Dampferzeuger „Meditherm“ wird einfach an der Kabinenwand montiert. Foto: Ruku-Sauna

Individuell gestalten mit Sentiotec Modulen

Bei Sentiotec finden Sie nicht nur Dampfgeneratoren, eine gut abgestimmte Beleuchtung und Ihren Lieblingsduft, sondern auch unsere Spa Module. Mit den Sentiotec Spa Modulen können Sie sich Ihr Traum-Dampfbad von den Wänden bis hin zur Ausstattung von uns zusammenstellen lassen. Die kompakte Bauweise ermöglicht die Anpassung an kleine Räumlichkeiten und die Module lassen sich einfach und schnell montieren. Auch Duschen und Pools sind für die flexiblen Module aus extrudiertem Polystyrol (XPS) kein Problem.

Sentiotec Spa Modul Bänke sind nicht nur gemütlich, sondern auch stylisch. Egal wie lang oder wie breit Ihr Dampfbad ist, wir können die Größe individuell an Ihre Gegebenheiten anpassen. Die Bänke können ganz einfach verfliest werden, genau nach Ihren Wünschen.

Durch klare Formgebung überzeugt dieses Dampfbad, das zudem mit der Beleuchtung noch attraktive Akzente setzt. Foto: Sentiotec

Fehler bei Planung und Konstruktion vermeiden

Sollte eine Sanierung oder der Neubau eines Dampfbads notwendig werden, sind einige Faktoren zu beachten, um die Langlebigkeit der Wellness-Anlage zu gewährleisten. In vielen Dampfbädern findet man gerade, planebene Decken mit einer verputzten Oberfläche. Heiße Kondenswassertropfen können hier unkontrolliert abtropfen. Besonders unangenehm ist das, wenn sie auf den Badenden auftreffen. Im Extremfall können sich in der rauen Struktur des Putzes Rückstände der dem Dampf zugeführten Duftöle ablagern, die zu einem braunen Belag führen.

Solche Verfärbungen lassen sich nur schwer oder gar nicht ent­fernen. Häufig wird dann eine Sanierung fällig. Meistens ist das schon mit dem Einziehen einer neuen Decke erledigt. Nicht immer muss dafür die vorhandene Decke entfernt werden. Eine einwandfreie Dampfbaddecke besteht aus einer glatten, gut zu reinigenden Oberfläche, die ­möglichst in gewölbter Form ausgeführt werden sollte, damit das Kondenswasser zu den Wänden hin ablaufen kann.

Oft aber sind aber auch Baufehler der Grund für eine notwendige Sanierungsmaßnahme. Die Mängelliste maroder Dampfbäder reicht von unsauberen Decken über herausgefallene Mosaiksteinchen bis hin zu undichten Kabinenkonstruktionen. Eine mögliche Fehlerquelle kann in der schlechten Koordination der verschiedenen am Bau beteiligten Gewerke liegen. Oft sind Trockenbauer, Fliesenleger, Sanitärinstallateure und Elektriker im Einsatz. Wer sichergehen will, dass möglichst alles koordiniert abläuft, sollte ein Unternehmen wählen, das alles aus einer Hand anbietet. Das bietet den Vorteil, bei Reklamationen nur mit einem Ansprechpartner zu tun zu haben.

Fazit

Ein Dampfbad bringt sehr viele gesundheitliche Vorteile mit sich, ein Gang dorthin ist also sehr lohnenswert. Für viele ist das Dampfbad auch eine angenehmere Alternative zur Sauna, da im Dampfbad die Temperaturen nicht so hoch sind. Auch für Anfänger ist ein Dampfbad damit besser geeignet, damit der Körper sich langsam an die heißen Temperaturen gewöhnt. Zum richtigen Saunieren und Dampfbaden gehört auch das anschließende Abkühlen und Entspannen. Achten Sie unbedingt auf diese Regenerationsphase! Gehen Sie zum Beispiel mehrere Minuten an der frischen Luft spazieren oder duschen Sie sich kurz kalt ab. Dadurch wird die Haut gekühlt und der Kreislauf kommt wieder in Schwung.

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