So gelingt die Wellness-Oase im Garten

In großen Gärten steht oft ein Gartenhaus. Die Größe kann je nach Grundstück und Verwendungszweck von einem kleinen Schuppen bis zum separaten Anbau variieren. Wenn das Gartenhaus nicht als Geräteschuppen oder Sitzmöglichkeit genutzt werden soll, besteht auch die Möglichkeit, den ungenutzten Raum zu einer Wellness-Oase umzubauen. Eine Sauna im Gartenhaus ist ein kreatives Projekt für Handwerker und verleiht dem eigenen Zuhause einen Hauch von Luxus.

Sauna im Gartenhaus

Welches Gartenhaus ist als Sauna geeignet?

Bevor das Renovierungsprojekt gestartet werden kann, sollten die Grundvoraussetzungen geprüft werden. Tatsächlich eignen sich viele klassische Gartenhäuser für den Einbau einer Sauna oder Infrarotkabine. Damit die Gegebenheiten für eine Sauna im Gartenhaus ausreichen, müssen nur wenige Bedingungen erfüllt sein:

  1. Das Gartenhaus sollte eine ausreichende Größe haben, um eine Saunakabine einbauen zu können. Eine Nutzfläche von 12 bis 15 Quadratmetern reicht schon aus, um alle notwendigen Umbaumaßnahmen durchführen zu können. Optimal ist ein Gartenhaus mit zwei separaten Zimmern. Der Raum, der zur Saunakabine umgebaut werden soll, verfügt idealerweise nicht über ein Fenster.
  2. Das Gartenhaus benötigt elektrische Anschlüsse, damit der Saunaofen und alle weiteren elektrischen Installationen angeschlossen werden können. Für einen professionellen Saunaofen ist ein Starkstromanschluss zu empfehlen. Je nach Lage des Gartenhauses auf dem Grundstück und grundsätzlicher Beschaffenheit können elektrische Anschlüsse natürlich auch nachgerüstet werden. Dies erfordert allerdings einiges an Zusatzaufwand und Kosten. Sind bereits alle notwendigen Anschlüsse vorhanden, kann der Umbau sofort starten. Handwerker, die keinen großen Vorkenntnisse mit Stromanschlüssen haben, sollten für die Installation der erforderlichen Anschlüsse und für den Anschluss des Saunaofens an den Starkstrom aus Sicherheitsgründen einen Fachmann hinzuziehen.
  3. Praktisch ist es außerdem, wenn das Gartenhaus über einen eigenen Wasseranschluss verfügt. Dort kann eine Dusche installiert werden, die für Abkühlung nach dem Saunagang sorgt. In diesem Fall sollte der Raum, in dem sich die Duschkabine befindet, über einen guten Abfluss und ausreichende Belüftungsmöglichkeiten verfügen, damit im Inneren des Holzhauses kein Problem mit Feuchtigkeit entsteht. Ist im Haus keiner vorhanden, reicht aber auch ein Wasseranschluss im Freien in der Nähe des Gartenhauses, an den eine praktische Gartendusche angeschlossen werden kann.
  4. Damit sich die Sauna energieeffizient beheizen lässt und nicht zu viel Wärme nach außen verloren geht, sollte das Gartenhaus ausreichend dicke Wände haben. Eine Wanddicke von 40 bis 50 mm ist eine gute Grundvoraussetzung für die Installation einer Sauna oder Infrarotkabine. Da warme Luft nach oben steigt, findet der größte Wärmeverlust über die Decke statt. Das Dach des Gartenhauses sollte deshalb bei Fragen zur Isolation berücksichtigt werden. Natürlich kann ein Gartenhaus vor dem Umbau auch noch isoliert werden. Dadurch gehen aber im Durchschnitt einige Zentimeter an Nutzfläche verloren, die bei der weiteren Planung im Voraus einkalkuliert werden sollten.

Expertentipp: Müssen Anschlüsse für Elektrizität oder Wasser nachgerüstet werden, kann eine zusätzliche Baugenehmigung oder eine Erweiterung der bestehenden Baugenehmigung für das Gartenhaus erforderlich werden. Wer Ärger vermeiden möchte, sollte sich im Vorfeld beim zuständigen Bauamt informieren.

Maß nehmen für den Saunaeinbau

Sind die Grundvoraussetzungen für den Umbau des Gartenhauses geschaffen, kann das Projekt Wellness-Oase beginnen.

Ist der Raum, der zur Saunakabine werden soll, bereits ausreichend isoliert, reicht es aus, dort einen professionellen Saunaofen und entsprechende Sitz- und Liegebänke zu installieren und die Beleuchtungsmöglichkeiten an das Wellness-Erlebnis anzupassen.

Wer es gleichzeitig unkompliziert und professionell liebt, sollte eine komplette Saunakabine vom Fachhändler in den vorhandenen Raum integrieren. Sie werden maßgenau als Fertigbausatz geliefert und können mit etwas handwerklichem Geschick selbst aufgebaut werden. Der große Vorteil: In Fertigbausätzen sind auch sämtliche Bohrlöcher und Falze bereits integriert. Ein kleiner Grundstock an Werkzeug reicht aus, um die Saunakabine nach Aufbauanleitung zu errichten:

  • Ein Kreuzschraubenzieher in einer Größe, die zu den mitgelieferten Schrauben passt
  • Alternativ eignet sich auch ein Akkuschrauber mit dem passenden Aufsatz
  • Ein Schonhammer, um das Nut-und-Feder-System der gelieferten Bretter zusammenzufügen, ohne das Holz zu beschädigen
  • Schleifpapier, um kleinere Unebenheiten zu beseitigen
  • Eine Bohrmaschine zum Nachbohren der vorgebohrten Löcher
  • Eine Stichsäge, um ungenau vorgesägte Bretter zu korrigieren

Einen flexiblen und auch für Laien gut zu handhabenden Einbau garantiert zum Beispiel eine Sauna von Megasauna. Die hochwertigen Bausätze werden komplett geliefert und lassen sich aufgrund der großen Auswahl optimal an die örtlichen Gegebenheiten im heimischen Gartenhaus anpassen.

Beim Ausmessen der Saunakabine muss ein Mindestabstand von 5 bis 10 Zentimetern zu den Raumwänden eingehalten werden, damit Wärme und Feuchtigkeit sich nicht stauen und das Holz schädigen. Außerdem sind vorhandene Elektroanschlüsse, angrenzende Türen und Fenster und sonstige räumliche Gegebenheiten in das Aufmaß einzuzeichnen, damit die Saunakabine millimetergenau geplant werden kann. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, sollte sich im Vorfeld beim Fachhändler dazu beraten lassen, welche bauseitigen Anforderungen in einem Grundriss berücksichtigt werden müssen.

Sitz- und Liegebänke können in unterschiedlichen Formationen eingeplant werden. Die beste Platzausnutzung bieten allerdings Über-Eck-Konstruktionen. So geplante Sitzgruppen sind nicht nur besonders kommunikativ, sondern können auch aus einem kleinen Raumangebot möglichst viel Liegefläche herausholen.

Das richtige Holz für die Saunakabine

Für den Einbau einer Saunakabine bieten sich verschiedenen Hölzer an. Eine Massivholzsauna bietet nicht nur größtmöglichen Komfort, sondern ist auch besonders strapazierfähig und langlebig.

Typische Hölzer, die sich gut für den Saunabau eignen, sind kanadisches Hemlock oder skandinavische Polarfichte. Dies sind die Vorteile beider Holzsorten:

  • Hemlock ist astarm und verzieht sich auch unter extremen Bedingungen nicht. Außerdem ist es nahezu harzfrei und besitzt kaum Inhaltsstoffe, die Allergien auslösen können. Polarfichte ist sehr robust, weist eine dichte Struktur auf und verfügt dadurch über eine hohe Isolierfähigkeit.

Für den Innenbereich der Sauna wird gerne auch Espe oder Aspe und behandelte Thermo-Eiche verwendet. Aus den Alpen kommen Hölzer wie Red Cedar, Tanne oder Nussbaum Zirbenholz. Diesen Hölzer wird zugeschrieben, dass sie sich vor allem bei hoher Wärmeentwicklung wohltuend auf die Gesundheit und das Wohlbefinden auswirken können.

Eine Saunakabine wird aus Nut-und-Feder-Brettern gebaut, die mindestens 4 bis 5 Zentimeter dick sein sollten, damit sie jeder Belastung standhalten und für eine optimale Isolierung sorgen. Je dicker die Bretter, desto höher ist grundsätzlich die Gesamtqualität der Saunakabine. Dies ist allerdings auch eine Kostenfrage. Wer die Materialien komplett selbst einkaufen möchte, liegt mit dickeren Holzbrettern schnell spürbar über dem Komplettpreis für einen fertigen Bausatz.

Das Material für die heimische Sauna sollte höchsten Qualitätskriterien entsprechen. Praktische Hilfe bei der Kaufentscheidung bietet die Qualitätscheckliste der RAL (Gütegemeinschaft Saunabau und Dampfbad e.V.):, die im Internet kostenlos zum Download zur Verfügung steht.

Der passende Ofen für die Heimsauna

Der Saunaofen ist das Herzstück der heimischen Wellness-Oase. Er sollte unbedingt im Fachhandel erworben und von einem Experten angeschlossen werden. Die Größe des Saunaofens orientiert sich an der Größe der zu beheizenden Fläche, um die Aufheizdauer der Saunakabine so gering wie möglich zu halten. Hochwertige Saunaöfen werden an der Außenseite weniger als 100 Grad Celsius heiß. Spezielle Schutzvorrichtungen sorgen dafür, dass Verbrennungen vermieden werden.

Die Steuerung, an die der Ofen und das Lüftungssystem der Sauna gekoppelt sind, sollte möglichst benutzerfreundlich und intuitiv gestaltet sein und neben der Temperatur auch die Luftfeuchtigkeit messen und anzeigen, wann die Kabine für eine Nutzung optimal aufgeheizt ist.

Die Gartensauna als Frischekick

Milde Sommerluft flutet die Lungen. Wind kühlt die Haut. Jetzt innehalten, ein paar Minuten tief durchatmen und den Anblick der blühenden Natur rund um die Gartensauna genießen. Man ist gerade aus der Gartensauna ins Freie getreten. Man spürt, wie die Hitze nach dem Saunagang langsam aus dem Körper weicht. Je höher die Temperaturen sind, desto mehr sehnen wir uns nach dem Prickeln eiskalten Wassers auf der Haut. Erst dadurch fühlen wir uns fit und voller Tatendrang. 

Gerade in der sommerlichen Hitze wird der Gang in die Gartensauna zum besonderen Erlebnis. Sie liefert den erfrischenden Kick und weckt neue Energien für sommerliche Aktivitäten. Ideal ist es, wenn die Abkühlphase zunächst mit einem kurzen Aufenthalt im Freien beginnt. Es tut gut und regt den Kreislauf an, sich einige Minuten draußen zu bewegen. 

Aus der Gartensauna ins eiskalte Nass

Wer zu jeder Jahreszeit regelmäßig in die Sauna – ob Innen- oder Gartensauna – geht, regeniert seine körperlichen Kräfte optimal. Das Immunsystem wird gestärkt und man trainiert die Abwehrkräfte. Sommergrippe ade. Man verkraftet die Sommerhitze besser und die Seele entspannt. Die Wärme entspannt die Muskeln und beruhigt die Nerven. Saunieren als reines Relaxprogramm – in der Gartensauna noch mit zusätzlichem Ausblick auf die tolle Natur.

Dann das Highlight: die kurze, heftige Abkühlung mit kaltem Wasser. Je kälter, desto besser. Gerade der schockartige Kontakt zwischen erwärmter Haut und eisigem Wasser macht das typische Feeling aus – nicht nur in der Gartensauna. Danach folgt dann die angenehme Entspannungsphase, man fühlt sich gut und ausgeglichen.

Oder doch lieber ein echtes Saunahaus im Garten?

Wie bei der Innensauna, so gibt es auch bei der echten Gartensauna unterschiedlichen Bauweisen. Die klassische Variante ist die Finnische Sauna, gebaut aus Massivholz beziehungsweise Blockbohlen. Die andere Variante nennt man Element- oder Systembauweise.

Bei der Finnischen Sauna nehmen die Saunabauer ausgesuchte Hölzer aus den weltweit besten Wachstumsregionen – zum Beispiel die finnische Polarfichte oder die kanadische Hemlocktanne. Aber auch Nadelhölzer aus Alpenregionen eignen sich. Bei all diesen Hölzern wird nur ein besonderer Teil zum Saunabau verwendet: Qualitätshersteller nehmen bei der Fichte das Holz links und rechts der Baumstamm-Mitte, dem sogenannten Herzen.

Die Wärme bleibt im Inneren der Sauna

Hart trainiert von Mutter Natur in langen, strengen Wintermonaten und kurzen Sommern, sind hier die Jahresringe am dichtesten und das Holz am härtesten. Das bedeutet je Stamm genau zwei Premiumbohlen – eine links, die andere rechts der Mitte.

Die aus den Hölzern geformten Blockbohlen werden so verarbeitet, dass die Kabine eine stabile, aber keine starre Konstruktion ist. Das Holz muss atmen und arbeiten können, ohne sich zu verziehen. Dabei hat jeder Hersteller sein eigenes System.

Und: Die Blockbohlen sollen die Wärme genau da halten, wo sie sein soll: im Inneren der Sauna. Das Holz nimmt die Wärme auf und gibt sie als milde Strahlungswärme wieder ab. Gleichzeitig reguliert das naturbelassene Holz auch die relative Luftfeuchtigkeit. Überschüssige Feuchtigkeit wird vom Holz aufgenommen, gespeichert und bei Bedarf wieder abgegeben. So sorgt die Blockbohle für optimale Feuchtigkeitsverhältnisse. Nasenschleimhäute und Atemwege können sich so bestens regenerieren.

Sandwichform: Gartensauna in Elementbauweise

Die Wände einer Element- oder auch Systemsauna sind in der „Sandwichform“ aufgebaut. Die Verkleidung der Innenseiten besteht meist aus 12 bis 16 Millimeter starken Profilhölzern, zum Beispiel kanadischem Hemlockholz. Darauf folgt die Dämmung in Form einer Matte aus Mineralwolle und schließlich eine Dampfsperre aus Aluminium, die verhindert, dass Feuchtigkeit durch die Profilhölzer in die Dämmschicht dringt.

Den Abschluss bildet zuletzt die Außenseite, die aus optischen Gründen in der Regel aus Profilholz besteht. Als Außenverkleidung können lackierte Hartfaserplatten, Dekorplatten oder selbst Gipskarton verwendet werden.

Die Vorteile der Elementsauna sind deren bessere Dämmeigenschaften und der niedrigere Energieaufwand. Des Weiteren bietet die Bauweise ein hohes Maß an Individualität und Design durch die verschiedenen Wandverkleidungen und alle erdenklich realisierbaren Grundrisse.

Teilen