Swim Spa

Foto: spahochdrei

Derzeit lässt sich auf dem Markt der „Kompaktschwimmbäder“ ein eindeutiger Trend ausmachen. Sie sollen nicht nur Schwimmen auf kleinem Raum ermöglichen, sondern zudem Entspannung und Wohlbefinden durch Unterwassermassage bieten. Beide Anforderungen lassen sich mit einem sogenannten Swim Spa erfüllen.

 

Der traditionelle Swim Spa ent wickelte sich aus dem Portablen Whirlpool mit seinen vielfältigen Massagesystemen. Ziel war es, das umfassende Wellness-Angebot der Sprudelbecken um die Funktionen Schwimmen sowie Fitness zu erweitern. Die Grundkonstruktion der Whirlpools besteht in den meisten Fällen aus einer in einem Stück tief gezogenen Schale aus Sanitäracryl. Diese wird dann mit Glasfaser verstärkt und im allgemeinen mit Polyurethanschaum wärme- und schallisoliert.

 

Die Konstruktion

 

Die Größen variieren dabei durchschnittlich zwischen 400 - 600 Zentimetern Länge und 220 - 240 Zentimetern Breite bei einer Tiefe von 120 - 150 Zentimetern. Der Wasserinhalt beträgt meist 6 000 - 10 000 Liter. Bei der angegebenen Tiefe ist zu bedenken, dass es sich bei den Becken um Skimmerbecken handelt, das heißt, die effektive Wassertiefe liegt um ca. 10 - 15 Zentimeter niedriger als die Höhe des Beckens.

 

Bei den Bauarten unterscheidet man zwischen Ein- und Zwei-Kammer-Systemen. Beim Ein-Kammer-System sind sowohl der aktive als auch der erholende Bereich in einer gemeinsamen Schale integriert. Massagesitze und -liegen befinden sich also im gleichen Wasser wie die Gegenstromanlage und verfügen deshalb über die gleiche Temperatur. Im Gegensatz dazu hat das Zwei-Kammer- System zwei getrennte Bereiche, welche meist durch zwei separate Filter und Heizungen versorgt werden. Dadurch kann man zum Bespiel den Schwimmbereich auf 28 - 30 Grad Celsius und den Whirlbereich auf 36 - 38 Grad Celsius beheizen. Das hat den Vorteil, dass schweißtreibendes Schwimmtraining bei niedrigeren Temperaturen absolviert werden kann, während das Whirlbad bei entspannungsfördern der Körpertemperatur stattfindet.

 

Kompakt soll er sein, aber richtig schwimmen soll man auch können, diesen grundsätzlichen Spagat hat jeder Swim Spa zu bewältigen. Möglich wird dies nur durch die Ausstattung mit einer Gegenstromanlage. Mit bis zu sechs Auslauf düsen sorgt sie dafür, dass man auf der Stelle schwimmen kann. Die ausgeklügelte Anordnung der Düsen stellt sicher, dass man nicht seitlich oder nach unten abgetrieben wird.

 

Freitragende Systeme

 

Die meisten Swim Spas sind freitragende Systeme und können – mit einer Verkleidung versehen – als Aufstellbecken installiert werden. Sie lassen sich jedoch auch ebenerdig in den Boden einbauen. Dabei sollte man auf ausreichend Raum und genügend Revisionsöffnungen achten, damit die Technik für die Wartung gut zugänglich ist. Bezüglich der Isolierung der Swim Spas lässt sich erwähnen, dass sich in verschiedenen Versuchen gezeigt hat, dass ein mehrfach isoliertes System – wie z. B. das Vier-Kammer-System bei spahochdrei – einer Vollverschäumung hinsichtlich der Wärmedämmung überlegen ist. Bei einer Einbringung in die Erde ist natürlich seitens der Gestaltung der Grube ebenfalls auf eine gute Isolierung sowie die Belüftung im Bereich der Technik zu achten.

 

Grundsätzlich wird bei fast allen Swim Spas die komplette Technik kompakt und direkt am Becken montiert. Dadurch funktioniert sie autark, ist also nicht auf eine separate, externe Technik angewiesen. Es muss lediglich über einen Schlauch Wasser eingelassen und die Netzleitung von einem zugelassenen Elektriker angeschlossen werden – und der Badespaß kann beginnen. Bei einem Ein-Kammer-System wird das gesamte Wasser über einen einzigen Filterkreislauf gereinigt. Meist übernehmen Kartuschenfilter diese Aufgabe. Bei exklusiveren Ausstattungsvarianten kommen Sandfilter zum Einsatz. Sie ermöglichen zusätzlich eine Flockung des Wassers und sind durch Rückspülen des Filtermediums einfacher zu reinigen. Wie bereits erwähnt, besteht beim Zwei-Kammer-System die Möglichkeit, mit zwei verschiedenen Temperaturbereichen zu arbeiten. Deshalb sind die meisten Zwei-Kammer-Systeme auch mit zwei separaten Technikblöcken aus gestattet. Dies können entweder zwei Kartuschenfilter sein oder eine Kombination von Sand und Kartuschenfilter. In beiden Fällen sollte darauf geachtet werden, dass die Leistung der Filterpumpen an die jeweiligen Erfordernisse angepasst ist.

 

Die weitere technische Ausstattung eines Swim Spas besteht in der Regel aus einer leistungsstarken Gegenstromanlage sowie weiteren Massagepumpen und eventuell einem Warmluftgebläse für die Hydromassage. Die Ausstattung wird ergänzt durch einen oder mehrere Unterwasserscheinwerfer sowie in den meisten Fällen durch eine elektrische Heizung für die Wassererwärmung. Die gesamte Technik wird meist über eine digitale Steuerung geregelt, die über ein digitales Display am Wannenrand bedient werden kann.

 

Weitere Informationen über Swim Spas finden Sie Schwimmbad & Sauna 9/10-2011.

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