Unterwassermusik: Pool-Symphonien

Unterwassermusik

In der Musiktherapie wird Musik gezielt eingesetzt, um bei Menschen bestimmte Wirkungen zu erreichen. Dabei wird unterschieden zwischen anregenden Musikstücken, sog. ergotrope Musik, und entspannenden Musikstücken, sog. trophotroper Musik. In erster Linie bestimmt der Rhythmus, ob eine Musik den menschlichen Körper aktiviert oder beruhigt. Zur Entspannung tragen vor allem Musikstücke bei, deren Tempo zwischen 60 und 90 Schlägen in der Minute liegt. Das entspricht in etwa der Pulsfrequenz eines gesunden Erwachsenen. Am stärksten reagiert der Körper auf Musik, die langsamer ist als unser Herzschlag, also etwa 60 Schläge pro Minute. Dabei entspannt sich der Körper am deutlichsten und entkrampft gleichzeitig.

Auch die Lautstärke trägt wesentlich zur Wirkung der Musik auf den menschlichen Körper bei. Sie sollte 70 Dezibel nicht übersteigen, um noch als angenehm empfunden zu werden. Neben Rhythmus und Lautstärke beeinflussen aber auch Melodieführung und Instrumente die Reaktion des Nervensystems. Entspannende Musik hat ein gutes Gleichgewicht zwischen spannungsreichen und entspannenden Harmonien. Weiche, dunkle Klangfarben, z.B. von einem Klavier, einer Gitarre oder Streichinstrumenten, und ein regelmäßiges Auf und Ab der Melodie unterstützen den akustischen Eindruck.

Schwimmbad & Sauna 11/12-2005