
Auf dem Schwimmbadmarkt gibt es eine Fülle verschiedener Filteranlagen: Generell kann man zwischen einfachen Schaumstoff-, Kerzen- oder Kartuschenfiltern einerseits, zwischen Sand- und Mehrschichtfiltern andererseits sowie als dritter Gruppe den Anschwemmfiltern unterscheiden. Bei der ersten Gruppe werden die Verunreinigungen durch Weichschaumstoff bzw. bei Kartuschenfiltern durch großflächige, feinporige Vliesstoffe ausgefiltert. Aufgrund der riesigen Filterfläche kommt es zur großflächigen Verteilung der Verunreinigungen, aber auch zu sehr geringen Filtergeschwindigkeiten. Eine Rückspülreinigung ist wegen der geringen Strömungsgeschwindigkeit nicht möglich. Die Kartuschen werden also zur Reinigung ausgebaut. Entweder gelingt das Abspritzen mit dem Wasserschlauch und Abbürsten, oder es muss ausgetauscht werden. Sie sind in der Regel nur für Aufstellbecken und kleinere Privatbäder geeignet.
Die zweite Gruppe sind die Sand- und Mehrschichtfilter. Sie sind heute das gängige Filtersystem in Privatbädern. Wie der Name schon sagt, besteht der Filterinhalt aus einem speziell für diesen Anwendungszweck geeigneten Sand oder aus mehreren Filterschichten unterschiedlichen Materials, Dichte und Körnung. Das Prinzip ist eine Kombination von Raum- und Oberflächenfiltration. Sand- und Mehrschichtfilter müssen in regelmäßigen Abständen rückgespült werden, um die Funktionsfähigkeit zu erhalten.
Eine Besonderheit, zumindest in Deutschland, stellen die Anschwemmfilter dar, die, nach dem Prinzip der Anschwemmung von Filterhilfsmitteln arbeiten. Die Hilfsmittel, meist Kieselgur, aber auch Perlite, werden allein oder in Kombination mit Pulver-Aktivkohle auf die Oberfläche eines Trägers angeschwemmt. Das feine, poröse Material bildet auf den Kunststoff- bzw. Metallmatrizes zusammen mit der Pulver-Aktivkohle dünne Filterschichten, die sich über Druck bzw. Vakuum aufbauen. Sie sind bei Privatbädern nur noch selten zu finden, eher in der Brauerei- und Getränkeindustrie.
Zum Schluss seien noch die Aktivkohlefilter erwähnt, ein Bestandteil der Ozonverfahrenstechnik, bei der nach der Oxidation das überschüssige Ozon aus dem Wasser katalytisch entfernt wird.
Schwimmbad & Sauna 9/10-2005
Was beim Betrieb der Filter zu beachten ist, erfahren Sie in dieser Ausgabe. Außerdem finden Sie dort die technischen Daten zu 26 Filteranlagen.