Infrarot: Der Sonne nachempfunden

Schaut man sich den Markt für Infrarotkabinen an, so haben sich im Wesentlichen zwei Heizsysteme durchgesetzt: Heizstrahler, in unterschiedlichen Varianten und Stärken in der Kabine angeordnet, und die Flächenheizungen, die entweder direkt hinter der Holzwand verbaut oder auf einer Metallplatte in die Wand integriert werden. Holzstreben schützen die Körper der Badenden vor einer Berührung.

Die Experten der Branche sind sich einig, dass Flächenheizungen, unabhängig von den einzelnen Bauweisen, gegenüber den Strahlern eine Reihe von Vorteilen haben, nicht nur, weil sie eine Rundum-Bestrahlung gewährleisten. Ein weiterer Vorteil liegt in der gegenüber Strahlern geringeren Lufttemperatur in der Kabine. Die Heizflächen erzeugen eine Wärme von ca. 50° C, so dass die Wärmestrahlen viel besser auf den Körper eindringen können als bei vielen Strahler, die saunaähnliche Temperaturen in der Kabine erzeugen.

Heizstrahler, bei denen oft rund 300° C am Strahler vorherrschen, heizen den Raum natürlich stärker auf. Der Grundgedanke bei der Infrarotstrahlung ist aber: niedrige Lufttemperatur und hohe Strahlungsintensität, damit die Strahlungswärme besser wirken kann. Beträgt die Lufttemperatur rund 50° C und die Strahlungswärme 70° C, dringt diese in den Körper mühelos ein und bewirkt ein angenehmes Schwitzen. "Wenn sich Kunden beschweren", erklärt z.B. Hans-Jürgen Volz vom Infrarothersteller I & W, "ihre Infrarotkabine werde nicht richtig warm, dann haben sie das Funktionsprinzip nicht verstanden. Hier ist nicht so sehr die Lufttemperatur, sondern die Strahlungswärme von Bedeutung."

Schwimmbad & Sauna 3/4-2005