Infrarot: IR-Strahlung und ihre Wirkungen

Alternativ zur klassischen Sauna können heute Infrarot-Bestrahlungsgeräte genutzt werden, um Wärme auf den Körper zu übertragen. Die spektrale Emission dieser Geräte ist nicht auf den Bereich lang- und mittelwelliger Infrarotstrahlung beschränkt, sondern kann auch kurzwellige Infrarotstrahlung (IR-A) umfassen. Im Vergleich zu der von der klassischen Sauna emittierten mittelwelligen (IR-B) und langwelligen Infrarotstrahlung (IR-C) dringt die IR-A-Strahlung in tiefere Hautschichten ein. Um Gesundheitsrisiken zu vermeiden, sind allerdings Grenzwerte hinsichtlich der Bestrahlungsstärke, der Dosis und der spektralen Zusammensetzung der Strahlung zu berücksichtigen.

Trifft Infrarotstrahlung auf die Haut, so wird ein Anteil in Abhängigkeit vom Winkel der Einstrahlung reflektiert, während der verbleibende Anteil in die Haut eindringt und in ihr durch Streuung und Absorption an den Molekülen geschwächt wird.Der Strahlungsverlust durch Remission ist im sichtbaren Bereich und im Bereich IR-A bedeutsam. In den Spektralbereichen IR-B und IR-C fällt er dagegen vergleichsweise klein aus. Durch die Absorptions- und Streueigenschaften der Haut erfolgt bereits in Oberflächennähe eine starke Schwächung von Strahlung in den Spektralbereichen IR-B und IR-C, während kurzwellige IR-Strahlung (IR-A) vergleichsweise tief in die Haut eindringt.

Durch Kenntnis der spektralen Schwächungskoeffizienten infraroter Strahlung in der Haut kann die Absorption der Strahlungsenergie in die verschiedenen Hautschichten exakt berechnet werden. Dies eröffnet die Möglichkeit, die Spektren und die Bestrahlungsstärke von IR-Geräten ihrem gewünschten Einsatzzweck entsprechend "maßzuschneidern". Aus den spektralen Unterschieden der Strahlungsschwächung der Infrarotstrahlung im Gewebe ergeben sich verschiedene, erwünschte physiologische Effekte, die für Fitness, Wellness und Prophylaxe genutzt werden können. Allerdings liegen zur Nutzung bislang keine kontrollierten medizinischen Studien vor.

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