
Foto: EOS-Werke
Artikel aus Schwimmbad & Sauna 05/06-2010.
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Heiße Seelen der Sauna - Saunaöfen haben eine phasenweise rasante Entwicklung durchlaufen.Heute steht neben der Technik vor allem auch das Design im Mittelpunkt
Der Ofen ist die Seele der Sauna, sagt ein altes finnisches Sprichwort. Wie wahr, denn der Saunaofen ist immer integraler Bestandteil einer jeden Saunaart.
An der historischen Entwicklung der Saunaöfen - die sich in drei Phasen vollzog - lässt sich anschaulich ablesen, wie ausgereift die Technik und das Design der heutigen Saunaöfen tatsächlich ist. Demnach verfügte der Urtyp der Sauna bis zum Ende des 18. Jahrhunderts über einen Ofen, der aus einem oben abgerundeten Steinhaufen mit offener Feuerstelle bestand. An deren Stelle traten mit Beginn der zweiten Phase die ersten geschlossenen Saunaöfen aus gemauerten Ziegelsteinen, die seitdem auch über einen Rauchabzug verfügten. Am Anfang des 20. Jahrhunderts fertigte die Industrie diese Saunaöfen dann sogar serienmäßig mit Metallmantel. Die dritte Phase läutete anschließend die technische Innovation der elektrischen Saunaöfen ein. Diese hatten hinsichtlich der Anwenderfreundlichkeit und Sauberkeit gegenüber holzbefeuerten Öfen schnell die Nase vorn. Denn Elektroöfen sind leicht zu bedienen und der Betreiber muss keinen Brennstoff - wie zum Beispiel Holz - vorrätig halten.
Anfangs standen die Elektroöfen noch schlicht in der Ecke und den Badenden fielen sie kaum ins Auge. Seit neuestem jedoch entwickeln sich die Wärmespender durch vielfältige Formen und Farben zu kreativen Designobjekten, die einen zentralen Platz in der Sauna einnehmen. Dabei ermöglichen neu entwickelte Heizsysteme viele Zusatzfunktionen, welche den Entspannungsfaktor steigern können. Inzwischen ist nämlich nicht nur der aromatische Aufguss zum Beispiel mit Dampfaustritt unter der Kräuterschale möglich, sondern auch der Genuss verschiedener Badeformen - wie etwa finnischer Sauna, Dampf- oder Duftsauna.
(K)eine Standortfrage
Die Wahl des richtigen Platzes für den Saunaofen richtet sich nach den individuellen Vorlieben des Saunagängers. Dabei kann der Käufer zwischen offenen Saunaöfen - in der Ausführung der Stand- und Wandöfen - sowie den Hinterbank- und Unterbanköfen wählen. Wenn er einen Eyecatcher haben möchte, bietet sich natürlich ein offener Ofen an. Wünscht er sich mehr Platz oder steht insgesamt wenig Raum zur Verfügung, kann ein Hinterbankofen die platzsparende Lösung sein.
Passende Heizleistung
Wie viel Heizleistung der Ofen haben muss, hängt von der Saunagröße ab. Denn wenn die Heizleistung für die gegebene Kabine zu niedrig ist, befindet sich der Ofen permanent im Heizmodus, um die gewünschte Saunatemperatur zu erreichen - was unnötig viel Energie verbraucht. Allerdings kann die Heizleistung des Ofens für die vorhandene Kabine auch zu hoch sein. Dann erhitzt das Heizgerät den Raum während des Saunagangs wiederholt sehr schnell, wobei viele Saunagänger die jähen Temperaturwechsel als unangenehm empfinden. Optimal ist hingegen ein Saunagang mit konstanten Badetemperaturen. So ist zum Beispiel bei einer Kabine von 6 Kubikmetern eine Heizleistung von 4,5 Kilowatt ratsam und bei 10 Kubikmetern sollte es ein Ofen mit 7,5 Kilowatt sein.
Der vollständige Artikel und eine Modellschau stilvoller Elektro-Saunaöfen finden Sie in Schwimmmbad & Sauna, Ausgabe 5/6-2010