
Ohne Beleuchtung läuft nichts. Wer will schon abends im Pool seine Bahnen im Dunkeln ziehen müssen? Aber Licht ist nicht gleich Licht - seit der Erfindung der Glühbirne hat sich einiges getan. Zur Auswahl stehen heute eine ganze Reihe verschiedener Leuchtmittel mit den unterschiedlichsten Eigenschaften. Je nachdem, welche Wirkungen man erzielen möchte und welche Produkteigenschaften für den jeweiligen Schwimmbadbereich im Vordergrund stehen, wird man zu einem anderen Typ greifen. Das verlangt profunde Kenntnisse, weshalb die Planung der Beleuchtung in die Hände eines versierten Schwimmbadbauers oder speziellen Lichtplaners gehört. Im Idealfall sollten diese von vornherein in die Schwimmbadplanung mit einbezogen werden, spätestens jedoch im Rohbau ist ihr Einsatz gefragt.
Zuerst muss für eine gute Grundausleuchtung gesorgt werden. Sie ermöglicht die gute Orientierung im Raum und verhindert Unfälle. Dafür eignen sich vor allem Halogenstrahler, die an der Decke oder an den Wänden rund ums Becken platziert werden. Ihre Lichtfarbe ist warm, kommt dem der Sonne sehr nahe und wird als sehr angenehm empfunden. Außerdem können sie problemlos gedimmt werden. Die Strahler werden in einer speziell für Schwimmbäder geeigneten Variante aus Aluminium-Druckguss oder Edelstahl V2A in Echtvergoldet, Chrom, Weiß sowie Titan hergestellt und sind spritzwassergeschützt. Für ein Privatbad rechnet man bei 2,60 m Raumhöhe mit einem Lichtbedarf von 20 W/qm, das entspricht pro 2,5 qm eine Leuchte von 50 W. Bei einer 100 qm großen Halle benötigt man also insgesamt 40 Strahler.
Mit Halogenstrahlern lassen sich auch sehr schöne Lichteffekte erzielen. Aufsatzglasdekore beispielsweise streuen das Licht, so dass sich attraktive Muster an Decke oder Wand abzeichnen. Außerdem erreicht man dadurch eine gleichmäßigere Lichtverteilung. Und beim Relaxen im Liegestuhl wird man von den Strahlern an der Decke nicht unangenehm geblendet.
Direkt über der Wasseroberfläche werden Halogenstrahler nicht so gerne eingesetzt. Zum einen kann ihr Licht durch die Wasserreflektion blenden. Zum anderen erfordert der Austausch kaputter Leuchtmittel akrobatische Fähigkeiten oder ein Ablassen des Wassers. Gefragt sind für diesen Bereich langlebige Lichtquellen. Das kann beispielsweise eine indirekte Beleuchtung mit Neonröhren sein.
Mehr und mehr Bauherren entscheiden sich hier für einen stimmungsvollen Sternenhimmel über dem Becken. Er wird mit Hilfe von Glasfasern erzeugt, durch die eine Leuchte im Technikraum Licht an die Decke schickt. Dort erscheint es dann als so viele Sternenpunkte, wie Glasfaserkabel verlegt wurden. Die Sterne können unterschiedlich groß dimensioniert werden und gaukeln dem Betrachter dadurch dreidimensionale Tiefe vor. Auch Sternbilder und Galaxien sind darstellbar, so dass sich der Bauherr seinen persönlichen Nachthimmel an die Schwimmbaddecke holen kann.
Mit dieser Technik können außerdem verschiedene Effekte verwirklicht werden. Kombiniert man den Lichtprojektor mit einem Farbrad, lässt sich der Sternenhimmel in die unterschiedlichsten Farben tauchen. Oder Kristalle bzw. Hülsen werden auf die Glasfaserenden gesteckt. In Kombination mit der entsprechenden Wand oder Deckengestaltung fühlt man sich dort wie in einer Kristallhöhle. Es ist auch möglich, Flackereffekte zu integrieren, die das Funkeln von Sternen suggerieren. Als optimaler Hintergrund ist ein gemalter Himmel in Hell- oder Dunkelblau zu empfehlen. Schön zur Geltung kommt er, wenn er durch einen vorspringenden Deckenteil eingerahmt und eventuell indirekt beleuchtet wird.
Der große Vorteil der Glasfaseroptik besteht darin, dass die Lichtquelle nicht über dem Becken sitzt, sondern im Technikraum, wo sie bequem ausgetauscht werden kann. Der Einbau eines Sternenhimmels sollte allerdings von einem erfahrenen Fachbetrieb durchgeführt werden, der in der Lage ist, die erheblichen Spachtelarbeiten fachgerecht auszuführen.