
Artikel aus Schwimmbad & Sauna 11/12 2008.
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Auf den ersten Blick ganz normale Pools. Auf den zweiten Blick faszinierende Beispiele für Ingenieurskunst: Schwimmbecken mit Hubboden haben viele Vorzüge.
Bei öffentlichen Bädern und vor allem bei therapeutischen Becken sind Hubböden schon lange bekannt und bewährt. Für diese faszinierende Technik spricht in erster Line ein gewichtiges Argument: Die stufenlos einstellbare Wassertiefe, die das Becken für die unterschiedlichsten Einsatzzwecke nutzbar macht.
So kann der Beckenboden beispielsweise für den Schwimmunterricht mit kleinen Kindern auf eine kindgerechte Stehhöhe angehoben und anschließend wieder für den normalen Schwimmbetrieb komplett abgesenkt werden.
Vollwertiger Pool mit Zusatznutzen
Der zweite große Vorteil dieser faszinierenden Konstruktionen spielt hingegen eher bei privaten Pool-Besitzern eine große Rolle: Der Hubboden kann bei Bedarf bis auf das Niveau der Beckenumrandung hochfahren und deckt dann die komplette Wasserfläche ab. So wird aus dem Pool im Handumdrehen eine große, nutzbare Fläche. Und das Interesse, den Pool nicht nur zum Schwimmen nutzen zu können, wird gerade bei privaten Schwimmbad-Besitzern in letzter Zeit immer größer.
Das kann die Firma Anlagenbau für Bädertechnik (AfB), einer der bekanntesten und renommiertesten Spezialisten für Hubboden-Pools aus Empelde bei Hannover, bestätigen. "Die Nachfrage aus dem Privatbereich steigt klar an. Es scheint sich herumgesprochen zu haben, dass dieser gewünschte Zusatznutzen mithilfe einer Hubboden-Konstruktion, also einem stufenlos höhenverstellbaren Zwischenboden im Schwimmbecken, jederzeit möglich ist", erklärt Christina Vogt von der Firma AfB.
Hubböden im Privatsektor immer beliebter
Die Gründe für diesen Trend sind vielschichtig, weiß Vogt aus ihrer Erfahrung. An erster Stelle steht der Wunsch, die häufig nicht gerade kleine Pool-Fläche auch anderweitig nutzen zu können - meistens weil der Garten oder die Terrassenfläche aufgrund der Grundstücksverhältnisse eher klein sind. "Einen Hubboden in den Pool zu bauen bietet eben genau diese Möglichkeit, den vorhandenen Beckenraum im Innen- oder Außenbereich eines Wohnhauses vielseitiger nutzen zu können", so Vogt weiter. So könne bei Gartenpartys die Pool-Fläche zum Beispiel als Tanzfläche dienen.
Verstärkt werde dieser Wunsch häufig noch durch die Tatsache, dass die Kunden ihre Schwimmbäder heutzutage immer mehr in die Wohnumgebung integrieren und entsprechend wohnlich einrichten. Der Pool ist heute also oftmals mehr als nur ein Raum zur körperlichen Aktivität - er ist bewusst gewählter Anziehungspunkt und nicht selten sogar schillernder Mittelpunkt des gesamten Hauses.
Für viele Kunden fast genauso wichtig ist der Aspekt der Sicherheit. Schließlich kann ein Hubboden vollständig aus dem Wasser gefahren werden. Er ist dann komplett begehbar und bietet damit absolut effektiven Schutz vor dem Hineinfallen - nicht nur für Kinder, sondern zum Beispiel auch für Haustiere. Angenehmer Nebeneffekt: Der Hubboden ist im komplett hochgefahrenen Zustand ein Wärmeschutz für das darunterliegende Beckenwasser.
Es gibt die unterschiedlichsten Konstruktionsmöglichkeiten von Hubböden. Möchte man aber den Hubboden im ausgefahrenen Zustand als zusätzliche Fläche nutzen, empfiehlt Vogt eine Betonkonstruktion. "Diese Variante bietet auch die meisten Gestaltungsmöglichkeiten", so die Spezialistin weiter. Die Betonplatte könne mit den unterschiedlichsten Materialien belegt werden, die sich besonders gut in das Gesamtambiente einbinden. Häufig seien dies Fliesen, Marmor oder Mosaike.
Und der Preis einer solchen Anlage? Ein Hubboden ist kein Angebot von der Stange und dementsprechend stark schwanken auch die Preise. Zwischen 60000 und 150000 Euro liegen die Kosten im Durchschnitt - je nach Ausführung und den individuellen Sonderwünschen des Kunden.
Mehr Informationen:
Architekt: UNA plant
Hubboden: Anlagenbau für Bädertechnik
Schwimmbecken: Berndorf Metall- und Bäderbau