Becken aus Polystyrol Schalungssteinen

  Artikel aus Schwimmbad & Sauna 01/02 2008.
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Mit den leichten und stabilen Schalungssteinen aus Polystyrol entstehen Schwimmbecken ganz ohne aufwändige Verschalungs- oder Isolierarbeiten. Aufgrund spezieller Konstruktionen und solider Eckverbindungen ist kein Abstützen mehr nötig. Der Schaumstoff, der auch unter dem Markenname Styropor bekannt ist, sorgt mit seiner hohen Rohdichte (Bezeichnung z.B. PS 40) für eine optimale Wärmedämmung und Oberflächenhärte. PS oder auch P steht für Polystyrol, die Zahl gibt die eigentliche Dichte in kg/m3 an. Je dichter das Material, desto mehr Polystyrol-Kügelchen sind drin. Für die Wärmedämmung wird aber auch Luft benötigt. Studien haben belegt, dass die Wärmedämmung bei etwa 40 optimal ist. Insgesamt befindet sich der Dämmwert von Polystyrol auf einem hohen Niveau. Trotz allem sind die Hartschaum-Schalungssteine leicht zu transportieren und bequem zu verarbeiten. Dadurch eignen sie sich auch für den Selbstbau. Gerade auf schwer zugänglichen Grundstücken ist der Traum vom eigenen Pool mit den Styropor-Elementen leicht zu realisieren, denn die Hartschaum-Steine lassen sich notfalls über Treppen und durch Wohnräume an den Standort des Schwimmbeckens transportieren. Jede Situation ist ganz ohne Kran zu meistern.
Auf der Grundlage einer Bodenplatte werden dann die Schalungssteine wie Lego-Steine aufeinander gesteckt. Für einen fugenfreien Wandaufbau und eine optimale Folienauskleidung ist eine ebene, sachgerechte Ausführung der Bodenplatte wichtig. Große Steinformate bieten sich für geradlinige Beckenformen an, da sie eine schnelle Verarbeitung garantieren. Gebogene Elemente werden für Sondermaße verwendet, sodass auch freie Schwimmbadformen leicht zu realisieren sind. Wichtig ist die Statik des Beckens und die Maßgenauigkeit.


Für eine gute Stabilität der Schalsteinbecken werden horizontale Eisenstäbe eingesetzt sowie eine vertikale Armierung eingebracht. Diese müssen den statischen Anforderungen gerecht werden und sollten in die Bodenplatte einbetoniert sein. Das Einbetonieren garantiert eine besonders gute Stabilität der Beckenkonstruktion. Die erste Reihe der Schalsteine wird dann über die aus der Platte kommenden Eisen gesetzt.
Damit die Styropor-Elemente beim Betonverfüllen nicht aufschwimmen, müssen diese mit der Bodenplatte und untereinander verbunden werden. Dies geschieht entweder durch Verkleben mit PU-Montageschaum oder mit einem Trick wie ihn die Firma PSG vorschlägt. Hier werden die quer angeformten Styroporstege der Steine mit Kabelbindern verbunden. Dasselbe passiert zwischen der ersten Steinreihe und den in die Betonplatte zusätzlich eingelassenen U-Eisen.


Vom Aufbau bis zur Betonbefüllung
Steinreihe für Steinreihe entsteht nun der ganze Beckenkorpus. Diese Arbeit kann gut im Selbstbau übernommen werden. Die Verarbeitung der Schalsteine ist einfach. Ihr geringes Gewicht und das kinderleichte Steckprinzip machen auch Laien mit geringem handwerklichen Geschick zum Baumeister. Mit großen Steinformaten geht der Aufbau natürlich besonders schnell. Bei außergewöhnlicheren Beckenformen mit Rundungen werden spezielle Bogensteine verwendet und manche Schalungssteine müssen dann eben auch einmal eingepasst werden.
Die Elemente aus Polystyrol lassen sich bequem mit einer Säge oder dem Messer zurechtschneiden. So können rechteckige Standardgrößen ebenso verwirklicht werden wie frei geplante Formen. Allerdings muss man bedenken, dass bei unkonventionellen Beckenausformungen auch die Innenverkleidungen individuell angepasst werden müssen.  
Steht die Hülle aus Schalungssteinen, werden erst die Einbauteile wie Skimmer, Einlaufdüsen oder Scheinwerfer eingebaut. Treppenanlagen aus Polyester, wie zum Beispiel eine Römische Treppe, werden am Stück angesetzt. Am Ende wird wieder der Ringanker aus abgewinkelten Eisenstäben vorbereitet, bevor der Beton eingefüllt wird.
Für den privaten Bauherrn kommt z.B. auch eine lagenweise Handbefüllung pro Steinreihe in Frage. Besser und einfacher geht es aber mit einer Befüllung per Betonpumpe durch den Fachmann, die bei guter Qualität der Schalungssteine bis zu einer Höhe von 1,50 Meter problemlos in einem Arbeitsgang ausgeführt werden kann. Bei der Verwendung von Standardbeton dauert es 28 Tage, bis das Becken mit Wasser befüllt werden kann. Mit speziellem Zement wird diese Zeitspanne auf acht bis dichten werden die Hersteller der Schalsteine aber keine Gewährleistung übernehmen. Dabei hat die Folienauskleidung ja auch einen Vorteil: Sie kann bei Verschleiß oder Nichtmehrgefallen einfach ausgetauscht werden. Bei Schwimmbecken mit Standardmaßen bietet sich eine vorgefertigte Einhängefolie an. Diese wird in eine Leiste am Beckenrand eingehängt. Individuelle Beckenformen gleitet der Profi mit Bahnen vor Ort aus und verschweißt diese dann. 
Schwimmbecken aus Schalungssteinen warten nicht nur durch den möglichen Einsatz der Eigenleistung mit einigen Vorteilen auf. Mit den leichten Stryropor-Elementen, die nach einem 25 cm Raster geschnitten werden können, lässt sich fast jede Schwimmbadform realisieren. Der gute Dämmwert des Materials hilft Wärmeverluste zu minimieren und die Pool-Bausteine können an jede noch so schwer zugängliche Stelle im Garten gebracht werden.

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