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Treppen und Leitern: Einsteigen, bitte!

04.09.2015

Der richtige Einstieg in den Pool will ­zelebriert sein, der Markt kennt dazu eine Vielzahl an kreativen Varianten. Der ­preisgekrönte Poolarchitekt Holger ­Mauerer verrät im Interview alles über Trends, Stils und Designs.
Foto: Tom Philippi

Herr Mauerer, Einstieg ist nicht gleich Einstieg und Treppe nicht gleich Treppe. Schon gar nicht bei einem so exquisiten Gegenstand wie einem Pool. Worauf achtet man als Architekt und Designer am allermeisten, wenn ein Einstieg für einen Pool zu konstruieren ist?
Holger Mauerer: Gutes Design bedeutet im Wesentlichen, eine Einheit von Form und Funktionserfüllung herzustellen. Funktioniert eine Treppe nicht, muss man über die schöne Form nicht mehr reden. Um die Vielfalt der Anforderungen an eine Treppe zu beschreiben, müsste ich sehr weit ausholen: Handelt es sich um einen Innen- oder Außenpool, um einen Rinnenpool oder einen Skimmerpool, um eine öffentliche Einrichtung oder um eine private Anlage? Welchen optischen Einfluss haben Beckenmaterial, Rutschfestigkeit oder Geländer? Sie sehen, die Liste der Kriterien ist sehr lang. Den Zusammenhang von Form und Funktion beschreibt meine „kleine Typologie der Pooleinstiege“ (siehe grauer Kasten unten).

Gibt es auch in diesem Segment so etwas wie stilistische Trends oder gar einen Zeitgeist, an dem sich Konstrukteure und Designer orientieren?
Holger Mauerer: Ganz sicher gibt es das. Zeitgeist und stilistische Trends sind meiner Meinung nach aber eher eine Sache für Friseure und Modeschöpfer. In diesen Berufen kann man schnell mal den Stil wechseln, sobald der Trend wieder vorüber ist. Anders in der Architektur: Nichts ist schlimmer, als wenn man auf Designsünden vergangener Jahre schauen muss. Architektur sollte nachhaltig sein! In diesem Zusammenhang sind auch Pooltreppen stets im Gesamtkonzept zu betrachten.

Dennoch: Wie würden Sie die derzeitigen stilistischen Trends bei den Einstiegen für Pools und Wellnessanlagen beschreiben?
Holger Mauerer: In meinen Gesprächen höre ich oft den Begriff „Bau-hausstil”, womit oft karge schlichte Formen in Weiß gemeint sind. Mit der ursprünglichen Epoche der beginnenden Moderne hat dies natürlich rein gar nichts zu tun. Ein anderer „zeitgeschmäcklerischer Trend“ in unseren Breiten ist gegenwärtig wohl auch eine Art abgeleiteter Futurismus mit weicheren Formen und technischen Werkstoffen. Gerne wird dann noch buntes LED-Licht als Stimmungselement eingebunden. Das alles ist meist abgekupfert und für meinen Geschmack nicht sehr tief.

Was ist derzeit besonders „in“, was würden Sie als „out“ bezeichnen und welchen Trend sehen Sie in der nahen Zukunft aufziehen?
Holger Mauerer: Als „in” würde ich den Hype um farbige LED-Leuchten bezeichnen. Das wirkt auf mich wie ein große Palette mit Schminke, die jetzt auf alle Bauteile aufgetragen wird. Da gibt es zurzeit viele neue Produkte, mit denen viel experimentiert wird. Wo auch immer der Trend hingehen wird: Licht ist ein essenzielles Thema, und Pooltreppen bieten sich für schöne räumliche Effekte geradezu an. Faszinierend finde ich allerdings eine andere Entwicklung: Ich beobachte oft, wie sich Kulturen untereinander austauschen. Interessanterweise werden im Ergebnis nicht Melangen verschiedener Kulturen erzeugt, sondern die eigenen, regional identitätsstiftenden Eigenarten werden herausgearbeitet. Die Menschen haben wieder ein starkes Bedürfnis entwickelt, ihre Wurzeln zu stärken und ihre Herkunft zu definieren. Das sind für mich positive Aspekte der Globalisierung und da stehen wir meiner Meinung nach am Anfang einer Entwicklung – auch was die Poolarchitektur betrifft.

Gibt es auch Designer, die in diesem Bereich antizyklisch handeln oder den Mut zu Neuem haben? Und gibt es auch so etwas wie eine „Retrobewegung“ in diesem Produktsegment?
Holger Mauerer: Wenn wir von Produkten sprechen, da denke ich in erster Linie an Fertigpools, ist der Markt sehr statisch. Die Produktzyklen sind aus verschiedenen Gründen sehr lang und die Hersteller versuchen aus nachvollziehbaren Gründen, Produktlinien international zu vereinheitlichen. Die „Gegenbewegung”, wenn wir sie so bezeichnen wollen, wendet sich eher von der Vereinheitlichung ab. Die personalisierte Lösung wird immer wichtiger und einige Hersteller suchen auch hier neue Wege.

Welche stilistische Entwicklung haben Sie in den vergangenen 15 bis 20 Jahren bei den Pooleinstiegen beobachtet und wie ist diese Entwicklung zu begründen und zu bewerten?
Holger Mauerer: Im privaten Bereich, meine ich, war vor 20 Jahren wahrscheinlich die schlichte Leiter der Normalfall. Erst die Verbreitung der Kunststoffpools rückte die Treppe im privaten Bäderbau als Gestaltelement in den Fokus. Die Etablierung der Treppe ist ein Zeichen dafür, dass mehr gebadet wird. Das Becken ist nicht mehr nur ein Sportgerät.

Welche Rolle spielen die verwendeten Materialien beim Design von Pooleinstiegen? Oder anders gefragt: Gibt es einen zwingenden Zusammenhang zwischen Design und Material, dergestalt, dass ein bestimmtes Material auch eine gewisse Stilrichtung bedingt – und umgekehrt?
Holger Mauerer: Ganz klar spielt die Materialauswahl eine große Rolle. Jedes Material hat seine Eigenarten, die die Formgebung und alles Weitere beeinflussen. GFK-Pools etwa werden auf Formen aufgebaut, die gerundete, leicht konische Gestaltungen bedingen. Beim Fliesenbecken sind weiche, runde Formen nur mit Kleinformaten möglich. Große Formate bedingen dagegen orthogonale, also rechtwinklige Formgebungen. Die Materialfarben unterliegen unterdessen einem gewissen Spektrum. Meistens gehen die Grundsatzentscheidungen dabei von der gewünschten Materialfarbe und der resultierenden Wasserfarbe aus.

Bitte nennen und beschreiben Sie uns die wichtigsten und prägendsten Einstiegsvarianten der letzen Jahre?
Holger Mauerer: Da fällt mir zunächst die „Römische Treppe“ ein. Sie hat ihren Anfang in einer Herstellerbezeichnung für eine symmetrische, auf Kreisform basierende Treppenform genommen. Obwohl der Name sehr klassisch klingt, ist diese Treppenform meistens in modernen GFK-Becken anzutreffen. Denn wie schon erwähnt, begünstigt der Glasfaserkunststoff runde Formen. Übrigens: Runde Treppen gibt es sowohl mit konkaven als auch mit  konvexen Stufen, die im Idealfall an den Beckenwänden auslaufen. Gerade Treppen, die über die gesamte Beckenbreite ins Becken laufen, haben eine ähnlich klassische Wirkung wie die runde Treppennische an der Kopfseite. Wer Bahnen schwimmen möchte, sollte allerdings eine Treppe wählen, die seitlich angeordnet ist, damit Wenden an der Beckenwand möglich ist. Ein Eckeinstieg, egal ob rund oder gerade, bietet sich besonders bei rechteckigen Außenbecken an. Ich persönlich mag auch Podesttreppen sehr gerne, erstens, weil sie besonders bequem sind und, zweitens, weil sie auch als Sitzfläche dienen können.

Kommen wir zur Sicherheit, bei den Einstiegen ein Thema von essenzieller Bedeutung. Wie wichtig nehmen Sie die Sicherheit, woran müssen Sie sich vorschriftsmäßig halten und welche Rolle spielt dieser Aspekt beim Design eines Einstiegs. Oder anders gefragt: Welche „künstlerischen Fesseln“ legt die Sicherheit Ihnen an?
Holger Mauerer: Im öffentlichen Bereich gelten sehr klare Vorschriften, im privaten Bereich lediglich Empfehlungen. Ich möchte meinen Bauherren dennoch nicht schlechtere Treppen als im öffentlichen Bad anbieten, sondern eher bessere, auch hinsichtlich der Sicherheit. In einem Satz gesagt: Der Einstieg muss rutschfest sein, den Füßen genügend Platz bieten, gut erkennbar und ergonomisch sein. Ein Geländer sollte außerdem nachrüstbar sein, sofern es anfangs nicht vorhanden ist.

Gibt es Designvarianten, die aufgrund sicherheitsrelevanter Fragen demzufolge nicht zu realisieren sind?
Holger Mauerer: Zu unregelmäßig ausgeführte Stufen im Pool verbieten sich meiner Meinung nach, denn das kann ziemlich heimtückisch werden und zu Unfällen oder Verletzungen führen. Zum Glück kenne ich aber nur wenige Beispiele dieser Art.

Kleiner Scherz zum Schluss: Erzählen Sie uns doch noch Ihren liebsten „Treppenwitz“… Im Ernst: Gibt es eine amüsante Geschichte, die Ihnen in dem Zusammenhang einfällt?
Holger Mauerer: Ein Bauherr bestand trotz seiner fast 80 Jahre darauf,  anstelle der vorgeschlagenen Treppe eine Leiter eingebaut zu bekommen. In epischer Breite versuchte ich, ihm die Vorzüge einer bequemen Treppe anzupreisen. Ohne Erfolg: „Lieber Herr Mauerer“, sagte er mir, „solange ich die Leiter erklimmen kann, weiß ich, hat sich die Anschaffung des Pools für mich gelohnt.”

Herr Mauerer, vielen Dank für das Gespräch!

Holger Mauerer
Jahrgang 1965, verheiratet, zwei Kinder, ist ­freier Architekt (BDA) in Meerbusch und Mitglied im bsw. Mauerer ist Fachplaner und ­Designer mit dem Schwerpunkt Pool und Wellnessobjekte. ­Dafür hat er bereits eine Vielzahl an Projekt­auszeichnungen erhalten, darunter den „Inter­nationalen Pool Vision Award 2012“.
www.hp-mauerer.de

 

 

 

 

Vario Pool System: Klare Linien aus Kunststoff

Die Treppen von VPS werden direkt in den Beckenkörper eingeformt. Sie werden, wie das Becken selbst, in einer Verbundbauweise aus Hart-PVC und GFK hergestellt und rückseitig mit einer laminierten Stahlarmierung stabilisiert. Der Trend liegt derzeit auf klaren Linien, wie sie vom Typ „Claro“ verkörpert wird: rechtwinklige oder quadratische Stufen, die zu einer gleichmäßig ansteigenden Treppe aneinandergereiht werden. Oft starten die Treppen mit einem größeren Podest als oberste Stufe, um einen bequemen Einstieg zu bieten. Foto: www.vpsgmbh.de

Polytherm: Individuelle Lösung aus Edelstahl

Polytherm ist Spezialist für hochwertige Edelstahlpools, die je nach Kundenwunsch konstruiert werden. Entsprechend individuelle Lösungen entwirft das Unternehmen aus Österreich für seine Einstiegsvarianten, zum Beispiel Treppen über die gesamte Beckenbreite hinweg, abgerundete und gerade Eckeinstiege, Nischenleitern, „Römische Treppen“, mehrstufige Treppenanlagen mit Sitzliegen, Sitzbank mit Einstieg oder andere Sonderlösungen. Foto: www.polytherm.at

Zodiac Deutschland: Römische Treppe

Die „Römische Treppe“ vom Typ „Marbella“ ist für den Einbau in Becken der Zodiac-Marke „Styropool“ gedacht. Sie kann aber auch in mit Folie ausgekleidete Betonbecken sowie in Becken aus glasfaserverstärktem Polyester mit profilierten Trittstufen, Treppenstützen und Klemmflansche eingebaut werden. „Marbella“ ist in zwei Größen und in mehreren Farben erhältlich. Foto: www.duw-pool.de

Peraqua: Hochglanzpolierte Edelstahlleiter

Peraquas Edelstahlleitern der Marke „Ocean“ werden in diversen Modellen und zwei verschiedenen Stufenausführungen angeboten: zwei- bis fünfstufig in den Versionen „Edelstahl“ und „Antislip“. Sie sind aus hochglanzpolierten Rohren gefertigt und erhältlich sowohl zum Aufstellen mit Gummidämpfern als auch zur Flanschmontage in die Beckenwand. Das nötige Zubehör wird mitgeliefert. Foto: www.peraqua.com

KWS: Vollflächig stabilisiert und gedämmt

KWS formt Treppenanlagen gemäß Kundenvorgabe. Sie bestehen aus Hart-PVC und sind nach speziellem Wabenverbundsystem zumeist in Beckenfarbe gebaut, wobei auch Farbkombinationen möglich sind. Die Anlagen sind vollflächig stabilisiert und gedämmt, die Stufen mit einer rutschhemmenden Trittkennzeichnung versehen. Im Bild zu sehen: eine Einstiegstreppe mit Luftsprudelbänken in Weiß. Foto: www.kws-pool.de

Trend Pool: Für alle Beckenarten geeignet

Die bei Trend Pool erhältlichen, freistehenden Polyestertreppen von Hersteller Reku werden nicht mit der Poolauskleidung verbunden und eignen sich somit für alle Beckenarten – egal ob Folie, Beton, Fliesen, Metall oder Kunststoff. Auch eine nachträgliche Montage in bereits fertig gebaute Pools stellt kein Problem dar. Foto: www.trend-pool.de, www.reku.sk

Berndorf Bäderbau: Zum Beispiel selbsttragend

Verschiedene Einstiegsvarianten bietet der für erlesene Edelstahlpools bekannte Hersteller Berndorf Bäderbau an, zum Beispiel selbsttragende Treppen, aber auch demontierbare barrierefreie Einstiege als vierstufige GFK-Edelstahlkonstruktion, fest installierte Einstiegstreppen sowie platzsparende Nischenleitern. Foto: www.berndorf-baederbau.com

 

Niveko: Schwebende Leichtigkeit

Das leicht, elegante Design des Modells „Milano“ schafft den Eindruck von schwebenden Stufen im Pool. Die Oberfläche besteht aus Kunststein, der in sämtlichen Farbkombinationen zu erhalten ist, wodurch sich der Einstieg entweder perfekt eingliedern oder einen Kontrast zum Becken darstellen kann. Die rostfreie Konstruktion bietet eine maximale Festigkeit und erhöht Sicherheit und Lebensdauer des Pools. Foto: www.niveko-pools.com

Leidenfrost: Schmal und elegant

In die geradlinigen, modernen Becken der Poolserie „Linea“ von Leidenfrost Pool führen zwei elegante, schmale Stufenbereiche, die auch als Sitz- und Massagezonen genutzt werden können. Dieses Modell  wurde mit geteiltem Einstieg geplant, um dem Badegast die volle Schwimmlänge zu erhalten. Die in drei verschiedenen Längen erhältlichen Einstückbecken sind komplett aus Faserverbundkunststoff (FVK) hergestellt. Foto: www.leidenfrost.com

Eichenwald: Leiter mit Clou

Die aus dem beständigen Edelstahlwerkstoff  V4A gefertigte Einstiegsleiter „Omega“ verfügt über einen besonderen Clou: Die hintere senkrechte Strebe zur Befestigung ist auf oder hinter dem Beckenkopf beidseitig um 400 Millimeter verschiebbar. Dadurch können die Befestigungen der Leiter an das Fugenbild angepasst werden. Auch ist es möglich, beide Streben versetzt zu befestigen, was vor allem bei Natursteinbelägen von Vorteil ist. Die Leiter ist mit zwei bis fünf Stufen erhältlich. Foto: www.eichenwald.de

Mauchle: Jegliche Einstiegsformen möglich

In den Edelstahlschwimmbecken der Schweizer Firma Mauchle sind prinzipiell jegliche Formen von Treppen und Einstiegen möglich. Im Bild zu sehen: eine wandbündig eingelassene fünfstufige Nischenleiter mit Geländerholmen für ein flottes Ein- und Aussteigen. Die genoppten, rutschhemmenden Stufen gewährleisten einen sicheren Tritt. Foto: www.mauchleag.ch

Topras: Aus glasfaserverstärktem Polyester

Die Treppenanlagen „Victoria“ sind für den Einbau in Becken der Marke „Styropool“ gedacht, können aber auch in mit Folie ausgekleidete Betonbecken eingebracht werden. Die von Reku produzierten und unter dem Label „Topras“ verbreiteten Einstiege bestehen aus glasfaserverstärktem Polyester mit vier profilierten Trittstufen. Dazu kommen zwei Treppenstützen sowie Klemmflansche. Foto: www.topras.de, www.reku.sk

Procopi: Einhängefolie mit integrierter Treppe

Eine spezielle Einstiegslösung bietet Procopi an: „Superliner“ heißt eine am Stück gefertigte Einhängefolie aus widerstandsfähigen, hochwertigen Membranen mit Schutzlackierung. Sie wird gleich mit integrierter Treppe geliefert. „Superliner“ ist rutschfest und in vielen Formen erhältlich: rund, schräg, abgerundet, römisch, als Eckeinstieg oder Sitzbank. Foto: www.procopi.com

Bünger & Frese: Royaler Pooleinstieg

„Queen“ heißt der „royale“ Einstieg mit sechs Stufen aus poliertem V4A-Edelstahl, den die Firma Bünger & Frese anbietet. Die Treppe ist 70 Zentimeter breit, was den Einstieg bequemer macht. Die Profilierung der Stufen macht das Ganze überdies rutschfest. Die Treppe ist für Beckentiefen von 1,35 bis 1,55 Metern geeignet. Foto: www.schwimmbad-technik.de

Reku: Am besten für neue Pools geeignet

Die „Composite Pool Steps“ des slowakischen Herstellers Reku sind bestens geeignet für den Neubau von Pools. Sie bestehen aus verstärkten Kunststoffen und sind mit rutschhemmenden Belägen versehen. Das Modell „Kanto“ ist in zwei Maßen erhältlich, hat zwei Treppen sowie mittige Sitz- und Liegestufen, in die Düsen eingebaut werden können. Foto: www.reku.sk

 Future Pool: Einfach ins Becken stellen

Die robuste, komplett freistehende Einstiegstreppe „Ü 50“ von Future Pool kann einfach ins Becken gestellt werden. Ihre stabilen Handläufe bestehen aus Edelstahl. Als Zusatzkomponente wird eine „Anfahrtssperre“ angeboten, wodurch ein automatischer Poolreiniger die Einstelltreppe nicht unterfahren und an ihr hängenbleiben kann. Foto: www.future-pool.de

 

 

 Kleine Typologie der Pooltreppen

Anhand der Grafik wird deutlich, dass Lage und Form einer ­Treppe maßgeblich den architektonischen Ausdruck des Pools bestimmt, aber auch die Art des Gebrauchs. In den Reihen A bis D sind vier verschiedene Grundpositionen von Treppen dargestellt:


In Reihe A ist die Treppe dem Pool als Appendix an der ­Kopfseite zugeordnet. Die lange, schlanke Form ist elegant-klassisch. Eine Rollladenabdeckung lässt sich gut integrieren, daher sind ­diese Poolformen auch gut im Freien verwendbar. Der Nachteil: Bahnenschwimmen ist wegen des fehlenden Anschlags auf der Treppenseite schwierig.


In Reihe B ist die Treppe dem Pool seitlich zugeordnet. Das wirkt sehr mondän und klassisch, Bahnenschwimmen ist damit gut möglich. Allerdings: Der Einbau von Rollladenabdeckungen ist sehr aufwendig.


In den Reihen C und D sind die Treppen in den Pool gestellt, ohne dessen Außenform zu beeinflussen. Die Geometrie bleibt ­einfach und spart Platz. Abdeckungen sind mit geringem Aufwand herstellbar und einsetzbar.


Die Reihe C nimmt mehr Raum ein, wirkt jedoch großzügiger. In Reihe D liegt die Gewichtung auf möglichst ausgiebiger Nutzung, vor allem in puncto Schwimmsport.


Die Spalten 1 bis 3 zeigen Varianten von runden und geraden Formgebungen. Im Prinzip leiten sich komplexere Formgebungen immer von diesen Grundprinzipien ab.

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