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Skimmer oder Überlaufrinne: Welche Beckenart darf's denn sein?

05.05.2017

Die Grafik zeigt den Wasserkreislauf eines Pools mit Skimmersystem. Mithilfe der Umwälzpumpe (3) gelangt das Wasser über den Bodenablauf (1) und den Skimmer (2) in die Filteranlage (4), geht in gereinigtem Zustand durch die Wärmepumpe (5) und gelangt schließlich über Einströmdüsen (7) zurück ins Becken. Station 6 zeigt eine Salzelektrolyseeinheit zur Desinfektion des Wassers, die aber nicht jeder Pool besitzt. Trotzdem muss das Becken regelmäßig vom Besitzer mit einem Poolroboter gereinigt werden (8). Grafik: Fluidra

Das Wasser eines Schwimmbeckens ist dauerhaft in einem Umwälzungskreislauf begriffen. Schließlich muss es immer in hygienisch einwandfreiem Zustand gehalten werden. Kurz gesagt, wird es zunächst aus dem Becken abgeführt, dann zur Filtertechnik gepumpt, wo es gereinigt wird, und anschließend über Einströmdüsen wieder in das Becken zurückbefördert. Im Folgenden beschäftigen wir uns mit der Abführung des Wassers aus dem Pool in den Kreislauf.

Dafür gibt es zwei Techniken, die zudem einen wesentlichen Einfluss auf die Konstruktion der gesamten Pooltechnik, die Bauweise des Beckens und letztlich auf den Preis der ganzen Poolanlage haben: die Skimmertechnik und die Überlauftechnik, wobei die Abführung von Bodenablaufdüsen unterstützt wird. Über letztere gelangen jene Verunreinigungen in den Kreislauf, die schwerer als Wasser sind und deshalb zu Boden sinken. Das Oberflächenwasser, wo sich die leichteren Verunreinigungen bewegen, wird hingegen zum Skimmer beziehungsweise zur Überlaufrinne geführt, die am Beckenrand eingebaut sind.

Der Skimmer ist das einfachere Prinzip

Der Skimmer mit seiner charakteristischen Absaugöffnung ist das technisch einfachere Prinzip der Wasserabführung – und deshalb auch das kostengünstigere. Der Skimmer besteht im Wesentlichen aus einer in der Beckenwand eingebauten Absaugöffnung mit einem beweglichen Wehr, das sich dem Wasserstand permanent anpasst. Dahinter befindet sich ein Sieb, das die groben Verschmutzungen auffängt, zum Beispiel Haare, Hautschuppen und Textilfasern, bei Außenpools auch Laub und Pflanzenreste.

Ein Becken mit Skimmer als Wasserabführung, wobei immer nur die Absaugöffnung zu sehen ist. Foto: Tom Philippi

Während beim Überlaufsystem die Verschmutzungen dadurch entfernt werden, dass der Wasserspiegel bis zur Kante aufgestaut wird und gleichmäßig verteilt in die Rinne plätschert, wird beim Skimmersystem das Oberflächenwasser einfach nur mithilfe der Saugwirkung der Filterpumpe abgeführt und zur Filteranlage geleitet.

Überlaufrinnen sind anspruchsvoller zu planen und zu bauen und deshalb die teurere Variante. Unser Experte Eugen Hofer stellt die geläufigsten Arten vor. Eine Überlaufrinne fängt das überflüssige beziehungsweise verunreinigte Oberflächenwasser eines Swimmingpools sofort auf und befördert es mehr oder weniger direkt zur Filteranlage weiter.

Ein Poolbecken mit Überlaufrinne als System der Wasserabführung. Foto: Tom Philippi

Das ist perfekt für eine effiziente Wasserhygiene und der lästige Schmutzrand am Pool gehört auch der Vergangenheit an. Doch die Überlaufrinne überzeugt nicht nur durch ihre funktionellen Qualitäten: Bei modernen Schwimmbecken reicht der Wasserspiegel bis zur inneren Oberkante des Beckens, daraus ergibt sich eine stilvolle, harmonische Einheit zwischen Umfeld und Pool. Somit ist die Überlaufrinne nicht nur ein technisches Bauteil, sondern auch ein echter „Eyecatcher“.

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